Jugendintegrationsbegleiter_innen

Erste Qualifizierungsreihe abgeschlossen

Elf Teilnehmer_innen, vier engagierte Trainer_innen, fünf Seminarteile, unzählige Gespräche, Ideen und Freundschaften - der erste Fortbildungskurs zum_zur Jugendintegrationsbegleiter_in ist absolviert. Integration braucht auch Vermittlung. Deshalb führte der BJR im Rahmen des Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde im Jahr 2017 eine neue Qualifizierungsreihe an: Sie richtet sich an junge Leute mit Flucht- oder Migrationserfahrung, die ein Interesse daran haben, Integrationsprozesse in der Jugendarbeit zu begleiten und ihre eigene Expertise einzubringen. In Kooperation mit dem KJR München-Land und der Jugendbildungsstätte Unterfranken wurden ab August 2017 in Würzburg und München Inhalte aus den Bereichen Bildung, Psychologie, Kommunikation, Soziale Arbeit und Recht vermittelt. Zudem gibt es Unterstützung bei der Planung konkreter Projekte und wichtige Kontakte in die bayerische Jugendarbeit.

Miteinander reden, nicht übereinander – das ist Ziel des Aktionsprogramms Flüchtlinge werden Freunde. Denn Integration bedeutet nicht einseitige Anpassung von Zugewanderten an die deutsche Gesellschaft, sondern ist ein Prozess der Annäherung beider Seiten. Damit sie auch in der Jugendarbeit gelingen kann, brauchen sowohl zugewanderte Jugendliche als auch Organisationen der Jugendarbeit eine kompetent beratende Begleitung. Im besten Fall durch Menschen, die aus eigener Erfahrung beide Seiten kennen. Denn sie kennen die Bedürfnisse zugewanderter Menschen sowie die Erwartungen und Haltungen, mit denen sie im Kontakt mit der Aufnahmegesellschaft konfrontiert werden. Als junge Migranten/-innen verfügen sie über wertvolle persönliche Erfahrungen.

Wir sind gespannt, was sich weiter entwickelt und sind uns sicher: diese tollen Menschen werden die Jugendarbeit bereichern und auch darüber hinaus wirken und ihre Ideen und Kompetenzen einbringen.

Für Fragen zur Fortbildung meldet euch bei Manina Ott: ott.manina@bjr.de