Fünge junge Menschen unterhalten sich

Die Aktivierungskampagne

Der BJR führt im Auftrag des Sozialministeriums eine sogenannte Aktivierungskampagne durch. Die Kampagne hat zwei Bestandteile: Zum einen geht es um eine bayernweite Medienkampagne für Kinder und Jugendliche, die auf die vielfältigen Angebote von Jugendarbeit aufmerksam macht. Zum anderen geht es um Fördermaßnahmen, die vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie Perspektiven für Kinder und Jugendliche schaffen, die Partizipationsmöglichkeiten junger Menschen stärken und die Jugendarbeit unterstützen. 

Beide Bestandteile der Aktivierungskampagne sollen der durch die Corona-Pandemie verursachten Isolation und Passivität junger Menschen sowie dem Frust und der Erschöpfung vieler Mitarbeitender in der Jugendarbeit entgegenwirken. Hauptziel soll dabei sein, junge Menschen und Mitarbeitende der Jugendarbeit (wieder) neu für die vielfältigen Angebote der Jugendarbeit vor Ort zu gewinnen. 

Die Aktivierungskampagne gehört zum Konzept zur außerschulischen Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales, das den BJR mit der Durchführung und Umsetzung beauftragt hat.

Ein kurzer Überblick über die beiden Bestandteile der Aktivierungskampagne: 

  • Die Medienkampagne richtet sich an Kinder, Jugendliche und Ehrenamtliche aus der bayerischen Jugendarbeit. Sie startet Ende Oktober 2022 und läuft bis Ende 2023. Der BJR führt die Medienkampagne zusammen mit einer Kommunikationsagentur durch.
  • Mit zusätzlichen Fördergeldern können Jugendringe und Jugendverbände wieder mehr Veranstaltungen organisieren oder Projekte durchführen. Die Fördermittel sind bis 31.12.2022 befristet und können nicht ins nächste Jahr übertragen werden.

Die Medienkampagne

(Stand: September 2022)

Zusammen mit dem BJR hat eine Kommunikationsagentur eine bayernweite Medienkampagne entwickelt. Sie richtet an Kinder und Jugendliche sowie Ehrenamtliche und Fachkräfte in der Jugendarbeit im Freistaat. 

Der Stand der Dinge

Wegen des finanziellen Gesamtumfangs der Medienkampagne führte der BJR zusammen mit einer auf Ausschreibungen spezialisierten Agentur ein komplexes europaweites Vergabeverfahren durch. Die Zusammenarbeit mit der ausgewählten Kommunikationsagentur ist mittlerweile gestartet. Zusammen mit dem BJR bereitet sie den Kampagnenauftakt im Rahmen der BJR-Vollversammlung  von 21. bis 23.10.2022 vor. 

Die Medienkampagne wird bis 31.12.2023 laufen. Für Jugendringe, Jugendverbände und andere Akteur:innen der Jugendarbeit wird es vielfältige Beteiligungs- und Unterstützungsmöglichkeiten geben, zum Beispiel ein Beteiligungskonzept für Kooperationspartner:innen und ein Veranstaltungskonzept. 

Die Hintergründe

Die Corona-Pandemie hatte bzw. hat immer noch drastische Folgen – sowohl für die jungen Menschen in Bayern selbst als auch für die Jugendarbeit. Deswegen hat der Freistaat Bayern den BJR beauftragt, eine Medienkampagne durchzuführen – um auf die Folgen aufmerksam zu machen und um ihnen bestmöglich entgegenzuwirken. 

Das Signal, das die Kampagne an junge Menschen sowie ehrenamtliche und hauptamtliche aus der Jugendarbeit aussenden soll: Die Angebote der Jugendarbeit waren durch Corona sehr eingeschränkt, aber nie ganz weg. Jetzt sind sie aber wieder gestärkt zurück und gehen weiter.

Die Idee

Die zentrale Idee der Medienkampagne besteht darin, ohne Appelle und Imperative auf dem Gefühl aufzusetzen, das die meisten jungen Menschen nach über zwei Jahren Pandemie haben – dem Gefühl, vor allem Orte von Gemeinschaft und Gemeinsamkeit verloren zu haben.

Die Medienkampagne bringt diese Orte zurück – symbolisch und anhand von konkreten Beispielen aus der Jugendarbeit in Bayern. Sie motiviert und aktiviert, sich dieser Orte (wieder) bewusst zu werden und sich – abhängig von den eigenen Interessen – für einen Ort zu entscheiden. 

Von Anfang an war außerdem klar: Auf den Anzeigen und in den Videos sind authentische junge Menschen und junge Ehrenamtliche aus der Jugendarbeit in Bayern zu sehen.

Der Plan

Die Kampagne startet Ende Oktober 2022 im Rahmen der BJR-Vollversammlung und läuft bis Ende 2023. Sie wird in ganz Bayern sichtbar sein. Geplant ist eine kreative, crossmediale Kommunikationskampagne. Sie wird in ganz unterschiedlichen Medien, auf verschiedenen Kanälen und in vielfältigen Formaten ausgespielt werden.

Wegen der Zielgruppe wird ihr Schwerpunkt im digitalen Raum bzw. in den sozialen Medien liegen. Aber auch Plakate und analoge Kommunikation vor Ort wird es geben. 

Förderung 

(Stand: 14.02.2022)

Im Rahmen der Aktivierungskampagne werden als Zeichen der Wertschätzung und um die Jugendarbeit in Bayern nach der Covid-19-Pandemie wieder zu stärken, einmalig zusätzliche Mittel durch die Bayerische Staatsregierung zur Verfügung gestellt. Durch zusätzliche Mittel sollen Jugendringe und Jugendverbände sowie die weiteren Arbeitsfelder in der Jugendarbeit in die Lage versetzt werden, schnell, unkompliziert Veranstaltungen für junge Menschen durchzuführen.

HINWEIS
Über die finanztechnische Abwicklung wurden die Jugendringe als auch die Jugendverbände auf Landesebene gesondert mittels Brief informiert. 

Für folgende Bereiche stehen zusätzliche Mittel zur Verfügung: 

Veranstaltungen

Für die Durchführung von Veranstaltungen stehen folgende Mittel zur Verfügung, um junge Menschen wieder miteinander in Kontakt zu bringen.

  • für die 96 Jugendamtsbezirke: je 44.000 EUR, als Zuweisung durch den BJR an die jeweiligen Kreis- und Stadtjugendringe 
  • für die sieben Bezirke je 110.000 EUR, als Zuweisung durch den BJR an die jeweiligen Bezirksjugendringe
  • im Rahmen von "Let´s meet again" bis zu 200 Veranstaltungen mit je 1.500 EUR (weitere Infos finden Sie auf dieser Seite weiter unten) 

Fachprogramme

Folgende Fachprogramme werden um insgesamt 1.257.500 EUR erhöht:

  • Medienpädagogik
  • Demografie und Partizipation
  • Integration
  • Inklusion

Basisförderung

In der Basisförderung sollen zusätzlich 800.000 EUR bereitgestellt werden, die zu gleichen Teilen von den 36 landesweit tätigen Jugendverbänden beantragt werden können. 

Besondere Förderungsaufgaben

Durch die Erhöhung der Besonderen Förderaufgaben um 181.500 EUR sollen diverse Zuwendungsempfänger analog zu den Jugendverbänden und Gliederungen in die Lage versetzt werden, bereits geplante und ggf. auch neue Maßnahmen ermöglicht werden.

Infos zu Let´s meet again

Im Rahmen von Let´s meet again stehen 300.000 EUR zur Verfügung, mit denen 200 Maßnahmen von Einrichtungen der Jugendarbeit gefördert werden.

Die Fördermittel sind weitestgehend vergeben. Bitte nehmen Sie vor einer Antragstellung Kontakt zu uns auf.

Zuwendungsfähige Kosten

Im Rahmen der Aktivierungskampagne sind

  • Personalkosten,
  • Sachkosten (inkl. Öffentlichkeitsarbeit) und
  • Honorarkosten

zuwendungsfähig.

Antragstellung

Um die Mittel abzurufen, müsst Ihr auf dem vom BJR bereitgestellten Formular die geplante Maßnahme (z.B. Tag der offenen Tür eines Jugendtreffs) und die zu erwartenden Kosten kurz beschreiben. Der Antrag ist postalisch an den BJR, zu Händen Michael Waldhäuser, zu senden. Über die Zuwendung erhaltet Ihr einen Bewilligungsbescheid. Der Nachweis der Verwendung erfolgt durch einen kurzen Sachbericht und eine Kostenaufstellung.

Was gilt es noch zu beachten?

  • Die Aktivierungskampagne ist bis 31.12.2022 befristet.
  • Die Mittel können nicht ins nächste Jahr übertragen werden.
  • Der Zeitpunkt der Kostenentstehung für die Aktivitäten muss im Kalenderjahr 2022 liegen.
  • Bei allen Aktivitäten muss folgender Hinweis zwingend verwendet werden: „Dieses Projekt wird aus dem ‚Bayerischen Aktionsplan Jugend‘ des Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales durch den Bayerischen Jugendring gefördert.“
    Bei allen Informations- und Publizitätsmaßnahmen müssen die Logos des Bayeri-schen Jugendrings, zum Aktionsplan Jugend und die Wort-Bildmarke des StMAS enthalten sein. Die Logopakete stehen unter www.bjr.de/aktivierungskampagne zum Herunterladen zur Verfügung.
  • Über die Verwendung der Mittel muss ein Verwendungsnachweis gemäß den Allgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P) erstellt werden. Dieser beinhaltet neben einem Sachbericht auch eine Einzelaufstellung aller Einnahmen und Ausgaben entsprechend der Gliederung des Finanzierungsplans. Aus der Aufstellung müssen Tag, Empfänger/Einzahler sowie Grund und Einzelbetrag jeder Zahlung ersichtlich sein (siehe Nr. 6.1.4 ANBest-P).
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