Jugendarbeit braucht Naturzugänge

Die Delegierten der 154. Vollversammlung des Bayerischen Jugendrings beauftragen den BJR-Landesvorstand, bis zur 156. BJR-Vollversammlung ein Positionspapier zum Thema "Naturerfahrungen und Naturschutz in der Jugendarbeit" vorzulegen.

Kinder und Jugendliche haben das Recht und das Bedürfnis, Natur zu erleben. Mit ihren Angeboten der außerschulischen Jugendbildung ermöglicht die Jugendarbeit in Bayern Kindern und Jugendlichen, die sie umgebende Natur wertzuschätzen und sich verantwortungsvoll in ihr zu bewegen. Um diesen Zweiklang zwischen Natur schätzen und schützen zu lernen, braucht es die Möglichkeit, Naturräume zu erfahren. Generelle Einschränkung und weiträumige Zugangsverbote stehen hierzu im klaren Widerspruch.

Dies verkennt nicht die Tatsache, dass wertvolle und ungestörte Lebensräume für Flora und Fauna geschützt werden müssen.

Dass beide Forderungen nicht im Gegensatz stehen und sich sogar gegenseitig befruchten können, zeigen die Delegierten, indem sie den Landesvorstand des Bayerischen Jugendrings damit beauftragen bis zur 156. Vollversammlung ein Positionspapier zu erarbeiten, das analog zu den Qualitätsstandards der Erlebnispädagogik, Naturerfahrungen und Naturschutz in der Jugendarbeit verbindet.

Zudem wird der BJR-Landesvorstand aufgefordert, auf das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen einzuwirken, die Isarverordnung so zu gestalten, dass weiterhin eine Nutzung der Isar für Kinder und Jugendliche und für Zwecke der Jugendarbeit unter Berücksichtigung von Umweltschutzaspekten möglich ist.