Kein Platz für Brutalität im Fernsehen

Bayerischer Jugendring gegen TV-Ausstrahlung von Ultimate Fighting

Es darf keinen Sendeplatz für kommerzialisierte Brutalität geben: Der BJR-Hauptausschuss fordert in einem Beschluss private und öffentlich-rechtliche Fernsehanbieter auf, brutale Ultimate Fighting-Formate nicht zu senden. Die von der Bayerischen Sportjugend im BLSV e.V. eingebrachte Position lehnt die aggressive, massive Gewalt von Ultimate Fighting ab, da die medial erzeugte Heroisierung der Kämpfenden ein falsches Rollen- und Handlungsvorbild erzeugt und ein erhebliches gesellschaftliches Problempotenzial birgt.

Dass ein vermeintlich sportives Kampf-Format legitimiert wird, bei dem selbst noch auf am Boden liegende Gegner weiterhin eingeschlagen wird, widerspricht jeglichen Wertvorstellungen der Jugendarbeit, die junge Menschen in unserer Demokratie zu sozialem und solidarischem Verhalten befähigt.

Kein Sendeplatz für kommerzialisierte Brutalität ‑ Beschluss des BJR-Hauptausschusses

<media 5501 - - "TEXT, 2015-03-25 Beschluss kommerzialisierte Brutalitaet, 2015-03-25_Beschluss_kommerzialisierte_Brutalitaet.pdf, 74 KB">www.bjr.de/bjr/hauptausschuss/beschluesse</media>


Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die Arbeitsgemeinschaft der 32 landesweiten und 40 regional tätigen Jugendverbände und 351 örtlichen Jugendorganisationen in Bayern. Strukturell ist er in sieben Bezirksjugendringe sowie 96 Stadt- und Kreisjugendringe gegliedert. Seine Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Bayern.