Hinweise zum Umgang mit Coronavirus (SARS-CoV-2)

Auf dieser Sonderseite stellt der BJR einige Informationen, Handlungsempfehlungen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQs) für die Jugendarbeit in Bayern bereit. Der BJR ist bemüht, die Informationen auf dieser Sonderseite laufend zu aktualisieren und insbesondere die Informationen zu den staatlichen Maßnahmen zeitnah nach Verkündung einzupflegen. Zur besseren Nachvollziehbarkeit ist auf den Unterseiten das Datum der letzten Aktualisierung angegeben.

(Stand 11.5.2021, 16:00 Uhr)

Aktueller Hinweis (11.5.2021): Die Beschlüsse des Ministerrats vom 10.5.2021 (u. a. mit Öffnung der Übernachtungseinrichtungen ab dem 21.5. für alle) werden aktuell in die Verordnung eingearbeitet. Sobald der Verordnungstext verkündet ist und eventuelle Fragen geklärt sind, informiert der BJR auf dieser Seite über die Auswirkungen auf die Jugendarbeit.

Aufgrund der vielen Rückfragen weist der BJR der Vollständigkeit halber darauf hin, dass sich aus den Beschlüssen vom 4.5.2021 – bis auf die Regelungen für Geimpfte und Genese – keine relevanten Änderungen ergeben haben. Die aktuellen „Lockerungen“ resultieren vielmehr aus dem sinkenden Inzidenzwert.

Was gilt bei einer 7-Tage-Inzidenz von unter 100?

1) Allgemein

Außerschulische Bildungsangebote, die § 20 Abs. 2 der 12. BayIfSMV unterfallen, können ab dem 15. März 2021 inzidenzabhängig in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 in Präsenzform wieder stattfinden, wenn zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 m gewahrt ist.

Es besteht Maskenpflicht bei Präsenzveranstaltungen am Platz, und soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann, insbesondere in Verkehrs- und Begegnungsbereichen.

Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen. Die vierte Version der Empfehlung für die Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzepts in der Jugendarbeit nach § 85 Abs. 2 Nr. 1 SGB VIII berücksichtigt alle Änderungen aufgrund der 12. BayIfSMV vom 5. März 2021 und wurde mit dem zuständigen Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) bezüglich der Ausführungen zur aktuellen Rechtslage nach der 12. BayIfSMV abgestimmt. Sofern ein Angebot der außerschulischen Jugendbildung i. S. v. § 11 Abs. 3 Nr. 1 SGB VIII zulässig ist, ist die BJR-Empfehlung für die Umsetzung des Angebots maßgeblich.

Der Träger von Angeboten und Einrichtungen hat also zu prüfen, ob im jeweiligen Landkreis / kreisfreien Stadt die Voraussetzungen – 7-Tage-Inzidenz unter 100 – für außerschulische Bildungsangebote in Präsenz nach § 20 Abs. 2 S. 1, Abs. 1 der 12. BayIfSMV (noch) vorliegen.

Nach Auskunft der Bayerischen Staatsregierung ist § 20 Abs. 2 Satz 1 der 12. BayIfSMV („sonstige außerschulische Bildungsangebote“) in Bezug auf Jugendarbeit unter Berücksichtigung der derzeitigen Infektionslage wie folgt zu verstehen: Erfasst werden nur Angebote der außerschulischen Jugendbildung i.S.v. § 11 Abs. 3 Nr.1 SGB VIII.

Nicht erlaubt sind aktuell:

  • Rein geselliges Zusammensein
  • Vermietung/Verleih von Jugendräumen an Jugendliche für private Veranstaltungen (z.B. Partys, Feiern, Geburtstage etc.)
  • Öffnung von Bauwägen und -hütten und sonstigen selbstorganisierten Räumen, o.Ä. ohne pädagogische Begleitung oder Begleitung durch ehrenamtliche Jugendleiter:innen
  • Feiern, Konzerte, Disko, Theater, Filmvorführungen generell - auch in Einrichtungen der Jugendarbeit
  • Private Zusammenkünfte von Gruppen auf Spielplätzen außerhalb der allgemeinen Kontaktbeschränkungen
  • Auslandsfahrten
  • Angebote mit Übernachtung
  • Gemeinsames Kochen, Backen und Bewirtung

Insbesondere die folgenden Angebote sind als Angebote der außerschulischen Jugendbildung i.S.v. § 11 Abs. 3 Nr. 1 SGB VIII möglich:

  • Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Jugendzentrum mit pädagogischer Begleitung
  • Angebote von Jugendverbänden, z.B. Gruppenstunden von Jugendverbänden mit ausgebildeten Jugendleiter:innen
  • Angebote der mobilen aufsuchenden Jugendarbeit/Streetwork durch Fachkräfte
  • Angebote der Aktivspielplätze nur mit pädagogischer Begleitung
  • Ferienprogramme ohne Übernachtung in Verantwortung von kommunaler und gemeindlicher Jugendarbeit, Jugendringen, Jugendverbänden und weiteren anerkannten freien Trägern der Jugendarbeit

Hinweis: Bei sportlichen und musikalischen bzw. vergleichbaren Angeboten sind die entsprechenden Sonderregelungen zu beachten. Angebote der Jugendarbeit, die keinen Sonderregelungen der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung unterfallen, sind in Präsenz nur unter Beachtung der allgemeinen Regelungen, insbesondere § 1 Abs. 1, § 4 der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, möglich.

2) Besonderheiten bei sportlichen Angeboten

Speziell bei sportlichen Angeboten (neben klassischer Sportausübung beispielsweise auch Bewegungs- oder Spielangebote von offenen Treffs o. ä) sind einige Sonderregelungen zu Höchstteilnehmendenzahl und Testpflicht zu beachten. Zusätzlich zu den allgemeinen Rahmenbedingungen von § 20 der 12. BayIfSMV sind die Regeln aus § 10 der 12. BayIfSMV und ggf. weiterer Erleichterungen (z. B. Kontaktsport im Freien mit Negativtest) im jeweiligen Landkreis oder kreisfreien Stadt (hier direkt informieren!) gem. § 27 der 12. BayIfSMV i. V. m. der jeweiligen Allgemeinverfügung zu beachten. Weitere Infos hierzu gibt es auf den Seiten des Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration. Zu beachten ist auch das aktualisierte Hygienekonzept Sport.

Was gilt bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100?

Wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz den Wert von 100 übersteigt, dann sind Angebote der Jugendarbeit in Präsenz grundsätzlich untersagt. Es gibt aber zwei Ausnahmen:

1)    Kontaktloser Sport im Freien mit Kindern unter 14 Jahren

Seit dem 28.4.2021 ist gem. § 10 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 der 12. BayIfSMV für Kinder unter 14 Jahren auch bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 die kontaktlose Ausübung von Sport im Freien in Gruppen von höchstens fünf Kindern gestattet. Die Kinder brauchen keinen negativen Coronatest. Etwaige Anleitungspersonen müssen ein höchstens 24 Stunden altes negatives Testergebnis (PCR-Test, POC-Antigentest oder Selbsttest) nachweisen können. 

2)    Click-/Call & Collect

Nach § 12 Abs. 1 Satz 6 der 12. BayIfSMV ist die Abholung vorbestellter Waren unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Ergänzend dazu ist die Annahme von Waren in eigentlich zu schließenden Ladengeschäften zulässig, sofern der Kontakt zwischen Kunden und Personal nicht über die reine Übergabe der Ware hinausgeht.

Soweit die Vorbestellung von Materialien im Rahmen der Jugendarbeit möglich ist und der Kontakt zwischen Nutzern und Personal nicht über die reine Übergabe der Ware hinausgeht, ist nach Auffassung des StMGP eine entsprechende Anwendung der „Click-/Call & Collect“-Regelung auch auf die Abholung und Rückgabe vorbestellter Materialien (z. B. Geräte, Ausrüstungsgegenstände und Arbeitsmaterialien) in Einrichtungen oder an mobilen Ausgabeorten im Freien (z. B. Kleinbus) möglich.

Der Träger/Betreiber hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Nutzern eingehalten werden kann. In den Räumen mit Abholtheken, in den Eingangs- und Warteflächen vor den Abholtheken und auf den zugehörigen Parkplätzen gilt für das Personal Maskenpflicht und für die Nutzer und ihre Begleitpersonen FFP2-Maskenpflicht. Soweit in den Thekenbereichen durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist, entfällt die Maskenpflicht für das Personal. Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen. Hierin sind insbesondere Maßnahmen vorzusehen, die eine Ansammlung von Nutzern etwa durch gestaffelte Zeitfenster vermeiden.

Bildergalerie

Sharepics zur kostenfreien Verwendung mit Hinweis auf die Quelle: BJR

FAQs

Hier beantworten wir häufige Fragen zu den Coronamaßnahmen und der Jugendarbeit. Diese Informationen sind nur eine Ergänzung der umfangreichen FAQs des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration und der FAQs des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. Die FAQs der Staatsministerien werden regelmäßig aktualisiert und decken auch viele Fragen aus dem Bereich der Jugendarbeit ab. Wir empfehlen daher, vor Rückfragen an die BJR-Geschäftsstelle auch dort erstmal nach Antworten zu suchen. Wenn Ihr dort keine Antworten findet, dann schaut hier nach und meldet Euch im Zweifel gerne bei euren Ansprechpersonen im BJR.

Der BJR hat die Fragen und Antworten nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Wir versuchen damit eine zusätzliche Unterstützung für den praktischen Umgang mit der Corona-Pandemie zu geben. Der BJR kann aber keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernehmen.

Frage: Müssen sich Teilnehmende bei Angeboten der Jugendarbeit testen lassen?
Antwort (11.5.2021): Es gibt keine allgemeine Testpflicht für Angebote der Jugendarbeit nach § 20 der 12. BayIfSMV. Bei einer 7-Tage-Inzidenz von unter 100 sind Angebote der Jugendarbeit im Rahmen von § 20 der 12. BayIfSMV (Abstand und ggf. Maske sowie Hygienekonzept) möglich. Eine verbindliche Testpflicht ergibt sich aktuell nur aus anderen Bereichen (z. B. Besuch des Zoos, Sport).

Insbesondere bei sportlichen Angeboten gibt es in bestimmten Fällen eine ausdrückliche Testpflicht:

  • Nach § 10 der 12. BayIfSMV besteht eine Testpflicht für Anleitungspersonen bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100. Die Kinder müssen nicht getestet werden.
  • Wenn ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt nach § 27 der 12. BayIfSMV mittels Allgemeinverfügung weitere Öffnungen u. a. für den Sport anordnet, dann sind die Öffnungen nach § 27 Abs. 1 Nr. 3 der 12. BayIfSMV auch mit einer Testpflicht verbunden. Das gilt dann auch bei Angeboten der Jugendarbeit mit sportlichem Schwerpunkt

Aber auch wenn keine ausdrückliche Testpflicht besteht, können sich Träger von Einrichtungen oder Angeboten freiwillig für Testungen oder die Vorlage von aktuellen Negativtests entscheiden und dies auch zur Teilnahmevoraussetzung machen. Zudem ist damit zu rechnen, dass die weiteren Öffnungsschritte, insbesondere von Übernachtungseinrichtungen, mit entsprechenden Testpflichten einhergeht. Hierzu informieret der BJR dann an dieser Stelle.

Frage: Wie funktioniert das mit den Selbsttests und was muss hier dokumentiert werden?
Antwort (11.5.2021): Das lässt die 12. BayIfSMV leider offen. Der BJR hat seitens der Staatsregierung trotz entsprechender Anfragen noch keine Rückmeldung erhalten. Unverbindlich rät der BJR dazu, den Selbsttest in Anwesenheit einer zweiten volljährigen Person zu machen und auf einem Schriftstück Datum und Uhrzeit der Testung, das Ergebnis sowie Name, Adresse und Unterschrift von Getesteten und Zeug:innen festzuhalten. Das kann auch formlos erfolgen und man kann sich gegenseitig die Testung bezeugen.

Frage: Welche Veränderungen ergeben sich für die Jugendarbeit in Bayern aus der sog. Bundesnotbremse bzw. § 28b IfSG?
Antwort (28.4.2021): Unmittelbar aus § 28b IfSG ergeben sich keine Veränderungen für Bayern, da jedenfalls die für die Jugendarbeit relevanten Regelungen in der nach wie vor geltenden 12. BayIfSMV entweder den Regelungen des § 28b IfSGB entsprechen oder meistens noch „strenger“ sind. Das macht es in der Praxis zumindest insoweit einfacher, als dass der Blick in die § 12 BayIfSMV reicht.

Angepasst hat die Staatsregierung aufgrund der sog. Bundesnotbreme (dort § 28b Abs. 1 S. 1 Nr. 6 Hs. 2 IfSG) die Regelung zum kontaktlosen Sport von Kindern unter 14 Jahren in Kleingruppen: Ab heute ist gem. § 10 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 der 12. BayIfSMV für Kinder unter 14 Jahren auch bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 die kontaktlose Ausübung von Sport im Freien in Gruppen von höchstens fünf Kindern gestattet. Die Kinder brauchen keinen negativen Coronatest. Etwaige Anleitungspersonen müssen ein höchstens 24 Stunden altes negatives Testergebnis (PCR-Test, POC-Antigentest oder Selbsttest) nachweisen können. Für nicht-sportliche Angebote der außerschulischen Bildung bleibt es aber erstmal dabei, dass Präsenzangebote bei einer bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 untersagt sind. Die aktuelle Regelung gilt noch bis 9. Mai 2021.

Thema: Impfberechtigung von ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiter:innen in der Jugendarbeit
Antwort (13.04.2021): Ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeiter:innen in der Jugendarbeit fallen unter die sog. dritte Impfpriorität. Unter § 4 Abs. 1 Nr. 8 der CoronaImpfV sind „Personen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen, die nicht von § 3 Absatz 1 Nummer 9 erfasst sind, tätig sind“ für die erhöhte (dritte) Priorität vorgesehen. Davon erfasst sind auch Personen, welche in Einrichtungen und Diensten der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit (§§ 11-13 SGB VIII) tätig sind, da dies nach § 2 Abs. 2 SGB VIII Leistungen der Jugendhilfe sind. Mit „Diensten“ sind auch Tätigkeiten außerhalb von bestimmten baulichen Voraussetzungen (z.B. Gebäude, Geräte) erfasst, also insbesondere Streetwork.

Es sind hauptamtliche, nebenamtliche und ehrenamtliche Tätigkeiten erfasst, weil die CoronaImpfV nur von „tätig“ spricht. Das SGB VIII geht davon aus, dass die Leistungen der Jugendhilfe auch von ehrenamtlichen Personen erbracht werden (vgl. §§ 72a, 73 SGB VIII). Gerade im Bereich der Jugendarbeit (§§ 11,12 SGB VIII) wird ein Großteil der Leistungen von Ehrenamtlichen erbracht.

Vorsichthalber sei aber darauf hingewiesen, dass es bei ehrenamtlichen Tätigkeiten (z.B. beim Rettungsdienst, welcher unter die erste Priorität fällt) in den Impfzentren vereinzelt zu Diskussionen und ganz selten auch zu Zurückweisungen kam. Die Träger sollten daher nur Personen schicken und ihnen die Tätigkeit bestätigen (s.u.), welche auch wirklich tätig sind (z.B. einen Treff leiten oder in den Pfingst- oder Sommerferien als Betreuer:innen geplant sind). Auch bei Rückfragen sollte man stets freundlich und verständnisvoll mit den Mitarbeiter:innen in den Impfzentren umgehen. Wegen den „Neiddebatten um Impferschleichung“ müssen diese die Berechtigung gewissenhaft prüfen. Notfalls muss man das im Einzelfall klären und nochmal kommen. Das sollte aber die Ausnahme sein. Uns sind diese Fälle nur aus der Anfangszeit der Impfungen bekannt.

Soweit noch nicht geschehen und die Personen nicht unter eine höhere Priorität fallen (z.B. Teile der Kolleg:innen aus den Blaulichtverbänden unter Rettungsdienst), sollten sich die Personen unter https://impfzentren.bayern registrieren und (leider etwas versteckt) unter dem Reiter „Ich arbeite in einer Schule oder Kindergarten“ den Haken bei „Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe“ setzen.

Der Träger muss die Tätigkeit bestätigen. Hier muss der Person ein offizielles Schreiben ausgehändigt werden. Das Schreiben muss von einer vertretungsberechtigten Person unterschrieben werden (z.B. Vorstand oder Geschäftsführer:in) und Folgendes beinhalten:

  • Vollständige Adresse des Trägers (z.B. Kreisjugendring München-Stadt des Bayerischen Jugendrings K.d.ö.R., Paul-Heyse-Straße 22, 80336 München)
  • Name und Geburtsdatum der Person, deren Impfberechtigung bestätigt wird
  • Bestätigung, dass die Person in der Jugendarbeit (§ 11 SGB VIII) als (Tätigkeit bezeichnen - z.B. Jugendgruppenleiter:in, Freizeitbetreuer:in, Streetworker:in) und damit nach § 4 Abs. 1 Nr. 8 der CoronaImpfV in einer Einrichtungen oder Dienst der Kinder- und Jugendhilfe, die nicht von § 3 Absatz 1 Nummer 9 erfasst ist, tätig ist

Das Schreiben ist zum Impftermin mitzuführen und vorzulegen. Eine Mustervorlage stellt die Evangelische Jugend in Bayern auf ihrer Internetseite zur Verfügung. 

Frage: Was ist mit dem vom BJR vorgeschlagenen Stufenplan zur Öffnung der Jugendarbeit?
Antwort (25.3.2021): Der Stufenplan wurde als Forderung erstellt bevor klar war, dass Jugendarbeit mit Einschränkungen ab dem 15.3.2021 wieder möglich ist (siehe Infos auf dieser Seite). Allerdings wurde nur ein Teil der Forderungen erfüllt, sodass der Stufenplan und die geforderten weiteren Maßnahmen noch als politische Forderung bestehen.

Frage: Können Allergiker (z. B. mit Heuschnupfen) an Veranstaltungen teilnehmen?
Antwort (23.03.2021): Dazu gibt es keine Aussage bzw. Regelung in der 12. BayIfSMV. Grundsätzlich ja, weil die Symptome nicht auf eine Viruserkrankung zurückzuführen sind. Es kann den Teilnehmenden zusätzlich empfohlen werden, solange es bei der Anmeldung bereits abgefragt wird und damit im Vorfeld bekannt ist, ein ärztliches Attest oder einen negativen Selbsttest mitzubringen. Wir gehen davon aus, dass es sich hier um Einzelfälle handelt und die Personen aufgrund einer Allergie nicht ausgeschlossen werden sollten.

Frage: Können Kinder und Jugendliche mit einer Maskenbefreiung teilnehmen?
Antwort (23.03.2021: Dazu gibt es keine Aussage bzw. Regelung in der 12. BayIfSMV. Und auch hier gehen wir von wenigen Einzelfällen aus, bei denen ein medizinischer Grund vorliegt, der mit einer Maskenbefreiung belegt bzw. anerkannt werden kann. Kindern und Jugendlichen sollten „Maskenpausen“ ermöglicht werden. Das Tragen einer Maske kann, vor allem über einen längeren Zeitraum, zu körperlichen Belastungen, zum Beispiel Kopfschmerzen, führen. Daher soll auch die Möglichkeit zu angemessenen Erholungspausen im Freien (z. B. in Pausen) genutzt werden.

Frage: Müssen Kinder und Jugendliche Masken auch bei Aktivitäten draußen aufsetzen?
Antwort (23.03.2021): Nur wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Das Tragen von Masken am Platz bezieht sich auf Veranstaltungen in Innenräumen, auch hier können Maskenpausen ermöglicht werden, z. B. bei Pausen im Freien.

Frage: Sind Ausbildungen ehrenamtlicher Jugendleiter:innen (AEJ-Maßnahmen) z. B. für den Erhalt einer Juleica derzeit erlaubt?
Antwort (17.03.2021): Ja, diese sind als Bildungsangebot über § 20, Abs. 2, S. 1 der 12. BayIfSMV abgedeckt, solange sie ohne Übernachtung stattfinden, da diese derzeit nur zu beruflichen Zwecken erlaubt ist, worunter diese ehrenamtliche Tätigkeit nicht fällt.

Frage: Ist bei einem Angebot der außerschulischen Bildung in Präsenz die 7-Tage-Inzidenz des Veranstaltungsorts, die 7-Tage-Inzidenz vom Wohnort der Teilnehmenden oder beides maßgeblich?
Antwort (16.3.2021): Entscheidend ist nur die 7-Tage-Inzidenz des Veranstaltungsorts. Allerdings ist es nicht zu empfehlen, dass Teilnehmende oder Leiter:innen aus Gebieten mit hohem Infektionsgeschehen in Landkreise mit geringerem Infektionsgeschehen pendeln. Hier sollten die Träger verantwortungsvoll mit den Möglichkeiten umgehen und ggf. den rechtlich möglichen Rahmen nicht bis aufs Letzte ausnutzen.

Frage: Gibt es eine maximale Teilnehmendenzahl für Angebote der außerschulischen Bildung in Präsenz?
Antwort (16.3.2021): Es gibt für außerschulische Bildungsangebote nach § 20 Abs. 2 S. 1, Abs. 1 der 12. BayIfSMV keine allgemeine Höchstteilnehmendenzahl. Aber alleine schon um den Mindestabstand sicherzustellen, müssen die Verantwortlichen eine an dem jeweiligen Angebot und den Räumlichkeiten angepasste Höchstteilnehmendenzahl festlegen. Hier ist auch Zurückhaltung geboten. Im Zweifel bzw. bei Unsicherheiten lieber weniger Teilnehmende zulassen, um jederzeit den Mindestabstand sicherzustellen. Bei sportlichen oder vergleichbaren Angeboten sind die Höchstteilnehmendenzahlen für den Sport maßgeblich. Allerdings kann es sein, dass man z.B. wegen den Räumlichkeiten im Einzelfall auch darunter bleiben muss. Die Höchstteilnehmendenzahlen für den Sport sind als maximale Obergrenze zu verstehen.

Frage: Nach wievielen Tagen des Über- oder Unterschreitens der 7-Tage-Inzidenz von 100 dürfen außerschulische Bildungsangebote wieder in Präsenz stattfinden?
Antwort (16.3.2021): Für alle Inzidenzabhängigen Maßnahmen findet sich in § 3 der 12. BayIfSMV eine allgemeine Regelung. Kurz zusammengefasst: Der Wert muss an drei aufeinanderfolgenden Tagen über- oder unterschritten werden und der Landkreis bzw. die kreisfreie Stadt muss das amtlich bekanntmachen. Vor allem bei Unterschreiten gilt, dass nicht gleich am ersten Tag des Unterschreitens wieder geöffnet werden kann. Im Zweifel sollte Rücksprache mit dem Landkreis bzw. der Stadt gehalten werden.

Frage: Dürfen in einer Osterfreizeit Eier bemalt werden, obwohl Aktivitäten wie gemeinsames Backen und Kochen verboten sind?
Antwort (16.03.2021): Ausgeblasene Eier zu bemalen zählt nicht zu den Aktivitäten Backen und Kochen, sondern zum Bereich Basteln. Hartgekochte Eier zu färben/bemalen liegt im Grenzbereich. Wenn hartgekochte Eier gefärbt werden sollen, sollte jede Person seine/ihre eigenen hartgekochten Eier mitbringen und die Eier nicht gemeinschaftlich in großen Töpfen färben, sondern jede Teilnehmer:in in ihren eigenen kleinen Näpfen, um eine Kontamination zwischen unterschiedlichen Personen zu verhindern.

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