Kinder und Jugendliche besser vor Cybergrooming schützen

Am 9. Februar ist der Safer Internet Day (SID). Anlässlich dieses Tages erinnern Kinderschutz-Organisationen daran, dass Mädchen und Jungen gerade "in Corona-Zeiten" stärker mit Cybergrooming und anderen Formen sexualisierter Gewalt mittels digitaler Medien konfrontiert sind.

Denn die derzeitigen Kontakteinschränkungen führen dazu, dass Kinder und Jugendliche auf digitale Kanäle angewiesen sind, um ihre sozialen Kontakte zu pflegen. Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM)  und die Initiative „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ weisen in einer Pressemitteilung darauf hin, dass die Gefahr durch Übergriffe online weiter gestiegen ist und dass dagegen von der Politik dringend wirksame Schritte unternommen werden müssen, etwa durch die Novelle des Jugendmedienschutzgesetzes (JuSchG).
"Vor allem das sogenannte „Cybergrooming“, das gezielte sexualisierte Umgarnen und Manipulieren von Kindern im Internet, hat enorme Ausmaße angenommen. Personen mit pädokriminellen Neigungen melden sich in Chats oder Foren oft unter falschem Namen an und geben sich als gleichaltriges Kind aus. Aus der verständnisvollen Unterhaltung wird dann mehr: Es werden intime Berichte, Fotos oder sogar persönliche Treffen gefordert. Um Kinder und Jugendliche besser zu schützen, sollen Plattformbetreiber auch verpflichtet werden, wirksame Alterskontrollen und Beschwerdesysteme einzurichten."

Zur Pressemitteilung des UBSKM