Wertebündnis Bayern: „Auf Bedürfnisse junger Menschen schauen und Impulse setzen“

Nach neun Jahren gibt BJR-Präsident Matthias Fack den Vorsitz im Sprecherrat ab

BJR-Vizepräsidentin Ilona Schuhmacher und BJR-Präsident Matthias Fack
Ilona Schuhmacher und Matthias Fack

„Das Wertebündnis war und ist ein Erfolgsmodell, bei dem sich die Jugendarbeit von Anfang an gerne eingebracht hat und weiter einbringen wird. Denn wir schaffen es nur gemeinschaftlich, das Bewusstsein für die grundlegenden Werte wie Demokratie, Verantwortung und Ehrenamt in unserer Gesellschaft zu stärken. Kinder und Jugendliche treten mit Leidenschaft für ihre Werte ein. Dieses Engagement müssen wir Erwachsene anerkennen und ihnen angemessene Räume eröffnen. Wir können alle voneinander lernen, das hat die Vielfalt der Projekte gezeigt, die wir in all den Jahren auf den Weg gebracht haben“, betonte Matthias Fack anlässlich seines Abschieds als Vorsitzender des Sprecherrats im Wertebündnis Bayern. Seit dem Beginn seiner Amtszeit als Präsident des Bayerischen Jugendrings (BJR) im Mai 2011 vertrat Matthias Fack dort die Interessen von jungen Menschen und der Jugendarbeit, 2013 wurde er 1. Vorsitzender des Sprecherrats. Bei der heutigen turnusgemäßen Neuwahl des Sprecherrats trat er nicht mehr an.

„Ein Highlight ist sicher die bayernweite Lange Nacht der Demokratie. Aber auch in Projekten wie ‚kampagnenstark – für Vielfalt und gegen Extremismus‘ oder ‚Aktiv gegen Vorurteile‘ in Trägerschaft des JFF – Institut für Medienpädagogik zeigt sich die Kraft dieser Arbeit. Hier reflektieren Jugendliche in Medienprojekten ihre Haltungen und ihr Handeln und setzen sich intensiv mit dem Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft auseinander“, resümiert Fack.

Die wichtige Arbeit des Wertebündnisses strukturell und finanziell abzusichern, sei ebenfalls ein Schwerpunkt in seiner Amtszeit gewesen. Seit 2010 gibt es das Wertebündnis Bayern mit mittlerweile 205 Mitgliedsorganisationen aus allen Bereichen der Gesellschaft. 2015 wurde die Stiftung Wertebündnis gegründet, die die Arbeit des Bündnisses mit Mitteln des Freistaats nunmehr institutionell absichert. „Dadurch wird auch weiterhin sichergestellt, dass Werteorientierung und Wertebildung gefördert werden. Projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene schaffen Möglichkeiten, gemeinsam über Werte nachzudenken und zu diskutieren, sie aber auch ganz praktisch zu erleben“, so Fack.

In Zukunft vertritt Ilona Schuhmacher als Vizepräsidentin den BJR im Wertebündnis. Für sie war es eine Selbstverständlichkeit, auch unmittelbar für den Sprecherrat zu kandidieren, denn: „Demokratie- und Wertebildung sind von jeher zentrale Themen des Bayerischen Jugendrings. Im Austausch mit vielen anderen Organisationen wollen wir weiterhin unseren Beitrag dazu leisten, den Wertedialog bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen lebendig zu halten.“ Durch Ilona Schuhmacher ist gewährleistet, dass die Perspektive der Jugend weiterhin prominent im Sprecherrat des Wertebündnisses vertreten ist. „Nach zwei Jahren Pandemie ist es besonders wichtig, auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu schauen und neue Impulse zu setzen, die Gemeinschaft und Austausch fördern“, unterstrich Schuhmacher bei ihrer Wahl als neues Mitglied im 15-köpfigen Gremium.

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Karin Fleissner
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