BJR-Kommissionsvorsitzende Blanka Weiland mit dem Bayerischen Verfassungsorden ausgezeichnet

„Geht nicht, gibt’s nicht!“ – Seit fast 40 Jahren engagiert sich die Nürnbergerin für Inklusion und Vielfalt in der Jugendarbeit. Jetzt ehrte sie die Landtagspräsidentin

Übergabe des Bayerisches Verfassungsordens von Ilse Aigner an Blanka Weiland

„Mit großer Freude“ hat der Präsident des Bayerischen Jugendrings (BJR), Matthias Fack, Blanka Weiland zur Verleihung des Bayerischen Verfassungsordens (bis 2021: Bayerische Verfassungsmedaille) durch die Präsidentin des Bayerischen Landtags gratuliert. Weiland, die sich seit 1986 ehrenamtlich in der Jugendarbeit und in deren Gremien engagiert, ist u.a. Vorsitzende der Kommission Inklusion beim BJR.

„Blanka Weiland hat sich mit Klugheit, Weitsicht, großer Beharrlichkeit und mit Erfolg für die Inklusion behinderter Menschen in der Jugendarbeit eingesetzt“, erklärte Fack: „Wem, wenn nicht ihr, gebührt diese hohe Auszeichnung des Freistaats Bayern für Menschen, die sich in besonderer Weise um die Verfassung des Landes verdient gemacht haben.“

Seit frühester Kindheit ist die 1965 geborene Nürnbergerin in ihrer körperlichen Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Trotz der später gestellten Diagnose „progressive Muskeldystrophie“ wurde ihr Lebensmotto „Geht nicht, gibt’s nicht!“ Seit rund 20 Jahren ist Weiland auf einen Rollstuhl angewiesen. Im Zuge ihres Engagements bei den Pfadfindern DPSG St. Josef-Allerheiligen setzte sie sich frühzeitig u.a. für barrierefreie Zeltplätze ein und sorgte mit dafür, dass sich Inklusion als Querschnittsthema in der Jugendarbeit etablierte. Sie war im Vorstand verschiedenster Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit aktiv, so im Bezirksjugendring Mittelfranken. Seit 2016 ist sie im Vorstand des Kreisjugendrings Erlangen-Höchstadt. 2020 wurde sie von der Vollversammlung des BJR zur Vorsitzenden der neu gegründeten Kommission Inklusion gewählt.

„Blankas Lebensthema, die Inklusion von Menschen mit Behinderung, ist unser aller Anliegen“, unterstrich Matthias Fack: „Jede und jeder von uns kann morgen von diesem Thema betroffen sein. Sei es durch Krankheit, sei es durch einen Unfall. Viele Hürden, auf die behinderte Menschen stoßen, sind vermeidbar und menschengemacht. Unsere Gesellschaft muss sich daran messen lassen, wie konsequent sie umdenkt, sich Menschen mit Behinderung öffnet und somit zum Positiveren wandelt. Mein Dank geht heute deshalb auch an Ilse Aigner, die mit der Auszeichnung ein großartiges Zeichen für die Jugendarbeit in Bayern setzt.“

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