Wählen ab 14 bleibt klare Forderung der Jugendarbeit

BJR kritisiert Ablehnung der Gesetzesentwürfe zur Wahlalter-Absenkung auf 16 Jahre

Der Bayerische Landtag hat heute die Gesetzesentwürfe der Landtagsfraktionen Bündnis90/Die Grünen, SPD und der FDP für eine Wahlalter-Absenkung auf 16 Jahre mit den Stimmen von CSU, Freie Wähler und AfD abgelehnt. „Ich bin über das schnelle Prozedere mehr als verwundert, jetzt wäre der beste Zeitpunkt, junge Menschen einzubeziehen und ihren politischen Willen ernst zu nehmen. Die Wahlalter-Absenkung bleibt für den BJR die oberste Priorität“, konstatiert Matthias Fack, BJR-Präsident.

Stellvertretend für das politische Wollen junger Menschen stehen die U18-Europawahlen, die auch eng mit dem Thema der Wahlalter-Absenkung verbunden sind: in 1.159 Wahllokalen in ganz Deutschland – in Bayern 280 Wahllokale – haben am 17. Mai 2019 über 120.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ihre Stimmen für Europa abgegeben. Sie beweisen, dass Kinder und Jugendliche durchaus wählen würden, wenn sie dürften. Der BJR fordert schon seit 2005 eine Absenkung des aktiven Wahlalters für Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahlen auf das 14. Lebensjahr. Eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre wäre ein erster Schritt gewesen.

Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die Arbeitsgemeinschaft der 35 landesweiten und 38 regional tätigen Jugendverbände und 323 örtlichen Jugendgruppen in Bayern. Strukturell ist er in sieben Bezirksjugendringe sowie 96 Stadt- und Kreisjugendringe gegliedert. Seine Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Bayern.