„Solidarität mit der Jugend wäre das schönste Weihnachtsgeschenk“

BJR-Präsident anlässlich des Tags der menschlichen Solidarität am kommenden Montag

Der 20. Dezember ist der Internationale Tag der menschlichen Solidarität. Aus diesem Anlass ruft der BJR dazu auf, mit denjenigen solidarisch zu sein, die von den Einschränkungen der letzten beiden Jahre besonders beeinträchtigt waren: mit jungen Menschen. „Kinder und Jugendliche haben während der bisherigen Pandemie viele Opfer gebracht und große Rücksicht auf alle anderen Altersgruppen genommen“, sagt BJR-Präsident Matthias Fack. „Es ist schon lange dringend an der Zeit, dass die Gesellschaft den Bedürfnissen junger Menschen entgegenkommt und ihnen die Freiräume zurückgibt, die sie brauchen.“

Dies sei auch mit Blick auf Ehrenamtliche und hauptberufliche Fachkräfte in der Jugendarbeit nötig, so Fack. Viele Kinder und Jugendliche haben durch die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung die Anbindung an Vereine und Verbände verloren. Deshalb fällt es zahlreichen Jugendleiter:innen immer schwerer, sich für das Ehrenamt zu motivieren. „Was junge Menschen jetzt am meisten brauchen, sind Begegnungen und geschützte Räume“, sagt Fack. „Genau das kann die Jugend- und Jugendverbandsarbeit mit ihren vielfältigen Angeboten bieten. Solidarität mit der Jugend – das wäre dieses Jahr das schönste Weihnachtsgeschenk für die vielen engagierten Menschen in der Jugendarbeit.“

Im Moment wird ihre Arbeit hingegen durch die 2G-Zugangsbeschränkungen ganz besonders belastet. Das thematisieren Hauptberufliche und Ehrenamtliche in kurzen Videos der Mitmachkampagne #JungUndAusgeschlossen, die auf den Facebook- und Instagram-Seiten des BJR zu sehen ist.

Die emotionalen Videos verdeutlichen, wie dringend nötig es sei, die Anliegen der Jugendlichen wieder in den Mittelpunkt zu stellen, sagt Matthias Fack. So müsse das kommende Jahr tatsächlich zu dem „Bayerischen Jahr der Jugend“ werden, das der Bayerische Landtag im Oktober ausgerufen hat. Die Lebenswirklichkeit, die Bedürfnisse und die Themen junger Menschen sollten deutlich mehr Beachtung in Gesellschaft, Verwaltung und Politik finden, fordert Fack – und eigentlich sollte natürlich jedes Jahr ein „Jahr der Jugend“ sein.

Der BJR will seinen Teil zum „Bayerischen Jahr der Jugend 2022“ beitragen und zeigen, warum echte Teilhabe- und Gestaltungsmöglichkeiten für junge Menschen gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wichtiger denn je sind, um die Demokratie zu stärken. Die Jugend muss besser beteiligt werden und mehr echte Mitsprachemöglichkeiten bekommen – zum Beispiel durch verpflichtende Beteiligungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene, einen verbindlichen „Jugend-Check“ für Gesetze, besser ausgestattete Aktionsprogramme für Demokratie-Bildung und eine Absenkung des Wahlalters.

Alle Ehrenamtlichen und hauptberufliche Fachkräfte sind eingeladen, sich an der Videoaktion #JungUndAusgeschlossen zu beteiligen. Mehr Informationen finden sie hier.

Kontakt
Patrick Wolf
tel 089 / 51458-19 __ mobil 0151 / 276277-19 __ wolf.patrick@bjr.de

Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die Arbeitsgemeinschaft der 36 landesweiten und 36 (über-)regional tätigen Jugendverbände und 315 örtlichen Jugendgruppen in Bayern. Strukturell ist er in sieben Bezirksjugendringe sowie 96 Stadt- und Kreisjugendringe gegliedert. Seine Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Bayern.