Jugendpolitischer Jahresauftakt des BJR in Gauting

Beim diesjährigen Jugendpolitischen Jahresauftakt des BJR am 24. Januar in Gauting drehte sich unter dem Motto „Jugendgerechte Kommunen in Bayern" alles um Jugendbeteiligung vor Ort.

Podiumsgäste während der Diskussion auf dem Jugendpolitischen Jahresauftakt des BJR im Insitut für Jugendarbeit in Gauting

„Die kommunale Ebene ist fundamental und elementar für das Gelingen von Jugendpolitik. Als Jugendarbeit müssen wir uns hier mit Nachdruck einmischen“, so eröffnete Matthias Fack den Abend im Institut für Jugendarbeit in Gauting. Zur Einführung steckte Bernd Endres, BJR-Referent für Kommunale Jugendpolitik, kurz für alle das Feld ab in einem Impuls zur aktuellen BJR-Kampagne #junggerecht und zu den jugendpolitischen Forderungen des BJR sowie zur Aufteilung der verschiedenen Zuständigkeiten auf die kommunalen Ebenen.

Die anschließende Podiumsdiskussion mit vielen konkreten Beiträgen aus dem Plenum drehte sich darum, wie kommunale Jugendpolitik gelingen kann.

Auf dem Podium:

  • Dr. Hülya Düber, Stellvertretende Vorsitzende des Sozialausschusses des Bayerischen Städtetags
  • Thomas Karmasin, Vizepräsident des Bayerischen Landkreistags
  • Martin Wagner, Mitglied des Fachausschusses für Kultur und Jugendarbeit des Bayerischen Bezirketags
  • Carl Stichweh, Sprecher des Pullacher Jugendparlaments
  • und Ilona Schuhmacher, Vizepräsidentin des BJR.

Deutlich wurde, dass es zum Einen ehrliche und konkrete Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen braucht, um ihre Anliegen und Bedürfnisse einzubringen in politische Gestaltungsprozesse. D.h. niederschwellige, offene Formate, die sowohl eine enge Anbindung an kommunale Gremien und politische Verantwortungsträger_innen herstellen als auch Verbindlichkeit und eine gute Rückmeldekultur. Und dass Jugendbeteiligung in der Kommune unbedingt zusammen gedacht werden muss mit den örtlichen Strukturen der Jugendarbeit, dass vorhandene Angebote der Jugendarbeit eine wertvolle Ressource sind für alles, was an Neuem geschaffen wird. Zum Anderen wurde aber auch unmissverständlich klar, dass kein Weg am Thema Wahlalterabsenkung vorbei führt. Auch an diesem Abend wurde es kontrovers und leidenschaftlich diskutiert. Kernargument aller Befürworter_innen: nur als Wählerinnen und Wähler werden Unter-18-Jährige zur echten Zielgruppe für Politik.

Ilona Schuhmacher fasste einen lebendigen Abend so zusammen: „Wenn es uns gelingt, junge Menschen wirklich zu sehen, ihre Bedürfnisse herauszufinden und in ernsthafte Beteiligungsprozesse einzubringen, dann gelingt uns Kommunale Jugendpolitik.“