Mehr Augenmaß und Verstand

BJR fordert Perspektivwechsel bei weiteren Corona-Maßnahmen

Porträtfoto von BJR-Präsident Matthias Fack
BJR-Präsident Matthias Fack kritisiert die geplante Ein-Kind-Regel.

Der Bayerische Jugendring (BJR) kritisiert die geplanten Kontaktbeschränkungen bei jungen Menschen. Nach dem Willen der Bundesregierung sollen sie nur noch ein anderes Kind oder einen anderen Jugendlichen außerhalb der Schule treffen dürfen. Dazu nimmt BJR-Präsident Matthias Fack wie folgt Stellung: 

„Kinder und Jugendliche sind besonders von der SARS-CoV-2-Pandemie und den Beschränkungen betroffen. Sie leiden besonders unter der sozialen Distanz und dem eingeschränkten Kontakt zu Gleichaltrigen. Ihr ganzes Leben findet gerade nicht statt. Dass sie unter erschwerten Bedingungen aufwachsen, führt zu Ratlosigkeit und Verunsicherung. Die sogenannte Ein-Kind-Regel ist unter diesen Vorzeichen kontraproduktiv. Ein verantwortlicher Umgang mit Infektionsgefahren bei sozialen Kontakten ist dringend geboten – aber mit Augenmaß und Verstand. Bei allem Verständnis für den Infektionsschutz: Ich empfinde es als zu starken Einschnitt in die Rechte von Kindern und Jugendlichen, nur noch eine Freundin oder einen Freund treffen zu dürfen – zumal die Jüngsten in unserer Gesellschaft bisher keine Corona-Treiber waren. Ich fordere von Regierungen und Parlamenten einen Perspektivwechsel. Ich erwarte, dass sie die Interessen, Anliegen und Sorgen von Kindern und Jugendlichen ganzheitlich in den Blick nehmen – auch außerhalb der Schule.“

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Christoph Spöckner
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