Mehr Beteiligung für junge Migrantinnen und Migranten im BJR

Der Bayerische Jugendring ändert seine Satzung: Stimmrecht für Vereine junger Menschen mit Migrationshintergrund – Präsident Matthias Fack: „Uns ist es ernst mit der Integration“

Junge Menschen mit Migrationshintergrund sind in Zukunft im Bayerischen Jugendring (BJR) mit Stimmrecht im Hauptausschuss vertreten. Das beschloss der Hauptausschuss des Bayerischen Jugendrings, das höchste Beschluss fassende Gremium der Jugendarbeit in Bayern, am Wochenende in Gauting bei München. Die Jugendarbeit in Bayern setzt mit dieser Satzungsänderung ein Zeichen für mehr gesellschaftliche Integration und politische Teilhabe. Die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist schon seit langem ein wichtiges Anliegen im BJR. BJR-Präsident Matthias Fack: „Mit diesem Beschluss zeigen wir, dass es uns ernst ist mit der Interessenvertretung für alle jungen Menschen in Bayern. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese in unseren Gremien auf allen Ebenen noch ausbauen werden. Die Beteiligung junger Migrantinnen und Migranten bereichert die Jugendarbeit und unsere Gesellschaft insgesamt.“

39 Vereine junger Menschen mit Migrationshintergrund in der Jugendarbeit in Bayern vertreten

Zurzeit sind 39 Vereine junger Menschen mit Migrationshintergrund (VJM) Mitglied in den Stadt- und Kreisjugendringen. Sie sind Teil der Jugendarbeit auf örtlicher Ebene und arbeiten dort in den Gremien mit. „Wir sind sehr stolz, dass die bayerischen Jugendverbände uns mit diesem Beschluss auch auf Landesebene ein Stimmrecht eingeräumt haben und freuen uns auf die Zusammenarbeit im Hauptausschuss“, so Imdat Dasdemir, Vertreter der Islamischen Jugend in Bayern, der an den Diskussionen im Hauptausschuss teilnahm.

BJR seit den 1970er Jahren aktiv im Bereich Integration

Der Bayerische Jugendring ist seit über 30 Jahren im Bereich Integration tätig. Das Fachprogramm Integration des BJR stammt aus den 1970er Jahren, damals geschaffen mit der Intention, Kinder von Gastarbeiterfamilien in die Jugendarbeit einzubinden. Seit dieser Zeit fördert der BJR die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationsgeschichte in die Jugendarbeit durch Projekte, Gremienarbeit, Förderprogramme und spezifische Fortbildungs- und Beratungsangebote. Mittlerweile gibt es beim BJR eine Fachstelle für Integration, Inklusion und interkulturelle Arbeit.

Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die Arbeitsgemeinschaft der 31 landesweiten und 42 regional tätigen Jugendverbände und der mehr als 350 örtlichen Jugendorganisationen in Bayern. Strukturell ist er in sieben Bezirksjugendringe sowie 96 Stadt- und Kreisjugendringe gegliedert. Seine Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Bayern.

Zum Abdruck freigegeben für redaktionelle Zwecke:
<media 2031 - - "BILD, Matthias Fack mit Vertreter VJM, Matthias_Fack_mit_Vertreter_VJM.JPG, 174 KB">Foto BJR-Präsident Matthias Fack mit VJM-Vertretern</media>
v.l.n.r: Peter Hillebrand (djo-Deutsche Jugend in Europa), Evrim Celik (Bund der Alevitischen Jugend), BJR-Präsident Matthias Fack, Dasdemir Imdat (Islamische Jugend)