EU-Förderprogramme

Einige EU-Förderprogramme richten sich explizit an Jugendliche und die Jugendarbeit in der EU. Im folgenden werden die Wichtigsten vorgestellt.

2021-27
Laufzeit der EU-Jugendprogramme
2,53 Mrd. EUR
für Erasmus+ Jugend
1,009 Mrd. EUR
für das Europäische Solidaritätskorps

Für die Jugendarbeit zentrale Förderprogramme sind 

  • Erasmus+ Jugend, 
  • Europäisches Solidaritätskorps sowie 
  • DiscoverEU. 

Zudem fördert auch die European Youth Foundation des Europarats lokale und europäische Projekte der Jugendarbeit.

Aktueller Hinweis: Es finden wieder Videosprechstunden mit Eingangsberatung zu Erasmus+ statt. Sie richten sich an Interessierte und (Erst-)Antragsstellende aus der Bayerischen Jugendarbeit. Anmeldung bitte per E-Mail an Laura Reiser.  Hier geht es zu den Terminen.

Erasmus+ Jugend ist das zentrale Förderinstrument für die europäische Jugendarbeit. Junge Menschen erlangen über das Programm wichtige Schlüsselkompetenzen für ihre persönliche Entwicklung sowie für ihre gesellschaftliche und politische Partizipation. Fachkräfte der Jugendarbeit entwickeln ihre professionellen Kompetenzen weiter und können damit die Qualität ihrer Arbeit und ihrer Angebote steigern.

Folgende Fördermöglichkeiten gibt es:
Leitaktion 1: Jugendbegegnungen, Mobilitätsmaßnahmen für Fachkräfte und Ehrenamtliche, Jugendpartizipationsprojekte oder Projekte zum EU-Jugenddialog
Leitaktion 2: Kooperationspartnerschaften zur Qualitätsentwicklung und Kapazitätsaufbau im Jugend- und Bildungsbereich oder "Small-scale Partnerships" zum Aufbau erster internationaler Partnerschaften

Erasmus+ Jugend richtet sich an: Jugendliche, Jugendorganisationen, Fachkräfte der Jugendarbeit, Träger der freien Jugendhilfe, Organisationen und Einrichtungen im Jugendbereich, lokale, kommunale & regionale Behörden
Das Europäische Solidaritätskorps (ESK) fördert grenzüberschreitende sowie lokale Aktivitäten, die der Gemeinschaft zugutekommen. Mit der Förderung von freiwilligem Engagement setzt das ESK ein deutliches Zeichen für ein solidarisches und soziales Europa.

Geförderte Aktivitäten:
Freiwilligentätigkeiten: Während des Freiwilligendienstes engagieren sich junge Erwachsene für eine befristete Zeit in einem gemeinnützigen Projekt im Ausland.

Freiwilligenteams: Gruppen junger Menschen aus verschiedenen Ländern zwischen 18 und 30 Jahren arbeiten gemeinsam an einem gemeinnützigen Projekt zwischen zwei Wochen und zwei Monaten. Es richtet sich insbesondere für junge Menschen mit geringeren Chancen.

Solidaritätsprojekte: Bei den Solidaritätsprojekten handelt es sich um lokale Initiativen, die eigenständig von einer Gruppe junger Menschen initiiert und umgesetzt werden.
DiscoverEU bietet allen 18-Jährigen die Möglichkeit, Europa, seine Vielfalt, Kultur und Geschichte mit dem Zug zu entdecken. Bei dem Wettbewerb können junge Menschen, einen Travelpass gewinnen und bis zu 30 Tage in Europa unterwegs sein. Hauptverkehrsmittel ist der Zug, Busse und Fähren können jedoch auch genutzt werden. Flugzeuge sind nur in Ausnahmen erlaubt. Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung, usw. müssen die Teilnehmenden selbst tragen. Allerdings erhalten sie neben dem Travel-Pass auch eine DiscoverEU-Jugendkarte, die zahlreiche Rabatte für kulturelle Aktivitäten, Sport, Lernangebote, Transportmittel, Unterbringung und Verpflegung bietet.

Teilnehmen können Jugendliche mit einem rechtmäßigen Wohnsitz in einem EU-Mitgliedstaat oder in einem Partnerland von Erasmus+ und die in einem bestimmten Zeitraum 18 Jahre alt (geworden) sind. Dieser Zeitraum wird in jeder Bewerbungsrunde angepasst, sodass sich Jugendliche, die aktuell 18-Jahre alt sind, bewerben können.

In der Regel gibt es pro Jahr 2 Bewerbungsrunden.
Im Rahmen von DiscoverEU gibt es finanzielle und organisatorische Unterstützungsangebote für junge Menschen mit geringeren Chancen. DiscoverEU Inklusion will Hindernisse überwinden, die junge Menschen aufgrund von sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen, geografischen, gesundheitlichen oder anderen Hürden haben, um selbstständig eine Reise durch Europa zu unternehmen und ihnen die notwendige Unterstützung für die Reise anbieten, d. h. sie je nach Bedarf bei der Planung und Durchführung der Reise zu begleiten.

In einem DiscoverEU-Inklusionsprojekt können ein bis fünf junge Menschen mit geringeren Chancen mit Wohnsitz in Deutschland für einen begrenzten Zeitraum durch Europa reisen. Organisiert wird das DiscoverEU-Projekt von einer Organisation aus dem Jugendbereich oder einer informellen Gruppe junger Menschen. Die beteiligten jungen Menschen sollen in allen Phasen eine möglichst aktive Rolle haben. Die Förderung umfasst neben dem Travel-Pass auch weitere organisatorische und individuelle Unterstützung und Budget für Inklusionskosten oder Sitzplatzreservierungen in Zügen.
Die EYF fördert europäische Jugendaktivitäten, die von nichtstaatlichen Jugendorganisationen und -netzwerken organisiert werden, wie etwa internationale Jugendbegegnungen, Kampagnen, Seminare und Studienbesuche.

Für die bayerische Jugendarbeit besonders interessant sind Pilotaktivitäten. Diese unterstützen Maßnahmen, die auf die Bedürfnisse junger Menschen auf lokaler Ebene eingehen, eine klare Jugendarbeitsdimension haben sowie auf Methoden der non-formalen Bildung beruhen. Zudem müssen sie einen Beitrag zu den Prioritäten des Jugendbereichs des Europarats, insbesondere zu den Schwerpunktthemen 2025 leisten.

Prioritäten des Jugendbereichs des Europarats: Wiederbelebung der pluralistischen Demokratie, Zugang junger Menschen zu ihren Rechten, friedliche und integrative Gesellschaften sowie Jugendarbeit

Schwerpunktthemen 2025: Menschenrechtsbildung mit und von jungen Menschen sowie Frieden, Konflikttransformation und interkultureller Dialog
Der BJR fördert den internationalen Jugend- und Schulaustausch aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes.

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