Keine sexuellen Übergriffe in der Kinder- und Jugendarbeit!

Jugendarbeit schafft sichere Orte! Entwicklung schützender Organisationsstrukturen zur Prävention sexueller Gewalt

Die Qualifizierungsreihe für Leitungs- und Fachkräfte

Flyer und ausführliche Informationsmappe zum Ausbildungsgang 2015/16

Kinderschutz und Kindeswohlgefährdung werden in der Öffentlichkeit und in der Jugendhilfe mit großer Aufmerksamkeit bedacht.  Für die Kinder- und Jugendarbeit ist der Schutz von Mädchen und Jungen vor sexueller Gewalt zentrales Thema. Die Welle von Aufdeckungen im Jahr 2010 führte zu einer intensiven Beschäftigung mit dem Thema in Medien und Politik, so z.B. beim „Runden Tisch sexueller Kindesmissbrauch“ der Bundesregierung. Das Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG), das am 01.01.2012 in Kraft getreten ist, enthält eine Reihe von Regelungen und Neuerungen, um den Schutz von Mädchen und Jugen vor Gewalt und Missbrauch zu verbessern.

Führungs- und Fachkräfte sind für die Einführung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen verantwortlich und müssen dafür sorgen, dass die erforderlichen organisatorischen und strukturellen Voraussetzungen des Kinderschutzes sicher gestellt und umgesetzt werden. Damit Präventionsmethoden übergreifende und nachhaltige Wirksamkeit entfalten können, müssen sie durch einen Implementierungsprozess in das Gefüge von Organisationen eingebunden und dort etabliert werden.

Der Bayerische Jugendring bietet gemeinsam mit dem Institut für Jugendarbeit Gauting dazu eine Qualifizierungsreihe für Verantwortliche und Fachkräfte aus der Jugendarbeit an.  Diese orientiert sich am gegenwärtigen Stand der Fachdiskussion. Zusätzlich fließen die langjährigen Erfahrungen aus der Fachberatungsstelle Prätect des BJR und aus dem bundesweiten Modellprojekt „Prätect… keine Täter in den eigenen Reihen!“ ein.

Das Besondere an dieser Qualifizierungsreihe

Im Mittelpunkt stehen Organisationen der Jugendarbeit mit ihren bestimmenden Prinzipien Ehrenamtlichkeit, Freiwilligkeit, Beteiligung und Selbstorganisation und ihren besonderen Aufgaben, Strukturen und Entscheidungsprozessen. Für sie bietet die Prätect-Qualifizierungsreihe ein spezifisches Handlungskonzept, wie Schutzmaßnahmen in der Jugendarbeit strukturell verankert und verstetigt werden können.

Ausgewiesene Expert/-innen vermitteln das entsprechende Fachwissen, erprobte Praxisbeispiele werden anschaulich präsentiert und Materialien zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmenden wenden im Anschluss an jedes Qualifizierungsmodul das Gelernte in ihrem Arbeitsfeld an, machen die Theorie praxistauglich und tauschen sich mit anderen Teilnehmenden über ihre Erfahrungen aus. Sie werden dabei kontinuierlich begleitet und unterstützt.

Die Qualifizierungsreihe bezieht die aktuellen gesetzlichen Anforderungen ein.

Die wichtigsten Themen

  • Sexuelle Gewalt als Herausforderung für die Kinder- und Jugendarbeit: Fachbegriffe, Erscheinungsformen, Täterstrategien, juristische Informationen und fachlich-pädagogische Handlungsmöglichkeiten
  • Gefährdungsanalyse: Voraussetzung für ein organisationsspezifisches Schutzkonzept
  • Schutzmaßnahmen entwickeln: auf der Ebene "Institution" und auf der Ebene "Kinder und Jugendliche"
  • Krisenmanagement: Umgang mit dem Vorwurf sexueller Übergriffe

Zielgruppe

Leitungs- und Fachkräfte sowie (ehrenamtlich) Verantwortliche aus der Jugendarbeit, die sich zur "Fachkraft für strukturelle Prävention sexueller Gewalt in der Jugendarbeit" qualifizieren möchten:

  • Fachkräfte mit pädagogischer und/oder organisatorischer Verantwortung
  • Mitarbeiter/innen aus der gemeindlichen oder kommunalen Jugndarbeit, die für Einrichtungen oder Projekte verantwortlich sind
  • Ehrenamtliche in verantwortlicher Funktion

Eine aktive Unterstützung der Qualifizierung und insbesondere der erforderlichen Entwicklungsprozesse durch die jeweilige Organisation bzw. den Träger ist Teilnahmevoraussetzung.

Ziele für die Teilnehmer/innen

Die Teilnehmer/innen sind nach Abschluss der Qualifizierungsreihe in der Lage, die zur Implementierung von Schutzmaßnahmen notwendigen Qualitätsentwicklungsprozesse in Organisationen der Jugendarbeit sachkundig und professionell zu unterstützen und zu begleiten.

Nutzen für die Organisationen

Die beteiligten Verbände/Organisationen erhalten Anregung und fachliche Unterstützung bei der Einführung von wesentlichen Elementen struktureller Prävention gegen sexuelle Gewalt.

Verantwortlich

Beate Steinbach, Fachberatungsstelle Prätect

Ina Benigna Hellert, Institut für Jugendarbeit Gauting

Kursleitung

Margot Heinze-Ehrlich, Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Gestalttherapeutin, Supervisorin

Beitrag

2.450,- Euro für 17 Tage Kurs (incl. Unterkunft und Vollverpflegung).

Zertifikat

Der erfolgreiche Abschluss der Qualifizierungsreihe wird vom Bayerischen Jugendring und dem Institut für Jugendarbeit Gauting mit dem Titel „Fachkraft für strukturelle Prävention sexueller Gewalt in der Jugendarbeit“ zertifiziert.

Veranstaltungsort                                                              

Institut für Jugendarbeit Gauting
Germeringer Str. 30
82131 Gauting
www.institutgauting.de

Beratung und Information

Beate Steinbach
Bayerischer Jugendring – Fachberatung Prätect
Email: steinbach.beate©bjr,de
Tel.: 089/51 458 -63

Ina Benigna Hellert
Institut für Jugendarbeit Gauting
Email: hellert©institutgauting,de
Tel.: 089/89 32 33-18


Konzept QR4 komplett final

 

Ansprechpartnerin

Bayerischer Jugendring
Beate Steinbach
Herzog-Heinrich-Str. 7
80336 München

Tel.: 089/51458-63
Fax.: 089/51458-77

steinbach.beate©bjr,de

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