Jugendgerechte Kommunen in Bayern

7. Landestagung Kommunale Jugendpolitik mit Bayerischem Städtetag, Landkreistag und Gemeindetag

v.l.n.r.: Peter Nitschke (Bayer. Sozialministerium), Matthias Fack (Präsident BJR), Gerhard Dix (Bayer. Gemeindetag), Anton Knapp (Landrat Eichstätt, Bayer. Landkreistag), Dr. Stefan Kiefer (Bürgermeister Augsburg, Bayer. Städtetag)

Wie können Städte, Landkreise und Gemeinden jungen Menschen gutes Aufwachsen und Perspektiven ermöglichen? Welche Rahmenbedingungen, Infrastrukturen und Teilhabemöglichkeiten sind notwendig, damit Kinder und Jugendliche in ihrer Gemeinde gut integriert und gern zuhause sind? Damit sie an ihrem Heimatort auch ihre Zukunft sehen und diese aktiv mitgestalten können? Kurz: wie sieht gute, gelingende kommunale Jugendpolitik heute aus?

Antworten auf diese Fragen gab es bei der 7. Landestagung Kommunale Jugendpolitik am 9.11.2017 in Beilngries, die der BJR auch dieses Jahr wieder in Kooperation mit den drei kommunalen Spitzenverbänden Bayerischer Städtetag, Bayerischer Gemeindetag und Bayerischer Landkreistag veranstaltete.

Die Vertreter der drei Kommunalen Spitzenverbände unterstrichen, dass kommunale Jugendpolitik schon längst harter Standortfaktor im Wettbewerb der Kommunen sei. Als "Pflichtaufgabe im interkommunalen Wettbewerb" bezeichnete sie Gerhard Dix vom Bayerischen Gemeindetag. Sie ist eine Querschnittsaufgabe, die v.a. formale und nonformale Bildung, Beteiligung, Räume und Wohnen mit einschließt. Dabei gelte es, nicht nur auf die Probleme, sondern auf die Bedürfnisse junger Menschen zu blicken, so Dr. Stefan Kiefer vom Bayerischen Städtetag. "Jugendpolitik ist kein Hinterhof, sondern Flaniermeile für die Kommunen", brachte es Landrat Anton Knapp (Bayerischer Landkreistag) auf den Punkt. MR Peter Nitschke machte deutlich, dass das Herz der Jugendpolitik auf Kommunaler Ebene schlage, die Kommune sei Ausgangspunkt für gelingende Jugendpolitik, die von der kommunalen über die Landes- und Bundes- bis hin zur Europaebene reiche.

Viele bayerische Städte, Märkte und Gemeinden arbeiten bereits an jugendgerechten Infrastrukturen, weil sie wissen, wie wichtig die Integration junger Menschen für das kommunale Gemeinwesen ist. Wie sie gelingen kann, zeigten die Präsentationen gelungener Praxiskonzepte aus Wertingen, Walbüttelbrunn, Kulmbach und Rosenheim.
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Materialien zur Tagung