Europa (er)leben: Solidarität mit der Jugend am Westbalkan

Die Delegierten der 151. BJR-Vollversammlung äußern sich mit dem Beschluss zur Situation am Westbalkan.

Die im BJR zusammengeschlossenen Jugendverbände und Jugendringe sind sich der zunehmend kritischen politischen Situation zwischen den Staaten am Westbalkan, bzw. den Staaten des ehemaligen Jugoslawiens bewusst und sehen die Perspektivlosigkeit junger Menschen verbunden mit dem stockenden EU-Erweiterungsprozess mit Sorge.

Deshalb fordern wir von der Landes- und Bundesregierung und den europäischen Institutionen:

  • Bleibeperspektiven für jungen Menschen in der Region zu schaffen und somit dem "Brain-Drain" entgegen zu wirken;
  • die hohe Jugendarbeitslosigkeit wirksam zu bekämpfen;
  • den Jugendaustausch mit und in der Region generell zu stärken und dazu gezielt Fördermittel bereitzustellen;
  • formale und non-formal (EU-)Bildungsprogramme in der Region auszubauen und den "Brain-Circulation" zu fördern;
  • die Partizipation und gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen in der Region zu garantieren und Jugendringsstrukturen zu unterstützen;
  • den Berlin-Prozess im Sinne der jungen Menschen fortzuführen;
  • die EU als Friedensgarant in der Region zu stützen und den EU-Integrationsprozess mit Nachdruck weiterzuführen.

Innerhalb der Jugendverbände und Jugendringe wollen wir aus diesem Grund dazu ermutigen:

  • wieder verstärkt den Kontakt in die Region zu suchen und neue Jugendaustauschmaßnahmen zu etablieren;
  • eine strategische Partnerschaft mit dem Westbalkanjugendwerk RYCO aufzubauen und dessen Projekte zu unterstützen;
  • die Intensivierung der jugendpolitischen Kontakte in der Region voranzutreiben;
  • unsere Erfahrungen im Aufbau von Jugendstrukturen mit jungen Menschen am Westbalkan zu teilen und sie in ihrer Arbeit zu unterstützen;
  • einen Fachkräfteaustausch zur Kontaktaufnahme zu ermöglichen.