Arbeitsfeld konkret!

Natur - Erlebnis - Spielen - Bauen - Lernort, so oder so ähnlich könnte die Skizzierung des Arbeitsfelds aussehen. Denn Kinder- und Jugendfarmen, Aktiv-, Bau- und Abenteuerspielplätze sind naturnahe Erlebnisräume, die Kindern in der Regel bis zwölf Jahren zur Verfügung stehen. 

In einer 40-jährigen Tradition entwickelte sich ein speziell konzipiertes und pädagogisch untermauertes Arbeitsfeld, dass als Lernort an Erfahrungen nur so strotzt.

Die Prinzipien der OKJA

  • Offenheit
    Die Offenheit im pädagogischen Kontext der OKJA zeigt sich durch eine positive Grundhaltung den Kindern gegenüber. Jedes Kind ist willkommen, egal welcher Herkunft bezogen auf Nationalität, Religion, Bildung oder finanziellen Ressourcen.
  • Freiwilligkeit
    Die OKJA ist grundsätzlich freiwillig! Zwar gibt es feste Öffnungszeiten in den Einrichtungen, aber wann man in die Einrichtung kommt oder ob man früher geht ist jedem Kind selbst überlassen. Dieses Prinzip gilt auch bezogen auf die jeweiligen Angebote, ob man etwas baut, bastelt, spielt oder andere Angebote wahrnimmt ist jedem Kind selbst überlassen, es ist eben freiwillig.
  • Partizipation
    Nicht nur Teilnehmen sondern auch mitbestimmen. Im pädagogischen Arbeitsfeld der OKJA heißt es immer mitsprechen was gemacht wird. Die Planung von Angeboten, Einrichten und Gestalten ist immer eine Gemeinschaftsangelegenheit. Die Kinder sprechen mit, wenn es um PLanung und Umsetzung geht.
  • Lebenswelt- und Sozialraumorientierung
    Kinder haben ihre eigene Lebenswelt, die sich durch die jeweilige Einstellung des Kindes aber in vielen Punkten auch durch das Umfeld bestimmt ist. Pädagogen analysieren die derzeitige Lebenswelt und die Umgebung um die Einrichtung und können sich mit Hilfe der Partner vor Ort individuell auf diese Situationen reagieren und mit Angeboten einen Ausgleich der räumlichen und sozialen Bedingungen schaffen.
  • Geschlechtergerechtigkeit
    Jungs und Mädchen sind nicht gleich! Aber die gleichen Chancen sollten sie haben. Auf Grund aufgebrochener Rollenbilder sind Mädchen und Jungen aufgefordert ihren Weg zu finden und ihnen ist die Möglichkeit zu geben, diesen Weg gehen zu können. Pädagogen können heute über eine geschlechtssensible Pädagogik diesen individuellen Bedürfnissen gerecht werden.

Lern- und Erfahrungsort

  • Tiergestützte Pädagogik: Den Umgang mit Tieren zu lernen, die Bedürfnisse von Tieren wahrzunehmen. Zu erfahren, dass es Tiere gibt die zutrauen entwickeln und wiederum andere die sich unter ihres gleichen wohlfühlen. Diese Erfahrungen bilden Kinder und ermöglichen einen anderen Zugang zur Thematik "gebraucht werden" und wirksam zu sein.
  • Sich ausprobieren und handwerkliche Fähigkeiten zu erlernen: Sich selbst etwas aufzubauen, das Gestalten von Hütten, Baumhäusern oder hacken von Holz für das Feuer sind besondere Erfahrungen die das eigene Handeln und die Ergebniswahrnehmung besonders anregen.
  • Das Spiel mit Kindern verschiedener Altersgruppen, unterschiedlicher Abstammung und Herkunft schafft Sensibilität für das eigene Sein und wahrnehmen des Gegenübers als Partner.
  • Erste Erfahrungen der vielfältigen Möglichkeiten und Zusammenhänge von Leben und Arbeiten können erprobt und festgestellt werden.
  • Sensibilisierung für ökologische Themen und Darlegung wichtiger Abläufe in der Umwelt, können sich nachhaltig auf die Lebensführung auswirken.
  • Kindliche Bedürfnisse nach Eigeninitiative, Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit können begleitet und befriedigt werden.
  • Selbstverantwortliches Handeln wird durch Partizipation und Mitbestimmung gelehrt und bietet einen Einblick in die eigenen Wirkungsmöglichkeiten.
  • Dem Bewegungsdrang gerecht werden, durch große Flächen und Gelände in naturnaher Umgebung. Hier wird ermöglicht zu Klettern, Balancieren, Raufen, Rennen, aber auch sich zu verstecken und zurückzuziehen.