Jugendaustausch nach Brexit wichtiger denn je

BJR-Präsident Matthias Fack: Jetzt geht es um die Stärkung der bilateralen Beziehungen mit dem Vereinigten Königreich

Fuß in Sternenkreis (Europa)

Am Wochenende tritt Großbritannien aus der EU aus, der Bayerischen Jugendring (BJR) hat im Vorfeld dazu Stellung genommen:

„Die Stärkung des europäischen Gedankens durch einen nachhaltigen und wirkungsvollen Ausbau des europäischen Jugendaustausches muss höchste Priorität haben, damit wir auch nach dem Brexit jungen Menschen die Möglichkeit eines Perspektivwechsels bieten können“, erklärte BJR-Präsident Matthias Fack. Ergänzend forderte Fack, dass die Voraussetzungen für Einreise und Aufenthalt bei einem Jugendaustausch praktikabel sein müssen.

Dass der internationale Austausch als non-formales Bildungsangebot wirkt, zeigen auch die Zahlen: am dreimonatigen Programm zum Schulbesuch ohne Gegenseitigkeit haben im Herbst 2019 insgesamt 32 Schüler_innen (2018: 24) teilgenommen, beworben hatten sich über 50 Schüler_innen für den Aufenthalt in Großbritannien. Seit mehr als 20 Jahren bietet der BJR Schüleraustauschprogramme an und so haben jedes Jahr junge Menschen aus Bayern die Möglichkeit, im Norden Englands und im Süden Schottlands die Schule zu besuchen. Dadurch erwerben sie wichtige Schlüsselkompetenzen, entwickeln Offenheit und Aufgeschlossenheit im Zusammenleben verschiedener Kulturen und verbessern ihre Fremdsprachenkenntnisse.

Positive Auswirkungen, die Lea Sedlmayr, Referentin für europäische Jugendpolitik, unterstreichen kann. Seit 2016 vertritt sie den BJR mit einem eigenen Büro in Brüssel: „Die Mobilitätserfahrung junger Menschen trägt entscheidend dazu bei, die Gesellschaft, in der wir leben, als Ganzes weltoffener, solidarischer und vielfältiger zu gestalten und Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit entgegenzuwirken.“

Kontakt
Julia Jäckel tel 089 / 51458-20 __ mobil 0151 / 276277-20 __ jaeckel.julia@bjr.de

Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die Arbeitsgemeinschaft der 36 landesweiten und 35 (über-)regional tätigen Jugendverbände und 322 örtlichen Jugendgruppen in Bayern. Strukturell ist er in sieben Bezirksjugendringe sowie 96 Stadt- und Kreisjugendringe gegliedert. Seine Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Bayern.