06.12.2022 - (18.00 - 19.30 Uhr)
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Georgien – Zwischen Russland und Europa

Hohe Berge im Kaukasus und mediterranes Flair an der Schwarzmeerküste, Georgiens Landschaften sind ebenso vielfältig wie seine Bevölkerung.

Das Land, in etwa so groß wie Bayern, vereint eine ungeheure Vielfalt. Landwirtschaft, Weinbau, Schwerindustrie, Tourismus und seine multiethnische Bevölkerung. Neben der georgischen Mehrheit leben dort Adscharer, Armenier, Aserbaidschaner und weitere Volksgruppen. Bereits vor 1,8 Mio. Jahren siedelten die ersten Menschen im Land. So wie das Christentum als nationales Band gesehen wird, stand die Bevölkerung Jahrhunderte unter Fremdherrschaft. Auf Araber, folgten Osmanen, Perser und Russen. 1990 schaffte sich das Land seine Unabhängigkeit, es existieren aber verschiedene Kräfte, die das Land entweder in Richtung Westen bzw. in Richtung Russland ziehen. Dies kann, wie 2008 passiert, auch zu einem Krieg mit dem großen Nachbarn führen. Georgien hat sprichwörtlich Russland im Nacken und Europa im Blick. Wir werfen im Rahmen des Vortrags einen Blick auf dieses vielfältige Land im Kaukasus.

Jochen Zellner, M. A., Politikwissenschaftler und Historiker, stellvertretender Leiter der Europäischen Akademie Bayern e. V., Experte für Mittleren und Nahen Osten, Staaten und Systeme in Afrika, Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die Kaukasusregion, den Ukrainekonflikt, Lateinamerika, Extremismus und Populismus in Europa und die Auseinandersetzung mit Verschwörungstheorien.

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