Dialog FÜR Demokratie: Die Auseinandersetzung mit Religion gibt Halt und Haltung

Fachabend mit Prof. Milad Karimi in Nürnberg: Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Konfessionen ist Motor für ein gelingendes demokratisches Miteinander.

Das stellte Milad Karimi, Professor für Kalām, Islamische Philosophie und Mystik in Münster, in seinem gleichzeitig poetisch-leichtfüßigen und sehr politischen Vortrag fest, mit dem er im Rahmen des BJR-Projekts Dialog FÜR Demokratie am vergangenen Freitag im eckstein in Nürnberg sein Publikum begeisterte. Die Auseinandersetzung mit Religion ermögliche zum Einen ein Innehalten und Sortieren von Gedanken und Perspektiven, sie biete zum Anderen die Möglichkeit, Halt zu finden und vor allem auch eine eigene Haltung zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund fand Karimi lobende Worte für die Zusammenarbeit verschieden konfessioneller Jugendverbände, wie sie im Projekt Dialog FÜR Demokratie stattfindet. Sie biete die Gelegenheit, voneinander zu lernen, miteinander den Dialog zu suchen und so die demokratische Gesellschaft zu stärken. Religion, religiöse Themen und Motive christlicher und muslimischer Tradition tauchten überall auf, in den verschiedensten Diskursen und auch in der Populärkultur, sei es in TV-Serien oder in Songtexten. Eine Auseinandersetzung mit den Religionen und ihren Inhalten selbst könne dabei einen wichtigen Beitrag zur eigenen Orientierung und Ausrichtung leisten. Im Anschluss an den Vortrag gab es in Tischgesprächen Gelegenheit, Eindrücke, Fragen und Positionen zu diskutieren, auch mit Prof. Karimi selbst. Abschließend griff Karimi diese Fragestellungen nochmals auf und ging auf die zahlreichen Beiträge aus dem Publikum ein.