Jugendarbeit gegen Rassismus

BJR-Hauptausschuss setzt sich für Integration und Menschenfreundlichkeit ein

Der Hauptausschuss des Bayerischen Jugendrings (BJR) ist entsetzt über den hohen Zuspruch für rechtspopulistische, demokratie- und menschenfeindliche Positionen, die sich in den Ergebnissen der Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und in der Kommunalwahl in Hessen widerspiegeln. Die Delegierten des Hauptausschusses bewerteten diese Ergebnisse in ihrer 148. Sitzung vom 18. bis 20.03.2016 in der Jugendbildungsstätte Windberg als ernstzunehmende Warnung an die demokratischen Parteien und an die Zivilgesellschaft.

Die Position im Wortlaut

„Die bayerische Jugendarbeit setzt sich seit vielen Jahren für Integration und gegen Rassismus ein. Wir stehen für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft. Rassismus, Nationalismus und Rechtsextremismus werden von uns entschieden abgelehnt. Die Beteiligung junger Menschen auf allen Ebenen ist Grundlage und Ausgangspunkt für selbstbestimmtes Handeln. Dabei spielen werteorientierte Bildungsarbeit und das Einüben und Erleben demokratischer Strukturen eine entscheidende Rolle.

Wir fordern die bayerischen Politikerinnen und Politiker auf, in der politischen Debatte und gesellschaftlichen Diskussion allen Formen von Rassismus, Nationalismus und Rechtspopulismus entschieden entgegenzutreten, sich auf die verfassungsmäßigen Grundrechte zu besinnen, sich für Demokratie und die freiheitlich-demokratische Grundordnung stark zu machen und damit für Integration und Menschenfreundlichkeit einzustehen.“

Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die Arbeitsgemeinschaft der 32 landesweiten und 39 regional tätigen Jugendverbände und 347 örtlichen Jugendorganisationen in Bayern. Strukturell ist er in sieben Bezirksjugendringe sowie 96 Stadt- und Kreisjugendringe gegliedert. Seine Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Bayern.