BJR zur BR-Entscheidung: PULS

Statement von BJR-Präsident Matthias Fack

Mikrofon und Aufnahmegerät für Jugendradio
Mikrofon und Aufnahmegerät für Jugendradio

Statement von BJR-Präsident Matthias Fack zur Entscheidung des BR, den Jugendsender PULS ab 2018 nicht wie ursprünglich geplant über UKW auszustrahlen. Auch in seiner Funktion als BR-Rundfunkratsmitglied und derzeit Vorsitzender des BR-Programmausschusses hatte Fack sich für eine UKW-Frequenz der BR-Jugendwelle eingesetzt.

„Die Entscheidung des BR ist schmerzlich, aufgrund der Entwicklungen im BR-Hörfunkangebot und in der Medienlandschaft jedoch nachvollziehbar. Dem BR-Jugendsender PULS ist es in den letzten Jahren ansehnlich gelungen, mit verschiedenen Themenwelten und digitalen Kanälen junge Zielgruppen zu erreichen.

Jugend findet ihre Räume, auch in den Medien. Deshalb darf der öffentlich-rechtliche Rundfunk weiterhin in seinen Anstrengungen nicht nachlassen, sein Programm auf ein junges Publikum auszurichten und dabei ihre vielfältigen Lebenslagen zu berücksichtigen. Kinder und Jugendliche sind nicht nur Konsument_innen: Als Expert_innen in eigener Sache ist es wichtig, sie zu beteiligen – indem sie das Angebot mitgestalten, neue Inhalte entwickeln und Themen setzen können.

Vor dem Hintergrund der BR-Entscheidung ist es umso bedeutender, die PULS-Formate zu stärken und den weiteren Ausbau der Empfangsmöglichkeiten des Jugendkanals voranzutreiben. Politik und Programmveranstalter müssen gemeinsam daran arbeiten, dass auf der Radio-Landkarte in Deutschland DAB+ der Vorrang eingeräumt wird.“

Kontakt
Cornelia Freund
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freund.cornelia@bjr.de

Der Bayerische Jugendring K.d.ö.R. ist die Arbeitsgemeinschaft der 34 landesweiten und 39 regional tätigen Jugendverbände und 334 örtlichen Jugendgruppen in Bayern. Strukturell ist er in sieben Bezirksjugendringe sowie 96 Stadt- und Kreisjugendringe gegliedert. Seine Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Bayern.