17.03.2026

Mit Minetest in die „Digitalen Zukunftstage“ – Jugendliche gestalten ihre Zukunft vor Ort

Morgen findet die erste Abschlussveranstaltung der „Digitalen Zukunftstage“ statt. Damit geht ein Beteiligungsprozess in die finale Phase, bei dem Jugendliche Ideen für die Zukunft ihrer Stadt oder Gemeinde entwickeln konnten. Nun sind Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit eingeladen, sich mit den jungen Menschen über die Ergebnisse auszutauschen.

Bei den „Digitalen Zukunftstagen 2026“ konnten junge Menschen seit Januar in neun bayerischen Kommunen einen durchgängigen Beteiligungsprozess mitgestalten. Sie waren von der ersten Idee bis zur Projektvorstellung vor der Kommunalpolitik miteingebunden. Ausgangspunkt war jeweils eine Zukunftswerkstatt an der Schule, in der Jugendliche ihre Wünsche und Kritik sammeln und Visionen für ihre Kommune im Jahr 2050 entwickelten. Mithilfe des Open-Source-Programms Minetest – einer Variante des bekannten Spiels Minecraft – setzten sie ihre Ideen in einer digitalen Nachbildung ihrer Kommune kreativ um. Im Anschluss wurden die Entwürfe im Unterricht politisch eingeordnet und weiterentwickelt, bevor sie im außerschulischen Ideen-HUB gemeinsam mit der Jugendarbeit konkretisiert und auf ihre Umsetzbarkeit geprüft wurden. So entstanden aus ersten Visionen tragfähige Projektvorschläge. 

 
Bei den kommenden Abschlussveranstaltungen präsentieren die Jugendlichen ihre Ergebnisse den Vertreter:innen aus Politik und Verwaltung, diskutieren nächste Schritte und stoßen Folgeprozesse an. Philipp Seitz, Präsident des Bayerischen Jugendrings (BJR), unterstreicht die Bedeutung des Projekts als innovativen Baustein für Jugendbeteiligung: „Die ‘Digitalen Zukunftstage’ machen es deutlich: Die Einbindung junger Menschen von Anfang an, jugendgerechte Beteiligungsformate sowie die enge Zusammenarbeit von Schulen, Kommunen und Träger:innen der Jugendarbeit ergeben einen tragfähigen Ansatz für nachhaltige Beteiligung. Der anschließende persönliche Kontakt zu Entscheidungsträger:innen baut Hürden ab und erleichtert eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Zukunft. Beteiligung wird so unmittelbar erfahrbar und wirksam.“ 

VOM PILOTPROJEKT ZUR WEITERENTWICKLUNG 

Die „Digitalen Zukunftstage“ sind eine Weiterentwicklung der „Digitalen Zukunftsnächte“, die in den vergangenen Jahren von der Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (BLZ) durchgeführt wurden. 2026 wird das Format in Kooperation mit der Fach- und Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung des BJR strukturell ausgebaut und in Zusammenarbeit mit der kidsLab gGmbH und Q3. Quartier für Medien.Bildung.Abenteuer realisiert. Statt eines punktuellen Veranstaltungsformats setzt das neue Konzept auf mehrere, aufbauende Bausteine und auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule, Jugendarbeit und Kommune. 

EINLADUNG AN PRESSEVERTRETER:INNEN 

Pressevertreter:innen sind herzlich eingeladen, an den Abschlussveranstaltungen in den beteiligten Kommunen teilzunehmen. Sie erhalten dort Einblick in die digitalen Modelle, die konkreten Projektvorschläge sowie in den Austausch zwischen Jugendlichen und kommunalen Entscheidungsträger:innen.
Termine, Orte und Ansprechpartner:innen vermitteln wir gerne auf Anfrage. Für Rückfragen, Interviewwünsche oder Hintergrundgespräche stehen wir jederzeit zur Verfügung. 

Kontakt: 
_Teresa Gebele-Ostermann und Pia Bittner 
_kinderundjugendbeteiligung@bjr.de 

Mehr Informationen zum Projekt unter: https://www.kinderundjugendbeteiligung.bayern/angebot/digitale-zukunftstage/