Barrierefreiheit – Nicht nur DIN-Norm

Auf dem Fachtag des BJR-Projekts SelbstVerständlich Inklusion am 21.4.2018 im Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg ging es um diverse Aspekte von Barrierefreiheit - und wie sie in der Jugendarbeit umgesetzt werden können.

Plenum des Fachtags "Barrierefreiheit - Nicht nur DIN-Norm" im Pirckheimer Saal, im Vordergrund angeschnitten das Podium mit den Referent_innen
Ziel des ausgebuchten Fachtags war, die Öffnung von Jugendarbeit und ihrer Angebote für junge Menschen mit Behinderung ein Stück weiter voranzubringen.
Beschriftete Kartons, während des Workshops als Mauer aufgestapelt, versinnbildlichen die Barrieren, die eine Begegnung auf Augenhöhe behindern können
Die Mauer in den Köpfen, ihre Bausteine visualisiert durch Kartons als abzubauende Barrieren im Workshop "Begegnung auf Augenhöhe" mit Annafrid Staudacher, Integral e.V.
Alexander Pelka von der Beratungsstelle Barrierefreiheit der Bayerischen Architektenkammer während seines Vortrags zu digitaler Barrierefreiheit. Rechts neben ihm zwei Übersetzer in Gebärdensprache
Live übersetzt durch zwei Gebärdendolmetscher_innen: das Impulsreferat von Alexander Pelka, Bayerische Architektenkammer, u.a. zu digitaler Barrierefreiheit

Was ist Barrierefreiheit? Dass es bei diesem Begriff nicht nur um Rampen für Rollstuhlfahrer_innen und andere bauliche Maßnahmen geht, ist mittlerweile allgemein bekannt. Doch was genau ist zum Beispiel ein barrierefreies Dokument, oder wie kann eine Homepage zugänglich gestaltet werden? Der Fachtag am 21. April in Nürnberg gab Antworten auf diese und andere Fragen im Themenfeld inklusive Jugendarbeit.

Auf der mit 54 Teilnehmer_innen ausgebuchten Veranstaltung des BJR-Projekts SelbstVerständlich Inklusion gab es zu Beginn eine Überblick über den status quo der inklusiven Angebote der bayerischen Jugendarbeit. Die Ergebnisse der Umfrage – in Form einer wissenschaftlichen Begleitung durch die Hochschule Landshut –  in Kooperation mit dem Projekt ergab mittlerweile über 30 inklusiv gestaltete Angebote und Kooperationen landesweit.

Alexander Pelka von der Beratungsstelle für Barrierefreiheit der Bayerischen Architektenkammer informierte in einem Vortrag und in einer Offenen Fragerunde über die Möglichkeiten barrierefreier Kommunikation im digitalen Raum. Zwei weitere Workshops vermittelten Hintergrundinformationen und praktische Handlungsempfehlungen: Michael Kröger von der Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern stellte Konzepte zur Prävention sexualisierter Gewalt bei Jugendlichen mit Behinderung vor und Annafrid Staudacher vom Verein Integral e.V. zeigte in ihrem Workshop Möglichkeiten auf, wie Begegnungen auf Augenhöhe gestaltet werden können.