Hinweise zum Umgang mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2)

Auf dieser Sonderseite stellt der BJR einige Informationen, Handlungsempfehlungen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQs) für die Jugendarbeit in Bayern zur Verfügung. Der BJR ist bemüht, die Informationen auf dieser Sonderseite laufend zu aktualisieren und insbesondere die Informationen zu den staatlichen Maßnahmen zeitnah nach Verkündung einzupflegen.

(Stand: 20. Oktober 2021, 18:00 Uhr)

Am 2. September 2021 ist die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (14. BayIfSMV) in Kraft getreten, diese wurde mit Inkrafttreten der Verordnung zur Änderung der 14. BayIfSMV am 1. Oktober 2021 bis zum 29. Oktober 2021 verlängert. Eine konsolidierte Lesefassung steht hier zur Verfügung.

Die 14. BayIfSMV hat eine grundlegend andere Systematik als die bisherigen Verordnungen. Insbesondere spielt die Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen innerhalb von 7-Tagen (7-Tage-Inzidenz) praktisch keine Rolle mehr. Maßgeblich ist jetzt die landesweite (!) Hospitalisierung (coronabedingte Krankenhauseinweisungen und Intensivbettenbelegung) bzw. die sog. Krankenhausampel. Wenn diese ein bestimmtes Maß erreicht (gelb, rot), werden zusätzliche Maßnahmen getroffen (vgl. §§ 16, 17 der 14. BayIfSMV). Wenn das relevant wird, dann informiert der BJR auf dieser Seite.

Aktuell ist die Ampel auf „grün“. Es gelten die unten beschriebenen Beschränkungen.

Zudem existieren in der 14. BayIfSMV gegenüber der 13. BayIfSMV kaum noch Sonderregelungen. Das führt zwar mit Blick auf die Maskenpflicht punktuell zu mehr Beschränkungen. Auf der anderen Seite fallen aber die Personenobergrenzen praktisch gänzlich weg und die Regelungen werden einfacher.

Zusammengefasst gilt in Bayern aktuell:

1) Maskenpflicht drinnen (§ 2 der 14. BayIfSMV):

  • In Gebäuden und geschlossenen Räumen einschließlich geschlossener öffentlicher Fahrzeugbereiche (z. B. ÖPNV), Kabinen und Ähnlichem gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske. Freiwillig kann aber auch weiterhin eine FFP2-Maske getragen werden (wenn die Krankenhausampel „gelb“ ist, dann sind FFP2-Masken wieder zwingend – s. u.)
  • Relevante Ausnahmen hiervon sind:
    • Treffen in privaten Räumlichkeiten
    • Am festen Sitz-, Steh- oder Arbeitsplatz, wenn zuverlässig ein Abstand von 1,5 Metern zu Personen aus einem anderen Haushalt gewahrt wird.
    • In der Gastronomie am Tisch
    • Kinder bis zum sechsten Geburtstag und Personen, die aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können.
    • Bei der praktischen Sportausübung

  • Draußen gilt grundsätzlich keine Maskenpflicht. Ausnahmen gibt es in bestimmten Fällen nur für Großveranstaltungen (ab 1.000 Personen) und für Demonstrationen.

2) Ab einer Inzidenz von 35 gilt die „3G-Regel“ drinnen (§ 3 der 14. BayIfSMV):

  • Der Zugang zu geschlossenen Räumen ist bei einer 7-Tage-Inzidenz im Landkreis bzw. in der kreisfreien Stadt von über 35 (nur hier ist wegen der Absprachen auf Bundesebene die 7-Tage-Inzidenz noch relevant) nur mit einem 3G-Nachweis (geimpft, genesen oder getestet) erlaubt.
  • Einschlägige Ausnahmen hiervon gibt es für die Jugendarbeit nicht, da alle Veranstaltungen bzw. Angebote der außerschulischen Bildung erfasst sind.
  • Wichtig für die Jugendarbeit: Getesteten Personen stehen Kinder bis zum sechsten Geburtstag, noch nicht eingeschulte Kinder sowie Schüler:innen, die regelmäßigen Testungen im Rahmen des Schulbesuchs unterliegen (gilt auch schon in den laufenden Sommerferien), gleich.
  • In 3G/3G+/2G Bereichen müssen auch Betreiber, Beschäftigte und Ehrenamtliche mit Kundenkontakt die Impf-, Genesenen- oder Testvoraussetzungen erfüllen, wobei ein entsprechender Testnachweis nur an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche vorgelegt werden muss. Die Kosten für die Schnelltests werden vom Arbeitgeber übernommen.
  • Im Übrigen gibt es für den Testnachweis nach wie vor drei verschiedene Möglichkeiten:
    • Ein PCR-Test, PoC-PCR-Test oder ein Test mittels weiterer Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik, der vor höchstens 48 Stunden durchgeführt wurde.
    • Ein PoC-Antigentest, der vor höchstens 24 Stunden durchgeführt wurde.
    • Ein vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassener, unter Aufsicht vorgenommener Antigentest zur Eigenanwendung durch Laien (Selbsttest), der vor höchstens 24 Stunden durchgeführt wurde.

  • Bei Übernachtungen ist nach dem 3G-Nachweis bei der Ankunft nur ein zusätzlicher Test alle 72 Stunden erforderlich (entfällt für Geimpfte und Genesene).

3) Erleichterungen bei freiwillig weitergehenden Zugangsbeschränkungen (freiwilliges 2G, freiwilliges 3G plus)

2G / 3G plus sind rein freiwillig und eigene Entscheidung jedes Veranstalters oder Betreibers. Die Erleichterungen sind in allen Bereichen möglich, in denen bisher 3G galt. Durch die Anwendung der freiwilligen weitergehenden Zugangsbeschränkungen sind die Maskenpflicht und das Gebot des Mindestabstands aufgehoben. Ebenso entfallen etwaige Personenobergrenzen.

  • Freiwilliges 2G: der Zugang zu Einrichtungen und Angeboten der Jugendarbeit wird nur Geimpften, Genesenen und Personen, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gestattet. 
  • 3G plus: der Zugang zu Einrichtungen und Angeboten der Jugendarbeit wird nur Geimpften, Genesenen, Personen, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben und Personen, die einen PCR-Test, PoC-PCR-Test oder einen Test mittels weiterer Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik, der vor höchstens 48 Stunden durchgeführt wurde, vorweisen können und Schülerinnen und Schülern jenseits des zwölften Lebensjahres, die regelmäßigen Testungen im Rahmen des Schulbesuchs unterliegen, gestattet.
  • Ausnahme bei beiden Regelungen: Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können und dies vor Ort insbesondere durch Vorlage eines schriftlichen ärztlichen Zeugnisses im Original nachweisen, das den vollständigen Namen, das Geburtsdatum und konkrete Angaben zum Grund der Befreiung enthält, bei Vorlage eines Nachweises über einen PCR-Tests, PoC-PCR-Tests oder eines Tests mittels weiterer Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik, der vor höchstens 48 Stunden durchgeführt wurde, können ausnahmsweise zugelassen werden.

Um 2G / 3G plus einzuführen, müssen Anbieter, Veranstalter oder Betreiber von Einrichtungen oder Veranstaltungen:

  • gegenüber Gästen, Besuchern oder Nutzern deutlich erkennbar auf diese Zugangsbeschränkung hinweisen,
  • ein strenges Zutrittsregime (Zugangshindernisse, wirksame Zugangskontrollen mit Identitätsfeststellung etc.) einführen sowie
  • die Absicht entsprechender Zugangsbeschränkung der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorab anzeigen.

4) Keine Personenobergrenzen:

  • Die Personenobergrenzen für private Kontakte und kleinere Veranstaltungen wurden aufgehoben.
  • Sonderregelungen (kein Verbot) gibt es nur für Großveranstaltungen (ab 1000 Personen) und für Demonstrationen.

5) Kontaktdatenerfassung (§ 5 der 14. BayIfSMV):

  • Die Kontaktdatenerfassung ist nur in den in § 5 Abs. 1 der 14. BayIfSMV genannten Bereichen erforderlich.
  • Für die Jugendarbeit relevant sind hier die Pflicht zur Kontakterfassung in der Gastronomie, bei Angeboten mit Übernachtungen bzw. für Beherbergungsbetriebe, bei Tagungen und Kongressen.

6) Individuelles Infektionsschutzkonzept (§ 6 der 14. BayIfSMV):

  • Nach wie vor ist für alle Angebote der außerschulischen Bildung, für Freizeiteinrichtungen jeder Art (z. B. Juz, Aktivspielplatz), für Beherbergungsbetriebe und alle anderen in § 6 Abs. 1 S. 1 der 14. BayIfSMV genannten Bereiche ein individuelles Infektionsschutzkonzept (Schutz- und Hygienekonzept) zu erarbeiten und zu beachten.
  • Hierbei sind die von den Staatsministerien veröffentlichen Rahmenkonzepte, insbesondere für Sport, Beherbergung und Gastronomie, zu beachten
  • Wichtige Ausnahme für die Jugendarbeit: Die Pflicht zur Erstellung eines Infektionsschutzkonzepts entfällt, wenn eine Veranstaltung oder Versammlung weniger als 100 Personen umfasst. Man muss dann aber trotzdem die anderen Regelungen beachten.

7) Krankenhausampel (§§ 16, 17 der 14. BayIfSMV):

  • Alle oben dargestellten Regelungen gelten für den (aktuellen) Fall, dass die Krankenhausampel „grün“ ist.
  • Wenn es zu erhöhten coronabedingten Krankenhauseinweisungen kommt (gelb) oder weiter zu einer erhöhten Intensivbettenbelegung (rot), dann ergreift die Staatsregierung weitere Maßnahmen – beispielsweise wieder generelle FFP2-Maskenpflicht. Dies wird dann aber zusätzlich öffentlich bekannt gemacht.
  • Auch wenn der BJR in diesem Fall möglichst zeitnah hier informiert, müssen die Verantwortlichen bei den Trägern weiterhin die Lage unter www.coronavirus.bayern.de und in den Nachrichten verfolgen.

Für die typischen Angebotsformen der Jugendarbeit bedeutet das:

1) Gruppenstunde, Vorstandssitzung oder anderes Treffen mit absehbarem Personenkreis:

  • Draußen keine Maske und kein 3G-Nachweis
  • Drinnen mit Maske (am Platz bei 1,5 Metern Abstand ohne Maske) und mit 3G-Nachweis (Ausnahme für Schüler:innen beachten)
  • Bei freiwilliger Anwendung der 2G oder 3Gplus-Regelung sind Erleichterungen (Maskenpflicht und Abstandsgebot entfallen) möglich
  • Kein individuelles Infektionsschutzkonzept erforderlich (unter 100 Personen)
  • Keine Kontaktverfolgung notwendig (auch nicht, wenn mitgebrachtes Essen konsumiert wird)
  • Bei Hauptberuflichen: Vorgaben aus der Corona-ArbSchV beachten

2) Tagesausfahrt mit Jugendgruppe (oder mit Besucher:innen aus dem Juz) ohne Übernachtung:

  • Wie Gruppenstunde

3) Ausfahrt mit der Jugendgruppe bzw. Ferienfreizeit mit Übernachtung:

  • 3G-Nachweis bei Ankunft und alle 72 Stunden (Ausnahme für Schüler:innen beachten)
  • Draußen keine Maske
  • Drinnen mit Maske (am Platz bei 1,5 Metern Abstand und beim Essen am Tisch ohne Maske)
  • Bei freiwilliger Anwendung der 2G oder 3Gplus-Regelung sind Erleichterungen (Maskenpflicht und Abstandsgebot entfallen) möglich
  • Kontaktverfolgung notwendig
  • Infektionsschutzkonzept für das Angebot nur notwendig, wenn mehr als 100 Personen (Teilnehmende, Betreuer:innen und andere Helfer:innen) teilnehmen. Allerdings muss das Infektionsschutzkonzept der Übernachtungseinrichtung beachtet werden.
  • Bei Hauptberuflichen: Vorgaben aus der Corona-ArbSchV beachten

4) Offener Betrieb im Jugendzentrum:

  • Draußen (z. B. Garten) keine Maske und kein 3G-Nachweis
  • Drinnen (im Juz) mit Maske (am Platz bei 1,5 Metern Abstand ohne Maske) und mit 3G-Nachweis (Ausnahme für Schüler:innen beachten)
  • Infektionsschutzkonzept erforderlich
  • Kontaktverfolgung nur bei gastronomischem Angebot erforderlich
  • Bei Hauptberuflichen: Vorgaben aus der Corona-ArbSchV beachten

5) Mobiles offenes Angebot draußen (Spielen im Park, Demokratiemobil, usw.):

  • Draußen keine Maske und kein 3G-Nachweis
  • Infektionsschutzkonzept erforderlich
  • Kontaktverfolgung nicht erforderlich
  • Bei Hauptberuflichen: Vorgaben aus der Corona-ArbSchV beachten

6) Streetwork, aufsuchende und mobile Jugendarbeit

  • Es gelten die „normalen“ Vorgaben des Aufenthaltsorts (draußen keine Maske, drinnen und im ÖPNV Maske; 3G-Nachweis für den Zugang zu geschlossenen Räumen) wie im Privaten, da man die Jugendlichen quasi auch im privaten Kontext antrifft.
  • Infektionsschutzkonzept nicht erforderlich
  • Kontaktverfolgung nicht erforderlich
  • Bei Hauptberuflichen: Vorgaben aus der Corona-ArbSchV beachten

FAQs

Hier beantwortet der BJR häufige Fragen zu den Coronamaßnahmen und der Jugendarbeit. Diese Informationen sind nur eine Ergänzung der umfangreichen FAQs des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration und der FAQs des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. Die FAQs der Staatsministerien werden regelmäßig aktualisiert und decken auch viele Fragen aus dem Bereich der Jugendarbeit ab. Es ist daher empfehlenswert, vor Rückfragen an die BJR-Geschäftsstelle auch dort nach Antworten zu suchen. Wenn Ihr dort keine Antworten findet, dann schaut hier nach und meldet Euch im Zweifel gerne bei euren Ansprechpersonen im BJR.

Der BJR hat die Fragen und Antworten nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Wir versuchen damit eine zusätzliche Unterstützung für den praktischen Umgang mit der Corona-Pandemie zu geben. Der BJR kann aber keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernehmen.

Frage: Was gilt für Selbstversorgerhäuser/-hütten?

Antwort (25.9.2021): In der 14. BayIfSMV gibt es nur hinsichtlich des 3G-Nachweises eine Sonderregelung für Beherbergung (bei Ankunft und bei Testnachweis alle 72 Stunden ein erneuter Test). Eine Begrenzung der Gäste pro Wohneinheit existiert nicht mehr. Eine Vollbelegung ist grundsätzlich möglich. Drinnen gilt grundsätzlich Maskenpflicht. Ausgenommen sind hiervon nach dem Rahmenkonzept Beherbergung neben Kindern bis zum sechsten Geburtstag, von der Maskenpflicht befreite Peronen und am Tisch im Restaurantbereich auch der Aufenthalt in der angemieteten Wohneinheit (private Räumlichkeit). Leider behinhaltet das Rahmenkonzept keine Regelung für Schlaflager bzw. Matraztenlager, sondern geht eher von kleinen Hotelzimmern aus. Daher sollte nach BJR-Einschätzung in Schlaflagern bzw. Matrazenlagern trotzdem ein gewisser Abstand (z. B. nur jede zweite Matratze belegen) eingehalten werden.

Frage: Welche Regelungen gelten für selbstverwaltete Jugendtreffs oder offene Räume OHNE pädagogische oder anderweitige Betreuung?

Antwort (25.9.2021): Die dort stattfindenden Treffen sind als private Treffen der jungen Menschen anzusehen, sodass weder Masken- noch 3G-Nachweispflicht besteht.

Frage: Müssen Delegierte und Gäste bei der Vollversammlung eines Stadt-, Kreis- oder Bezirksjugendrings einen 3G-Nachweis vorlegen, wenn die Teilnahme im Rahmen einer beruflichen oder gemeinwohldienlichen ehrenamtlichen Tätigkeit erfolgt? Was ist mit der Ausnahme in § 3 Abs. 1 S. 1 der 14. BayIfSMV („außerhalb einer zum Betrieb oder Durchführung nötigen beruflichen oder gemeinwohldienlichen ehrenamtlichen Tätigkeit“)?

Antwort (25.9.2021, aktualisiert 12.10.2021): Ja, die Delegierten und Gäste müssen in jedem Fall einen 3G-Nachweis erbringen! Die Ausnahme ist eng auszulegen und erfasst ohnehin nur die Tätigkeiten, welche „zum Betrieb oder Durchführung“ nötig sind. Dies ist z.B. das Servicepersonal vom Tagungshaus vor Ort – nicht aber Teilnehmende. Da sich die Gliederungen aber in der Regel bei Dritten (z.B. Tagungshaus der Gemeinde oder eines Verbandes) treffen, sind ohnehin alle (Mitarbeiter der Gliederung, Vorstand, Delegierte, Gäste, usw.) als Gäste des Tagungsorts anzusehen und müssen daher ausnahmslos den 3G-Nachweis erbringen. Die Ausnahme für eine außerhalb einer zum Betrieb oder Durchführung nötigen beruflichen oder gemeinwohldienlichen ehrenamtlichen Tätigkeit spielt daher bei Vollversammlungen praktisch keine Rolle.

Frage: Müssen hauptberufliche Mitarbeitende einen 3G-Nachweis gegenüber ihrem Arbeitgeber erbringen, wenn im an dem Arbeitsort (z. B. Übernachtungseinrichtung oder Juz) ein 3G-Nachweis für alle Personen erforderlich ist? Was kann der Arbeitgeber (Jugendverband, Jugendring oder anderer Träger) machen, wenn die/der Mitarbeitende keinen Nachweis erbringt und einen Test verweigert?

Antwort (3.9.2021): Ja, aber mit Ausnahmen: Wenn der Einsatzort des Mitarbeitenden einen 3G-Nachweis erfordert (z. B. Beherbergung bei Dritten – also nicht beim eigenen Träger), dann muss sie/er diesen auch nachweisen. Bei Dritten spielt es insoweit keine Rolle, ob die Person hauptberuflich, ehrenamtlich oder privat da ist.

Beispiel: Ein bei einem Jugendring angestellter pädagogischer Mitarbeiter übernachtet mit einer Jugendfreizeit in einer Jugendherberge. Der Mitarbeiter muss dann gegenüber der Jugendherberge einen 3G-Nachweis erbringen.

Wenn allerdings der Arbeitgeber selbst der Anbieter, Veranstalter oder Betreiber i. S. v. § 3 Abs. 1 S. 2 der 14. BayIfSMV ist, dann besteht gem. der Ausnahme in § 3 Abs. 1 S. 1 der 14. BayIfSMV („außerhalb einer zum Betrieb oder Durchführung nötigen beruflichen oder gemeinwohldienlichen ehrenamtlichen Tätigkeit“) keine 3G-Nachweispflicht.

Beispiel: Mitarbeiterin im Jugendzentrum des eigenen Arbeitgebers

Der Arbeitgeber ist aber nach der Corona-ArbSchV (Link) nach wie vor verpflichtet, seinen Mitarbeitenden mindestens zweimal in der Woche Corona-Tests (PCR-Test oder professionell/selbst angewendete Antigen-Schnelltests) anzubieten. Wegen der Verantwortung gegenüber und in einem solidarischen Verhalten mit Kindern und Jugendlichen empfiehlt der BJR den ungeimpften und nicht genesenen Kolleg:innen mit Kontakt zu jungen Menschen dringend, sich freiwillig zu testen. 

Sollte der Einsatz einer/eines Mitarbeitenden von einem 3G-Nachweis abhängen (z. B. Einsatz im Ferienprogramm mit Übernachtung bei Dritten), sich die/der Mitarbeitende trotz Aufforderung keinen Nachweis erbringen, dieser Einsatz zum vertraglichen Aufgabenbereich gehören und keine andere Einsatzmöglichkeit bestehen, dann kann die/der Mitarbeitende insoweit ohne Entgeltfortzahlung freigestellt werden. Dies und auch andere arbeitsrechtliche Maßnahmen müssen aber im Einzelfall bewertet werden. In jedem Fall – wie auch sonst – sollte das Gespräch und eine einvernehmliche Lösung gesucht werden.

Frage: Besteht die Maskenpflicht auch bei Ausflügen mit privaten PKW?

Antwort (3.9.2021): Die Maskenpflicht gilt nur in „geschlossenen öffentlichen Fahrzeugbereichen“ – gemeint ist v. a. der ÖPNV. In privaten PKWs und Kleinbussen (9-Sitzer) gilt keine Maskenpflicht.

Frage: Welche Vorgaben sind zu beachten, wenn Angebote/Veranstaltungen drinnen und draußen (insbesondere wetterabhängig) stattfinden?

Antwort (3.9.2021): Es sind die jeweils unterschiedlichen Bestimmungen für drinnen und draußen zu beachten. Wenn eine Veranstaltung zunächst draußen gestartet ist, also ohne Maske und 3G-Nachweis, dann muss bei einer Verlegung nach drinnen die Überprüfung der 3G-Nachweise nachgeholt werden (Ausnahme für Schüler:innen beachten – s. o.) und die Maske getragen werden (entfällt am Platz, wenn 1,5 Meter Abstand gewahrt wird). Wenn man flexibel sein will, dann sollte man für den Notfall noch Selbsttests mitführen. Eine Maske sollte ohnehin jede:r dabei haben.

Frage: Ist der Verkauf und Verzehr von Getränken und Speisen im Juz erlaubt?

Antwort (3.9.2021): Ja, allerdings muss das Juz dann auch die Kontaktdatenverfolgung sicherstellen. Ein Infektionsschutztkonzept braucht das Juz sowieso. Zusätzlich müssen die speziellen Vorgaben für die Gastronomie (Rahmenkonzept kommt noch, Stand 3.9.2021) eingehalten werden. Es bleibt weiterhin bei der Maskenpflicht drinnen. Nur (!) am Tisch darf die Maske abgenommen werden.

Frage: Welche Regelungen hinsichtlich 3G, Abstand und Maske gelten bei externen Veranstaltungen (z. B. VHS-Kurse, Geburtstagsfeiern, Vereinssitzungen) in Einrichtungen der Jugendarbeit?

Antwort (9.9.2021): Wenn in der Einrichtung parallel noch andere Gruppen oder Angebote der außerschulischen Bildung (z. B. Juz-Betrieb) sind, dann gilt die 3G-Nachweispflicht und grundsätzlich Maskenpflicht drinnen (Ausnahme bei festen Sitz-, Steh- oder Arbeitsplätzen, wenn der Abstand von 1,5 Metern gewahrt wird). Nur wenn die Einrichtung exklusiv an eine private Gruppe vermietet wird, dann handelt es sich um eine private Veranstaltung und es gelten keine 3G-Nachweispflicht und keine Maskenpflicht. Hier sollte seitens des Trägers aber ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass die Gruppe selbständig die für sie geltenden Regelungen prüfen und beachten müssen. 

Darüber hinaus kann der Veranstalter die 2G- oder 3Gplus-Regelung freiwillig anwenden, siehe 3.

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