Themen für den Koalitionsvertrag

Die Delegierten der 153. Vollversammlung des Bayerischen Jugendrings setzten sich nach der bayerischen Landtagswahl mit jugendpolitischen Forderungen auseinander, die besonderss bei einer Koalitionsvereinbarung berücksichtigen sind.

Der Bayerische Jugendring (BJR) bekräftigt mit Blick auf die neue Zusammensetzung des Parlaments nach den Landtagswahlen 2018 seine jugendpolitischen Forderungen.

Er appelliert an die Landtagsabgeordneten, alle Gruppierungen der Gesellschaft - insbesondere diejenigen, denen sie selbst nicht angehören - anzuhören, deren Bedarfe ernst zu nehmen und zu unterstützen. Dies gilt insbesondere für Gruppierungen, z. B. Kinder und Jugendliche, die die Zusammensetzung im Landtag nicht beeinflussen können.

Das Durchschnittsalter der Abgeordneten im Bayerischen Landtag liegt bei 50,9 Jahren. Dieses im Vergleich zur Zusammensetzung im letzten Landtag geringfügig niedrigere Durchschnittsalter spiegelt bei Weitem nicht das Durchschnittsalter der bayerischen Bevölkerung (43,6 Jahre) wieder. Einerseits sind junge Menschen unterrepräsentiert und andererseits können Kinder und Jugendliche selbst die Zusammensetzung des Landtages nicht beeinflussen. Wir fordern daher, ein besonderes Augenmerk auf die Interessen von jungen Menschen zu legen, damit auch für sie eine gute Politik gemacht wird.

Junge Menschen und ihre Forderungen sowie Bedürfnisse sind in einer Koalitionsvereinbarung besonders zu berücksichtigen! Insbesondere fordert der BJR:

  • Das Wahlrecht für die Kommunal- und Landtagswahlen auf 14 Jahre abzusenken.
  • Alle Menschen, die dauerhaft ihren Hauptwohnsitz in Bayern haben, sollen ein Wahlrecht für Landtagswahlen erhalten.
  • Eine Erhöhung der Förderung für Jugendarbeit, insbesondere der außerschulischen, politischen Bildung.
  • Ein klares Bekenntnis zur Nachhaltigkeit in allen Bereichen, so dass auch künftige Generationen eine gute Lebensgrundlage haben. Dies gilt insbesondere auch im Hinblick auf die Klimaschutzpolitik und die Regulierung des Flächenverbrauchs.
  • Die Aufnahme der Pflicht zur Benennung von Jugendbeauftragten in die bayerische Gemeindeordnung.
  • Ein eigenständiges Leben mit angemessener, bezahlbarer Wohnung muss auch für junge Menschen möglich sein.
  • Ein kostenfreies Jugendticket für die öffentlichen Verkehrsmittel in Bayern.
  • Die Stärkung der internationalen Jugendarbeit, verantwortet durch den Bayerischen Jugendring.