Jugendradiopreis 2020: Das sind die Preisträger_innen

Das „JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis“ und der BJR haben den bayerischen Jugendradiopreis vergeben. Dieses Jahr stand er unter dem Motto „Radio for Future“.

Ganze 77 Beiträge junger Radiomacher_innen aus Bayern haben um den „Jugendradiopreis 2020“ konkurriert. Am Wochenende wurden die Preisträger_innen des bayernweiten Wettbewerbs für Jugendliche von 10 bis 26 Jahren im Rahmen der „Langen Nacht der Demokratie“ ausgezeichnet. 

Ilona Schuhmacher, BJR-Vizepräsidentin: „Es ist beeindruckend, dass in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie fast 80 Beiträge für den Jugendradiopreis eingereicht wurden. Das zeigt, mit wie viel Kreativität und Professionalität die jungen Radiomacher_innen aus Bayern unterwegs sind. Das diesjährige Motto ‚Radio for Future‘ war perfekt gewählt: Es hat jungen Menschen ein Forum geboten, um mit ihren Themen vorzukommen, sich Gehör für ihre Meinung zu verschaffen und sich für ihre Zukunft zu engagieren.“

Die Preisträger_innen in den drei Alterskategorien, des Sonderpreises „Leben in der Ausnahmesituation“ sowie des Publikumspreises: 

Kategorie 1 (10 bis 15 Jahre)

„Online-Freundschaften in Fortnite“ von Valentin Zucker und Tizian Kramer (Webhelm Jugendredaktion)

Jurybegründung: Valentin und Tizian klären uns in ihrem Radiobeitrag auf eine sehr offene und sympathische Weise über Online-Freundschaften auf. Wir erfahren, was Online-Freundschaften sind und wie diese entstehen. Ein frischer, ehrlicher, technisch perfekter Beitrag ohne moralischen Zeigefinger.

Kategorie 2 (16 bis 21 Jahre)

„Das Sorgenkind Südamerikas“ von Maja Fleischer (Radio Klangbrett Aschaffenburg)

Jurybegründung: Maya Fleischer nimmt uns in ihrem Beitrag „Das Sorgenkind Südamerikas“ mit auf die Reise nach Venezuela. Das Land, gebeutelt von wirtschaftlichen und politischen Krisen, wurde durch die Covid-19-Pandemie schwer getroffen. Im Stil einer klassischen Auslandsreportage bringt uns die junge Radiomacherin die komplizierten politischen Zusammenhänge näher. Sie gibt uns Einblick in die dramatische Situation vor Ort und erklärt uns leicht verständlich die Gründe.

Kategorie 3 (22 bis 26 Jahre)

„Black Lives Matter – der Talk“ von Emnet Habteab, Faith Anoff, Naomi Lwanyaga, Nkrumah Mbouguen, Jounas Al Maana (Podcastgruppe, Dein LiFE Jugendredaktion)

Jurybegründung: Der Beitrag drückt in aller Deutlichkeit aus: Jede und jeder von uns ist in der Pflicht, den Kampf gegen Rassismus zu unterstützen. Doch nur das Besuchen von Antirassismus-Demos und Solidaritätsbekundungen reichen nicht aus. Der Black-Lives-Matter-Talk regt zum ernsthaften Nachdenken über die eigene Verantwortung im Umgang mit Rassismus an.

Sonderpreis „Leben im Ausnahmezustand“

„Funkenflug in der ersten Lockdown-Woche“ von Funkenflug (Medienzentrum Parabol Nürnberg)

Jurybegründung: In der komplett neuen Situation durch den Lockdown haben die Jugendradioredaktionen in Bayern schnell gehandelt und allesamt alternative Konzepte ausgearbeitet. Die Nürnberger Funkenflug-Redaktion moderierten alle gemeinsam spontan eine Sendung aus ihrem Home-Studio. Die unterschiedliche Sendequalität und die Collage der Themen der Jugendlichen machen den Charme dieser beispielhaften Corona-Sondersendung aus.

Besondere Anerkennung im Sonderpreis „Leben im Ausnahmezustand“: „Zum ersten Mal bayernweit aktiv im Homeoffice“ (von Junge Talente auf egoFM)

Publikumspreis

„Interview mit Geraldino“ von Marika Wagner

Der Jugendradiopreis 2020 war von den Einschränkungen der Corona-Pandemie geprägt. Das spiegelte sich sowohl in den Inhalten der eingereichten Beiträge als auch in der Preisverleihung selbst wider: Statt einer Veranstaltung auf der Bühne wurden die Auszeichnungen in einer Live-Radiosendung auf M94.5, dem Radiosender der Mediaschool Bayern, verliehen. 

Mehr Informationen zum Jugenradiopreis auf der JFF-Webseite