Die Fahnen der EU, von Belgien, Deutschland und Bayern

Lunch-Debate in Brüssel am 04.03.2020: „Inclusive Youth and Education Programmes”

Die Veranstaltung thematisierte Inklusion in den Programmen Erasmus+ und Europäischer Solidaritätskorps. Sie fand in Kooperation mit der Vertretung von Caritas Deutschland in Brüssel sowie dem Europäischen Netzwerk Don Bosco Youth Net statt.

Beim Working-Lunch des BJR kamen 90 Gäste aus den Europäischen Institutionen und Netzwerken im Caritas Haus in Brüssel zusammen, in dem auch der BJR sein Europabüro hat. Thema der Veranstaltung zur Mittagspause war Inklusion in den Jugend- und Bildungsprogrammen der EU. Petra Kammerevert, MEP und Berichterstatterin für Erasmus+ sowie Sophia Eriksson Waaterschoot, Direktorin der Europäischen Kommission und zuständig für Erasmus, diskutierten unter anderem mit Ronald de Haan, ein Jugendarbeiter der ein Praxisprojekt aus den Niederlanden vorstellte und den Gästen der Veranstaltung, wie der Rahmen für inklusive internationale Projekte verbessert werden kann. „Die Mehrkostenfinanzierung für Inklusion ist gut investiertes Geld“, sagte Frau Kammerevert, MEP, die sich für ein erhöhtes Erasmus+ Budget im Europäischen Parlament einsetzt.  Friederike von Voigts-Rhetz, Referentin für Inklusion beim BJR, beurteilt des politischen Austauschs als sehr gelungen und als „einen wichtigen Schritt für uns die Weichen nicht nur regional sondern auch auf europäischer Ebene richtig zu stellen.“ Die einhellige Meinung auf dem Podium mit Frau Eriksson und Herrn de Haan war, dass es gut ist an der Umsetzung von Inklusion dran zu bleiben, weiter zu arbeiten und vor allem auch mehr Flexibilität in der Antragstellung und Umsetzung für die Organisationen zu schaffen. Lea Sedlmayr, aus dem Europabüro des BJR, zieht als Fazit: „Es war eine tolle Veranstaltung und Plattform, die verschiedenen Akteure zusammen zu holen und gemeinsam über Lösungen der Inklusionsfrage zu diskutieren. Es haben sich sehr viele Leute die Zeit genommen zu kommen, was Besseres konnte uns nicht passieren“.

Link zu den gemeinsamen Empfehlungen zur Umsetzung

Lunch-Debate in Brüssel am 24.09.2019: „The contribution of interreligious youth work projects to democracy and cohesion in Europe“

Die Veranstaltung zur Frage, ob interreligiöser Dialog notwendig für die Demokratie in Europa ist, fand in Kooperation mit der Kommission der Bischofskonferenzen der EU (COMECE) statt. Der BJR reiste mit einer Delegation seines aktuellen Projektes “Dialog für Demokratie” an und stellte dieses bei der Mittagsveranstaltung vor.

Als Zusammenarbeit christlicher und muslimischer Jugendverbände des BJR stieß das Projekt in Brüssel auf offene Ohren und Türen. Die bayerischen Teilnehmer_innen des BJR-Projekts „Dialog Für Demokratie“ hatten drei Tage die Möglichkeit, mit Brüsseler Entscheidungsträger_innen zu diskutieren und sich mit Vertreter_innen verschiedener Religionen und europäischen Netzwerken auszutauschen. Die erste Mittagsveranstaltung des BJR in Brüssel zog ein großes Publikum an. Vor über 60 Gästen debattierten die Projektverteter_innen in den Räumen der COMECE auf dem Podium mit Jan Olbrycht, MEP und Florencia van Houdt (Europäische Kommission). Grußworte sprach der neugewählte Generalsekretär der COMECE, Fr. Manuel Barrios Prieto.

Eva Jelen (Mitglied des BJR-Landesvorstands) freute sich sehr über das große Interesse am Thema, die angeregte Diskussion und über die vielen Rückmeldungen von EU-Akteur_innen, die das Projekt „Dialog Für Demokratie“ und die Mittagsveranstaltung als echte Inspiration bezeichneten.

Zum “Projekt Dialog für Demokratie”

Erstwähler_innen-Veranstaltung am 06.04.2019 zur Europawahl 2019 in München

Die Veranstaltung mit 134 jungen Menschen aus ganz Bayern, die im Mai 2019 zum ersten Mal an der Europawahl teilnehmen werden, fand im Prinz-Carl-Palais in München statt, und in Kooperation mit der Bayerischen Staatskanzlei und dem Verbindungsbüro des Europäische Parlaments.

Arbeit, Digitalisierung, Integration, Klimawandel, Menschenrechte bis hin zu Sicherheit und sozialen Fragen, das waren Themen, die Erstwähler_innen und junge Erwachsene aus ganz Bayern am vergangenen Samstag mit den Abgeordneten des Europäischen Parlaments, Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP), Ismail Ertrug (SPD) Barbara Lochbihler (Die Grünen), Prof. Dr. Angelika Niebler (CSU) verhandelten. „Junge Menschen haben begriffen, dass es bei der nächsten Europawahl ums Ganze geht. Nämlich um ein friedliches, demokratisches, vielfältiges, klimabewusstes Europa. Mit dieser Veranstaltung wollten wir dem politischen Interesse von jungen Erwachsenen ein Podium geben und ihnen ermöglichen direkt in ein Gespräch mit Politiker_innen zu gehen“, so Matthias Fack, BJR-Präsident. Europaminister Dr. Florian Herrmann, der mit Luisa Bätz, Landesleitung Bayerisches Jugendrotkreuz, und Hekar Ninos, Vorstand AJM-Landesverband Bayern, im Podiumsgespräch war, zeigte sich begeistert: „Es freut mich sehr, dass die Veranstaltung auf so großen Zuspruch bei den jungen Menschen gestoßen ist. Wir brauchen so engagierten Nachwuchs in der Politik, um Europa im Interesse der Bürgerinnen und Bürger weiterzuentwickeln und fit für die Herausforderungen unserer Zeit zu machen. Dabei ist mir besonders wichtig, dass gerade die jungen Stimmen Gehör finden, denn es geht vor allem um ihre Zukunft!“

Einführungsveranstaltung in Bayern zum Europäischen Solidaritätskorps am 01.04.2019 in München

Bei der ESK-Einführungsveranstaltung wurde das neue EU-Bildungsprogramm mit seinen einzelnen Programmteilen vorgestellt. Die Veranstaltung fand in den Räumen des Ministeriums für Familie, Arbeit und Soziales statt, das StMAS war Kooperationspartner sowie die Nationale Agentur Jugend für Europa.

Neue Geschichten über Europa zählen, Solidarität und Zusammenhalt in Vielfalt leben, das sind die Grundgedanken des neuen EU-Programms zum Europäischen Solidaritätskorps (ESK). Das ESK ist ein neues EU-Programm, der ESK wird von Jugend für Europa organisiert. Zielgruppe sind junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren, die gesellschaftlich etwas bewegen wollen.

Das Grußwort für die Veranstaltung sprach Matthias Fack, BJR-Präsident, der unter anderem die Bedeutung von #Europa für junge Menschen betonte und deutlich machte, dass es auch immer darum gehe, neue Geschichten von und aus Europa zu erzählen. Mehr zum Europäischen Solidaritätskorps (ESK)

„Europa - zurück in die Zukunft?!“ – Jugendpolitischer Jahresauftakt des BJR in Gauting am 25.02.2019

Der alljährliche Jugendpolitische Jahresauftakt des BJR widmet sich jedes Jahr einem aktuellen Thema. Anlässlich der Wahlen für das Europäische Parlament im Mai 2019 stand der Jahresauftakt 2019 ganz im Zeichen Europas.

„Europa – zurück in die Zukunft?!“ - so lautete das Motto des Jugendpolitischen Jahresauftakts, zu dem der BJR Spitzenkandidat_innen für das Europäische Parlament eingeladen hatte. Angesichts antieuropäischer Kräfte machte BJR-Präsident Matthias Fack deutlich, weshalb der BJR diesen Titel gewählt hatte: „Wir wollen, dass ein starkes Signal von hier ausgeht und zeigt, dass wir für ein buntes, vielfältiges, offenes Europa stehen.“ Geht es um die Wiederbelebung Europas, nimmt die verbandliche außerschulische Bildung eine Schlüsselrolle ein.

Jenseits parteipolitischer Unterschiede waren sich die Diskutant_innen – Benjamin Adam (SPD), Phil Hackemann (FDP), Henrike Hahn (Bündnis90/Die Grünen), Tobias Gotthardt (Freie Wähler, Vorsitzender des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten im Bayerischen Landtag) und Bernd Posselt (CSU) einig: Als überzeugte Verfechter_innen der europäischen Idee werben sie mit Blick in die friedvolle Vergangenheit der letzten Jahrzehnte um Vertrauen ‑ für eine gute Zukunft.

Tobias Gotthardt betonte in seinem Grußwort: „Wir erleben eine Spaltung in der EU und eine Welt, in der Respekt verlorengeht.“ Gerade die Jugendarbeit könne ein gutes Miteinander und Begegnungen möglich machen. Für grenzübergreifenden, internationalen Jugendaustausch müssten allerdings entsprechende Mittel vorhanden sein.

Europäische Jugendpolitik versteht der BJR als Querschnittspolitik. Junge Menschen formulierten deshalb ihre Interessen und Anliegen an die Politik, darunter: weniger Bürokratie, echte Beteiligungsmöglichkeiten und ein Wahlrecht ab 14 Jahre, mehr Chancen für die Jugend.

Tobias Winkler, Leiter des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in München, stellte die Informations-Kampagne des Europäischen Parlaments zu den Europawahlen vor. Die Zustimmung zu Europa unter jungen Menschen ist groß und liegt bei teils 70 bis 80 Prozent. Aber die Wahlbeteiligung bei 18- bis 24-Jährigen in Deutschland liegt unter 30 Prozent. Dass die Wahlen unter Erstwähler_innen so schwach angenommen werden, sei alarmierend. An einem Scheidepunkt der EU heißt die Devise deshalb: #diesmalwaehlich #thistimeimvoting #waehlengehen #europaistbauchgefuehl

Jugend bewegt Europa, 4.11.2016, Würzburg

Veranstaltung zum 20. Jubiläum des Europäischer Freiwilligendienst

Der Europäische Freiwilligendienst wird 20 Jahre alt. Aus diesem Grund veranstaltete der Bayerische Jugendring mit Unterstützung der Jugendbildungsstätte Unterfranken und in Kooperation mit Jugend für Europa am 4. November 2016 eine Podiumsdiskussion mit Empfang unter dem Titel "Jugend bewegt Europa" in Würzburg. Die Gäste der Podiumsdiskussion waren Thomas Mütze, MdL, Manuela Dillenz (IN VIA Würzburg) von Seiten der Träger sowie Rebecca Gehrsitz und Alicia Herraiz Lozano als Ehemalige Europäische Freiwillige. Leider musste krankheitsbedingt die Abgeordnete des Europäischen Parlaments Kerstin Westphal kurzfristig absagen.

Zur Veranstaltung waren aktive und ehemalige Freiwillige im EFD, im Freiwilligen Sozialen Jahr und Freiwilligen Ökologischen Jahr sowie Trägerorganisationen, interessierte Jugendliche, Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Die Gäste kamen zahlreich, es wurde leidenschaftlich diskutiert und auch Optimierungsbedarfe benannt. Eines wurde dabei deutlich: Der EFD ist eine große Chance, für junge Menschen selbst sowie für Europa!

Hintergrund: Der Europäische Freiwilligendienst (EFD) ist eine europäische Erfolgsstory. Mit ihm hat die EU seit 1996 Zehntausende junger Menschen dazu bewegt, sich für ein friedliches, offenes und solidarisches Europa zu engagieren. Im Rahmen des EFD engagieren sich pro Jahr ca. 10.000 Jugendliche in gemeinnützigen Projekten in ganz Europa. Ob in Flüchtlingsprojekten, im Umweltbereich oder in Kindergärten: Junge Europäische Freiwillige kommen aus über 30 Ländern, erfahren europäische Realitäten im Umfeld ihres Einsatzortes und begeistern sich für europäische Themen. Der EFD ist ein echter europäischer Dienst, denn er wird in ganz Europa angeboten. Und er ist ein Dienst für alle jungen Menschen, denn er ist kostenlos und fragt nicht nach schulischen Erfolgen oder sozialem Hintergrund.  

Auch die Effekte sind nachhaltig:

  • Bei 85 % der Teilnehmer ist das Bewusstsein für gemeinsame europäische Werte – wie Menschenrechte, Demokratie oder Toleranz – nach dem Projekt gestiegen.
  • 82 % interessieren sich nach dem Projekt mehr für europäische Themen als vorher.
  • 74 % der Teilnehmer setzen sich stärker als früher gegen Diskriminierung, Intoleranz und Rassismus ein.
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Delegationsfahrt der Landesvorstandsarbeitsgruppe Europäische Jugendpolitik, 08.-11.12.2015, Brüssel

Im Dezember fuhr die Landesvorstandsarbeitsgruppe "Europäische Jugendpolitik" als Delegation des BJRs mit dem neuen und erst kürzlich beschlossenen Positionspapier des Bayerischen Jugendrings nach Brüssel, um es dort vor zu stellen und zu diskutieren. Unter anderem konnten wir mit den Abgeordneten des Europäischen Parlaments Manfred Weber (CSU), Kerstin Westphal (SPD), Ulrike Müller (Freie Wähler) und Petra Kammerevert (SPD, Mitglied im CULT-Ausschuss) sprechen. Außerdem standen Termine in der Europäischen Kommission, der Bayerischen Vertretung, dem Ausschuss der Regionen und dem Europabüro der Bayerischen Kommunen auf dem Programm.

Die Landesvorstandsarbeitsgruppe "Europäische Jugendpolitik" begleitet das europapolitische Engagement des BJRs, berät den Landesvorstand und setzt sich aus Jugendringen, Jugendverbänden, kommunaler Jugendarbeit und Geschäftsstelle des BJRs zusammen.