Positionierung für Integration und Menschenfreundlichkeit

Die Delegierten des 148. Hauptausschusses des Bayerischen Jugendrings sind entsetzt über den hohen Zuspruch für rechtspopulistische, demokratie- und menschenfeindliche Positionen, die sich in den Wahlergebnissen der Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz sowie der Kommunalwahl in Hessen wiederspiegeln.

Wir bewerten diese Ergebnisse als ernstzunehmende Warnung an die demokratischen Parteien und an die Zivilgesellschaft. Die bayerische Jugendarbeit setzt sich seit vielen Jahren für Integration und gegen Rassismus ein. Wir stehen für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft. Rassismus, Nationalismus und Rechtsextremismus werden von uns entschieden abgelehnt. Die Beteiligung junger Menschen auf allen Ebenen ist Grundlage und Ausgangspunkt für selbstbestimmtes Handeln. Dabei spielen werteorientierte Bildungsarbeit und das Einüben und das Erleben demokratischer Strukturen eine entscheidende Rolle. Wir fordern die bayerischen Politikerinnen und Politiker auf, in der politischen Debatte und gesellschaftlichen Diskussion allen Formen von Rassismus, Nationalismus und Rechtspopulismus entschieden entgegen zu treten, sich auf die verfassungsmäßigen Grundrechte zu besinnen, sich für Demokratie und die freiheitlich demokratische Grundordnung stark zu machen und damit für Integration und Menschenfreundlichkeit einzustehen.

Beschlossen vom 148. Hauptausschuss des Bayerischen Jugendrings vom 18. bis 20. März 2016