Beratungsangebote trotz Corona - kostenlos und anonym

Heute wurden in Bayern weitreichende Ausgangsbeschränkungen verkündet. Isolation und Quarantäne können vermehrt zu Fällen von häuslicher Gewalt oder Missbrauch führen. Aber auch, wenn zurzeit keine persönlichen Beratungstermine angeboten werden können, ist Hilfe und Unterstützung verfügbar.

Es ist zu befürchten, dass die derzeitigen Ausgangs- und Kontaktsperren die Lage von Kindern und Jugendlichen, die in ihrem Zuhause physischer, psychischer oder sexualisierter Gewalt ausgesetzt sind, massiv verschlechtert. Auch ihre Möglichkeiten, Hilfe zu holen, sind unter den gegebenen Bedingungen zusätzlich erschwert.

Personen, die noch Kontakt zu Kindern und Jugendlichen haben, sollten daher aufmerksam sein und ihnen einen Weg eröffnen, Schwierigkeiten anzusprechen – z.B. durch die Nachfrage, ob sie Kummer haben oder ob ihnen daheim die Decke auf den Kopf fällt.

Persönliche Gesprächstermine bei spezialisierten Beratungsstellen sind zur Zeit meist nicht möglich. Aber oftmals bieten auch die örtlichen Fachberatungsstellen trotz der eingeschränkten Möglichkeiten eine telefonische oder digitale Beratung an. Darüber hinaus gibt es bundesweit telefonische Beratungsangebote, die kostenfrei und anonym genutzt werden können:

Hilfetelefon „Sexueller Missbrauch“ 0800  22 55 530

Hilfetelefon häusliche Gewalt: 0800 116 016

Telefonseelsorge: 0800 11 10 111 oder 11 10 222

Kinder- und Jugendtelefon: 0800 11 10 333

Online-Beratung für Jugendliche: www.nina-info.de/save-me-online

Vertrauliche und kostenlose Online-Beratung durch Fachkräfte - JugendNotMail: https://www.jugendnotmail.de/

Beratungsportal der Jugendmigrationsdienste https://www.jmd4you.de/

Es ist okay, um Hilfe zu bitten! Hilfe holen ist kein Petzen und kein Verrat!