Leitlinien innerhalb des BJR zur geschlechtsbewussten Jungen- und Männerarbeit
Beschlossen auf dem 133 Hauptausschuss des BJR am 18.10.2008 in Gauting.
Die Arbeitsgruppe „Jungen und junge Männer“ des Landesvorstands des BJR erarbeitete im Jahr 2008 Leitlinien, die der zukünftigen Kommission Jungen- und Männerarbeit eine Grundlage bieten sollen. Exemplarisch werden hier einige Themenbereiche aufgegriffen, die in der Sozialisation von Jungen wichtig sind. Diese Leitlinien sollen als Orientierungshilfe und Motivation dienen, dass die Arbeit mit Jungen in der Jugendarbeit in Bayern einen angemessenen Stellenwert bekommen kann.
Bewusst konzentrieren sich die Leitlinien auf die „Jungenarbeit“ als die bewusste, geschlechtsbezogene, pädagogische Arbeit eines Mannes oder mehrerer Männer mit Jungen. Insofern ist nicht jede Arbeit mit Jungen auch Jungenarbeit. Geschlechtsbezogene, pädagogische Jungenarbeit findet im geschlechtshomogenen Rahmen statt.
Ebenso bewusst hat sich die Arbeitsgruppe entschieden, kein eigenes Kapitel für die Jungen mit Migrationshintergrund aufzunehmen, sondern sie jeweils unter den Bereichen aufzunehmen. In der Regel kann davon ausgegangen werden, dass ihre Sozialisationsbedingungen aufgrund der sozialen Lage oder des kulturellen Hintergrunds zusätzlich erschwert sind.
Adressaten der Leitlinien sind zunächst die Kommission selbst, im Weiteren die hauptberuflich und ehrenamtlich Tätigen in der Jugendarbeit und letztlich alle männlichen Kinder und Jugendlichen, die in den im BJR vertretenen Verbänden und Gliederungen, der Jugendpflege und der offenen Jugendarbeit an Angeboten teilnehmen.



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