Europa – zurück in die Zukunft?!

So lautete das Motto des Jugendpolitischen Jahresauftakts, zu dem der BJR Spitzenkandidat_innen für das Europäische Parlament eingeladen hatte. Angesichts antieuropäischer Kräfte machte BJR-Präsident Matthias Fack deutlich, weshalb der BJR diesen Titel gewählt hatte: „Wir wollen, dass ein starkes Signal von hier ausgeht und zeigt, dass wir für ein buntes, vielfältiges, offenes Europa stehen.“ Geht es um die Wiederbelebung Europas, nimmt die verbandliche außerschulische Bildung eine Schlüsselrolle ein.

Die Diskutant_innen
Die Diskutant_innen (von links nach rechts): Tobias Gotthardt (Freie Wähler), Bernd Posselt (CSU), Henrike Hahn (Bündnis90/Die Grünen), Lea Sedlmayr (Europa-Referentin des BJR, Moderatorin), Phil Hackemann (FDP), Benjamin Adam (SPD)

Jenseits parteipolitischer Unterschiede waren sich die Diskutant_innen – Benjamin Adam (SPD), Phil Hackemann (FDP), Henrike Hahn (Bündnis90/Die Grünen), Tobias Gotthardt (Freie Wähler, Vorsitzender des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten im Bayerischen Landtag) und Bernd Posselt (CSU) einig: Als überzeugte Verfechter_innen der europäischen Idee werben sie mit Blick in die friedvolle Vergangenheit der letzten Jahrzehnte um Vertrauen ‑ für eine gute Zukunft.

Tobias Gotthardt betonte in seinem Grußwort: „Wir erleben eine Spaltung in der EU und eine Welt, in der Respekt verlorengeht.“ Gerade die Jugendarbeit könne ein gutes Miteinander und Begegnungen möglich machen. Für grenzübergreifenden, internationalen Jugendaustausch müssten allerdings entsprechende Mittel vorhanden sein.

Europäische Jugendpolitik versteht der BJR als Querschnittspolitik. Junge Menschen formulierten deshalb ihre Interessen und Anliegen an die Politik, darunter: weniger Bürokratie, echte Beteiligungsmöglichkeiten und ein Wahlrecht ab 14 Jahre, mehr Chancen für die Jugend.

Tobias Winkler, Leiter des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in München, stellte die Informations-Kampagne des Europäischen Parlaments zu den Europawahlen vor. Die Zustimmung zu Europa unter jungen Menschen ist groß und liegt bei teils 70 bis 80 Prozent. Aber die Wahlbeteiligung bei 18- bis 24-Jährigen in Deutschland liegt unter 30 Prozent. Dass die Wahlen unter Erstwähler_innen so schwach angenommen werden, sei alarmierend. An einem Scheidepunkt der EU heißt die Devise deshalb:

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