Prävention von Glücksspielsucht bei jungen Menschen

Der Bayerische Jugendring fordert die Sicherstellung von Jugendschutzregelungen, der Minderjährigen die Spielteilnahme bei Glücksspielen und Sportwetten untersagt, seitens der Anbieter im Internet sowie vor Ort in Wettbüros.

 Zudem ist eine effektivere Kontrolle durch die Behörden vor Ort notwendig. In puncto Werbung schließt sich der Bayerische Jugendring den Forderungen des Fachbeirats Glücksspielsucht an und fordert, dass grundsätzlich jegliche Werbung für jegliches Glücksspiel untersagt werden soll. InBezug auf Glücksspiele im Internet fordert der Bayerische Jugendring die Stärkung und den Ausbau von medienpädagogischen Angeboten und aktiven Medienprojekten mittels derer junge Menschen ohne erhobenen Zeigefinger den Umgang mit Medien erlernen und auf Gefahren und Risiken aufmerksam werden. Hierbei kann auf die Kompetenzen und Erfahrungen der Medienfachberatungen in den Bezirken zurückgegriffen werden. Unerlässlich ist dabei ein verbesserter gesetzlicher Jugendmedienschutz insbesondere bei kostenfreien Glücksspielsimulationen und Demo-Spielen im Rahmen von Computerspielen und Apps.Darüber hinaus wird der Landesvorstand des Bayerischen Jugendrings beauftragt im Bereich Prävention gegen Glücksspielsucht eng mit der Aktion Jugendschutz Bayern e.V. zusammenzuarbeiten. Hierzu sollen mithilfe von insbesondere digitalen Informationsmaterialien und Fortbildungsmöglichkeiten vor allem ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen in der Jugendarbeit sensibilisiert werden. Ziel soll vor allem die Aufklärung junger Menschen sein, um mit ihnen über Risiken und Anhaltspunkte der Glücksspielsucht ins Gespräch zu kommen. Wichtig ist hierbei diese Materialien fortwährend den realen Lebenswelten junger Menschen anzupassen.

Beschlossen vom 148. Hauptausschuss des Bayerischen Jugendrings vom 18. bis 20. März 2016