20.10.2022 - (09.30 - 13.00 Uhr)
Online auf Microsoft Teams

Info-Veranstaltung: Safe(r) Spaces - Schutzräume in der Jugendarbeit

Safe(r) Spaces sind Räume für Menschen, die ähnliche Diskriminierungserfahrungen teilen. Sie sollen eine inklusive Umgebung bieten, frei von verletzenden Äußerungen. Aber: Was bedeutet das genau? Braucht es solche Räume in der Jugendarbeit? Wie können sie konkret aussehen? Und warum steht da überhaupt eine Klammer um das (r)?!

In der Info-Veranstaltung „Safe(r) Spaces – Schutzräume in der Jugendarbeit“ gehen wir diesen und vielen weiteren Fragen nach. In einem Auftaktgespräch teilen Rosa Fava und Naim Balıkavlayan ihr Fachwissen zum Thema, anschließend können sich die Teilnehmenden in Breakout-Sessions mit Expert:innen zur konkreten Umsetzung von Safe(r) Spaces informieren und austauschen.

Egal ob Diversity-Experte, Skeptikerin, Themen-Neuling oder einfach nur interessiert: Alle haupt- und ehrenamtlichen Fachkräfte der Jugendarbeit sind eingeladen, gemeinsam Inspiration für eine inklusive und stärkende Jugendarbeit zu sammeln.

Die Teilnahme ist kostenlos.


Ablauf:

09:30-09:40        Begrüßung

09:40-10:30        Fachgespräch mit Dr. Rosa Fava (Praxisstelle ju:an, Amadeu-Antonio-Stiftung) und Naim Balıkavlayan (Diversity Trainer), moderiert von Waseem Seger

10:40-11:25        Safe(r) Space Austauschrunden I

  • Mädchen* und junge Frauen* mit Ouassima Laabich-Mansour
  • Jungen* und junge Männer* mit Mitu
  • Queere Jugendliche mit Naim Balıkavlayan
  • BIPoC (Black, Indigenous, People of Color) mit Isabella Hans
  • Jugendliche mit Behinderung mit Ibrahim Al-Wattar
  • Critical Whiteness mit Amrei Weinhöppel

11:25-11:40        Pause

11:40-12:25        Safe(r) Space Austauschrunden II

12:30-13:00        Abschluss


zu den Referent:innen:

  • Dr. Rosa Fava ist Koordinatorin der "ju:an - Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit" der Amadeu-Antonio-Stiftung. Die Praxisstelle bietet Beratung und Fortbildungen für Fachkräfte und Multiplikator:innen der Jugendarbeit, Austauschveranstaltungen, Handreichungen für den Alltag und gemeinsame Projekte mit Jugendlichen, um Antidiskriminierung in der Jugendarbeit voranzutreiben.
  • Naim* Balıkavlayan bringt zahlreiche Erfahrungen aus der Arbeit mit jungen Menschen mit – Erfahrungen, die Naim* mit den Themen Diversity und Diskriminierungsarbeit und einem besonderen Fokus auf soziale Gerechtigkeit verknüpft. Als Diversity-Trainer berät Naim* Organisationen und öffentliche Träger, um Teilhabe für alle zu erreichen.

  • Ouassima Laabich-Mansour ist nicht nur Doktorandin an der FU Berlin in den Politikwissenschaften, sondern auch Projektleiterin bei Superrr Lab und freiberufliche Referentin und Moderatorin zu Rassismuskritik, Empowerment, Jugendpolitik und kritisches Zukünfte Denken.

  • MiTu bietet u.a. geschützte Räume für Männer und Jungen an, wo sie sich über sich selbst bewusst werden und ihre Qualitäten erkennen können, ohne Erwartungen gerecht werden zu müssen. Weg von der veralteten Konditionierung eines Mannes und hin zu der gesunden und bewussten sustainable masculinity. Authentisch, verletzlich und verantwortungsvoll in seine Mitte zu kommen und daraus Kraft zu schöpfen. „Ich nenne das Bewusstseinsarbeit und sehe mich als Healing Artist, der Menschen in Ihren Prozessen begleitet.“

  • Isabella Hans ist nicht nur Bildungsreferentin und Erziehungswissenschaftlerin, sondern gestaltet als Aktivistin bei Open Afro Aux die Stadtgesellschaft in Augsburg. Ihre Themen sind Anti-Rassismus, Postkolonialismus und Empowerment.

  • Geboren Anfang der 80er in einem kleinen Dorf in Schleswig-Holstein als Sohn eines arabischen Vaters und einer deutschen Mutter, wurde Ibrahim Al-Wattar oft das Gefühl gegeben, dass seine Stimme nicht so viel zähle wie die der anderen. Auch deshalb ist Ibrahim als Beauftragter für Barrierefreiheit bei Die Urbane aktiv. „Heute weiß ich wer ich bin und was ich kann: Rollstuhlfahrer mit einer lauten Stimme, der überzeugt davon ist, dass jeder Mensch alles kann. Man muss uns nur lassen.“  

  • Amrei Weinhöppel ist psychologische Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin mit eigener Praxis in München. Nach langjähriger therapeutischer Erfahrung mit unbegleiteten minderjährigen geflüchteten Menschen und Erwachsenen arbeitet sie mittlerweile u.a. in Arbeitsgruppen an therapeutischen Instituten zu Themen wie Diversität und Migration. „Ich biete Sensibilisierungs-, Critical Whiteness und Anti-Rassismus-Workshops aus meiner intersektionalen, weiß, jüdisch-muslimisch, feministischen Perspektive an.“


Die Veranstaltung wird im Rahmen des Aktionsprogramms "ju&mi - Jugendarbeit in der Migrationsgesellschaft" in Kooperation mit den Bezirksjugendringen Mittelfranken, Unterfranken, Schwaben und Oberbayern sowie den Kreisjugendringen München-Stadt und Nürnberg-Stadt durchgeführt.

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