PKS 2019: Massiver Anstieg bei sexueller Gewalt

Die Zahlen der jüngst veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik 2019 (PKS) weisen deutlich auf das Ausmaß sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche hin. So verzeichnet die Statistik bei Verbreitung, Besitz, Erwerb und Herstellung von Missbrauchsabbildungen (sog. "Kinderpornographie") einen massiven Anstieg um 65%, auch bei sexuellem Kindesmissbrauch gab es deutlich mehr angezeigte Fälle.

Wie aus der am Dienstag veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) hervorgeht, hat die Polizei im vergangenen Jahr deutlich mehr Fälle des sexuellen Missbrauchs und der Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen registriert. Laut Bundeskriminalamt (BKA) gab es im Jahr 2019 in diesem Bereich rund 12.300 den Ermittlungsbehörden bekannt gewordene Fälle, im Vorjahr waren es noch rund 7.450 Fälle. Dies bedeutet einen Anstieg in 2019 um rund 65 Prozent. Fälle von Verbreitung, Besitz oder Herstellung jugendpornografischer Schriften stiegen der Statistik zufolge um 24 Prozent auf insgesamt 1991. Fälle von Kindesmissbrauch summierten sich im vergangenen Jahr auf 13.670, was einen Anstieg um rund elf Prozent bedeutet.

Der Unabhängige Beauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, erklärte, die Zahlen seien ein deutliches Zeichen dafür, dass die bisherigen Anstrengungen von Politik und Gesellschaft im Kampf gegen sexuellen Kindesmissbrauch und sogenannte Kinderpornografie noch lange nicht ausreichten.

Statement des UBSKM

Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS)