Das bisschen Pink ist erst der Anfang

146 Teilnehmer_innen auf der Jahresauftakttagung Medien Macht Gender holten sich Impulse aus dem Forschungsgebiet der Genderforschung, diskutierten Medienangebote für Kinder und Jugendliche, die Darstellung von Weiblichkeit in Computerspielen und ob künstliche Intelligenz ein Geschlecht hat.

Kinder und Jugendliche werden von Geburt an mit Vorstellungen wie Jungen und Mädchen zu sein haben, konfrontiert. Die Medien stehen hier an zentraler Stelle, sind aber nicht allein verantwortlich, dass Bilder von Männer und Frauen, Jungen und Mädchen in der Gesellschaft oft klischeebelastet und damit einschränkend sind.

Geschlecht ist eine soziale Kategorie

Die Expert_innen aus Medienpädagogik, Erziehungswissenschaften und Genderpädagogik  referierten aber zunächst grundlegendes, etwa dass Geschlecht eine soziale Kategorie ist und nicht automatisch mit dem biologischen Geschlecht gleichzusetzen sei. Deutlich wurde vor allem, dass das Thema Geschlecht von Widersprüchen und Gleichzeitigkeiten geprägt ist. So ist bekannt, dass in der Spielzeugwerbung rosa für Mädchen und blau für Jungen dominiert, eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich auch in der Nahrungsmittelindustrie ab. Neben dieser strikt gezogenen Differenz, gibt es aber auch wieder mehr Vielfalt, etwa die Darstellung von Geschlecht in den Medien wie Instagram oder Youtube. Hier entscheiden Jugendliche über ihre Bilder und lassen auch alternative Geschlechterrollen erzählen.

Organisiert und veranstaltet wurde die Tagung vom JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis und dem Bayerischen Jugendring/ der Kommission für Mädchen- und Frauenarbeit. Sie fand in Kooperation mit der Aktion Jugendschutz Bayern statt.

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