06.10.2021 -
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Online-Lesungsreihe „Miteinander und auf Augenhöhe – Perspektiven für die Jugendarbeit in der Migrationsgesellschaft“

In der Jugendarbeit wollen wir offen sein für alle. In Jugendgruppen und -verbänden sollen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer Vielfalt zusammenkommen können, Raum und safer spaces zur Entfaltung und zur Erfahrung von Gemeinschaft finden und ein respektvolles, demokratisches Miteinander leben. Klingt gut, ist aber gar nicht immer so einfach umzusetzen!

Migration und Flucht tragen dazu bei, dass sich unsere Gesellschaft kontinuierlich wandelt. Die Lebensrealitäten junger Menschen werden komplexer. Gleichzeitig gewinnen Populismus, demokratie- und menschenfeindliche Positionen immer mehr Zuspruch. Wie können wir da zu einem guten Miteinander finden, in dem alle mit ihren vielfältigen Bedürfnissen, Interessen und Prägungen Platz haben? 
Der Bayerische Jugendring mit dem Projekt „mitanand – Jugendarbeit in der Migrationsgesellschaft“ lädt herzlich dazu ein, sich zu dieser Frage mit den Autor:innen Ali Can, Kübra Gümüşay und Emilia Roig auszutauschen und inspirieren zu lassen. 

Programm:

6. Oktober 2021, 18:00-19:30 Lesung und Diskussion mit Ali Can: "Mehr als eine Heimat. Wie ich Deutschsein neu definiere"

 Ali Can, geboren 1993, ist Sozialaktivist und Autor. Vor allem als Initiator der „Hotline für besorgte Bürger“ sowie 2018 des Hashtags #MeTwo ist er national wie international bekannt geworden. Anfang 2019 eröffnete in Essen das von ihm gegründete „VielRespektZentrum“. Für sein Engagement wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Jugenddemokratiepreis 2016. In seinem aktuellen Buch „Mehr als eine Heimat. Wie ich Deutschsein neu definiere” beschreibt er den Hashtag und seine Folgen als Teil einer dringend gebotenen gesellschaftlichen Debatte. Indem er auf seine eigene Biographie blickt und eine Reihe bekannter Gesprächspartner befragt, kommt er zu dem Schluss: Heimat - das sind letztlich die Werte, die wir teilen. 

Moderation: Saeid Herawi, Literaturwissenschaftler, Trainer und Jugendintegrationsbegleiter

27. Oktober 2021, 19:30-21:00 Lesung und Diskussion mit Kübra Gümüşay: „Sprache und Sein“

Kübra Gümüşay, geboren 1988 in Hamburg, ist eine der einflussreichsten Journalistinnen und politischen Aktivistinnen unseres Landes. 2011 wurde ihr Blog Ein Fremdwörterbuch für den Grimme Online Award nominiert. Sie war Kolumnistin der tageszeitung und stand mehrfach auf der TEDx-Bühne. Die von ihr mitbegründete Kampagne #ausnahmslos wurde 2016 mit dem Clara-Zetkin-Frauenpreis ausgezeichnet. In ihrem ersten Buch „Sprache und Sein“ beschreibt sie, wie Sprache unser Denken prägt und unsere Politik bestimmt. Sie zeigt, wie Menschen als Individuen unsichtbar werden, wenn sie immer als Teil einer Gruppe gesehen werden – und sich nur als solche äußern dürfen. 

Moderation: Zahra Akhlaqi, Vorstand bei heimaten e.V., Jurastudentin und Gewinnerin des Bayerischen Integrationspreises 2021

29. November 2021, 18:00-19:00 Lesung und Diskussion mit Dr. Emilia Roig: „Why We Matter. Das Ende der Unterdrückung“

Dr. Emilia Roig (*1983) ist Gründerin und Direktorin des Center for Intersectional Justice (CIJ) in Berlin. Sie ist eine renommierte Expertin für Intersektionalität, Vielfalt, Gleichberechtigung, Inklusion und Antidiskriminierung, die sich für soziale Gerechtigkeit in Deutschland und europaweit einsetzt. In ihrem Buch „Why We Matter. Das Ende der Unterdrückung“ deckt sie die Muster der Unterdrückung auf und leitet zu radikaler Solidarität an. Sie zeigt – auch anhand der Geschichte ihrer eigenen Familie –, wie Rassismus und Black Pride, Trauma und Ausschwitz, Homofeindlichkeit und Queerness, Patriarchat und Feminismus aufeinanderprallen.


Ort: Online auf Microsoft Teams. Der Link wird den Angemeldeten kurz vor der Veranstaltung zugeschickt.

Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos.

Zielgruppe: Das Angebot richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche aus der Jugendarbeit, Multiplikator:innen, (angehende) Pädagog:innen und alle weiteren, die sich für das Thema interessieren.

Barrieren: Wenn benötigt, kümmern wir uns gerne um die Anwesenheit von Gebärdendolmetscher:innen.

Kontakt und weitere Informationen:

Caroline Mulert

Programmkoordinatorin mitanand – Jugendarbeit in der Migrationsgesellschaft

Bayerischer Jugendring K.d.ö.R.

tel 089 514 58 35

mobil 0151 276 277 35

mulert.caroline@bjr.de

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