Engagement verdient mehr Anerkennung

Zum Internationalen Tag des Ehrenamts hebt der BJR die Rolle des Ehrenamts als tragendes Element der Jugendarbeit hervor und lädt zu einer Online-Diskussion ein

Jugendliche im Gespräch.

Das Engagement in Jugendarbeit und Ehrenamt ist insbesondere in der SARS-CoV-2-Pandemie wichtig und verdient mehr Anerkennung. Darauf weist der Bayerische Jugendring (BJR) anlässlich des Internationalen Tags des Ehrenamts am 5. Dezember hin. „Ehrenamtliches Engagement ist ein tragendes Element der Jugendarbeit“, erklärt BJR-Präsident Matthias Fack. „Wegen des Corona-bedingten Verbots von Präsenzangeboten befindet sich die Jugendarbeit in Bayern gerade in einer Ausnahmesituation, in der das Ehrenamt besonders gefordert und in Anspruch genommen wird.“

Die Akteur:innen der Jugendarbeit und die mehr als 130.000 Jugendleiter:innen in Bayern stellen sich nach den Schließungen im Frühjahr gerade zum zweiten Mal der Herausforderung, innerhalb kürzester Zeit digitale Angebote für Kinder und Jugendliche auf die Beine zu stellen. „Mein Dank gilt den Menschen, die sich ehrenamtlich, uneigennützig und leidenschaftlich in den bayerischen Jugendorganisationen und Jugendringen einbringen“, so Fack. Der Tag des Ehrenamts sei ein willkommener Anlass, die Wahrnehmung dieses Engagements in der Gesellschaft zu verbessern und es zu würdigen. Gleichzeitig setzt sich der BJR dafür ein, die Rahmenbedingungen zu verbessern und zeitgemäß zu gestalten.

Online-Veranstaltung mit Austausch über den Engagementbericht am 15. Dezember

Im Hinblick auf bürokratische Erleichterungen und eine gezieltere Förderung liefert der dieses Jahr vorgelegte Dritte Engagementbericht mit dem Schwerpunkt „Zukunft Zivilgesellschaft: Junges Engagement im digitalen Zeitalter“ wichtige Erkenntnisse. Die Jugendbefragung des Berichts zeigt: Es zeichnet sich eine Entwicklung in Richtung einer digitalisierten Zivilgesellschaft ab. Die Befragten sehen viele Vorteile im digitalen Engagement. Hervorzuheben ist auch, dass die neuen Varianten die etablierten Engagementformen – zum Beispiel in Vereinen und Jugendorganisationen – nicht ersetzen, sondern ergänzen.

Der BJR begrüßt die Handlungsempfehlung, beide Engagementformen besser zu verbinden und das Engagement junger Menschen wertzuschätzen. Dazu gehört auch, die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken und flächendeckend gleiche Zugangsmöglichkeiten zu schaffen. Diese müssen vor allem unabhängig vom Bildungshintergrund sein. Im Hinblick auf gesellschaftliches Engagement, politische Beteiligung und Demokratie-Bildung ist dem BJR wichtig, dass neben der Schule auch Angebote der außerschulischen Bildung – insbesondere der Jugendarbeit – stärker gewichtet werden. Die Lebenswirklichkeit junger Menschen sollte ganzheitlich in den Blick genommen werden – mit ihren Interessen und Hobbys auch außerhalb der Schule.

Um die Ergebnisse des Engagementberichts zu analysieren und zu diskutieren, lädt der BJR zu einer Online-Veranstaltung am 15. Dezember von 16 bis 18 Uhr ein. Neben Prof. Dr. Wibke Riekmann von der Medical School Hamburg, die Mitglied der zuständigen Sachverständigenkommission ist, konnte der BJR die bayerische Ehrenamtsbeauftrage Eva Gottstein und Kathrin Demmler vom JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis für die Podiumsdiskussion gewinnen.

__ Veranstaltungsprogramm und Anmeldung: https://t1p.de/1mdm
__ Zum Dritten Engagementbericht: https://www.dritterengagementbericht.de
__ Zum Beschluss der BJR-Vollversammlung „Für eine richtige Rahmensetzung ehrenamtlichen Engagements in der Jugendarbeit!“: https://t1p.de/kj17

Kontakt
Christoph Spöckner
tel 089 / 51458-20 __ mobil 0151 / 276277-20 __ spoeckner.christoph@bjr.de