Doppelter Abiturjahrgang: Extra-Geld für Freiwilliges Soziales Jahr vom 19.05.2010
Doppelter Abiturjahrgang: Extra-Geld für Freiwilliges Soziales Jahr
100.000 Euro Sondermittel für FSJ-Träger in diesem Jahr: BJR-Präsidentin lobt Sozialministerin Haderthauer – Doppelte Anzahl von Abiturient/-innen bedeutet mehr FSJ-Teilnehmer/-innen –Folgen der Zivildienstverkürzung für das FSJ noch nicht abschätzbar
Der Bayerische Jugendring (BJR) begrüßt die
Mitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung,
Familie und Frauen, nach der es in diesem Jahr 100.000 Euro Sondermittel für
die Träger des Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ) geben soll. Die FSJ-Träger wie
z.B. der Bund der Deutschen Katholischen Jugend, die Evangelische Jugend oder
die Sportjugend hatten immer wieder darauf hingewiesen, dass mit dem doppelten
Abiturjahrgang im Jahr 2011 auch mehr FSJ-Teilnehmer/-innen betreut und hierfür
Vorbereitungen getroffen werden müssten.
Vorbereitungen für den doppelten
Abiturjahrgang können beginnen
Bereits jetzt gibt
es zahlreiche Anfragen von Jugendlichen, die sich einen FSJ-Platz sichern wollen,
aber auch Einsatzstellen haben schon ihr Interesse bekundet, mehr Jugendliche
aufzunehmen. BJR-Präsidentin Martina Kobriger lobt deshalb Sozialministerin
Christine Haderthauer, die das Problem erkannt hat: „Wir freuen uns, dass mit
dem Extra-Geld aus dem Sozialministerium nun die Vorbereitungen für 2011 aufgenommen
werden können.“ Da das FSJ als Bildungs- und Orientierungsjahr gilt, legen die
Träger großen Wert auf eine pädagogische Betreuung und begleitende Seminare. Mit
der Zusage aus dem Sozialministerium können nun rechtzeitig die für den doppelten
Abiturjahrgang zusätzlich notwendigen Ressourcen wie Trainer/-innen, Gruppenräume
oder Bildungsmaterialien organisiert werden.
Mehrbedarf von 1 Million Euro für das
Jahr 2011
„Für das Jahr 2010 sind wir sehr zufrieden. Für das
nächste Jahr sehen wir aber einen Mehrbedarf von rund einer Million Euro, um dem
doppelten Abiturjahrgang tatsächlich auch ein passendes FSJ-Angebot machen zu
können“, so Martina Kobriger. Die BJR-Präsidentin weist außerdem darauf hin,
dass durch die Verkürzung des Zivildienstes auf sechs Monate viele Träger
überlegen, Zivildienststellen in FSJ-Stellen umzuwandeln: „Hier zeichnet sich
ein weiterer zusätzlicher Bedarf ab, den wir noch nicht abschätzen können.“
Nähere Informationen zum FSJ sowie die Adressen der
bayerischen Träger sind im Internet unter www.fsj.bayern.de abrufbar.
Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die
Arbeitsgemeinschaft der 29 landesweiten Verbände, der 37 überregional und regional
tätigen Jugendgemeinschaften und der mehr als 350 örtlichen Jugendinitiativen
in Bayern. Strukturell ist er in sieben Bezirksjugendringe sowie 96 Stadt- und
Kreisjugendringe gegliedert. Seine Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren
Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Bayern.
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