05.05.2020 - 10.05.2020
Minsk - Belarus

Erinnerungskulturen zum 2. Weltkrieg und dem Holocaust - 2. Modul

Befreiung und Kriegsende in Polen, Belarus und Deutschland – dreiteiliges Seminar für historisch interessierte junge Erwachsene und Studierende

Teil 1: 02.12.-08.12.2019 in Oświęcim / Auschwitz und Warschau, Polen

Teil 2: 05.05.-10.05.2020 in Minsk, Belarus

Teil 3: 05.10.-10.10.2020 in Nürnberg, Deutschland


Im Rahmen der trilateralen Seminarreihe sollen eigene Erfahrungen in Bezug auf die Rezeption des 2. Weltkrieges und des Holocaust in der polnischen, deutschen und belarussischen Gesellschaft und ihr Platz in den privaten sowie nationalen Erinnerungskulturen diskutiert und reflektiert werden.

Zu den Themen unseres ersten Seminars gehören die Besatzungspolitik in Polen, das Schicksal  der europäischen Jüdinnen und Juden, die Entstehung und die Funktionen des KL Auschwitz sowie der Prozess der Gestaltung der Erinnerung an diese historischen Ereignisse nach der Befreiung und dem Kriegsende. Zwei Projekttage verbringen die Seminarteilnehmer_innen in Warschau, wo sie sich mit den Erinnerungskonzepten am Beispiel der ständigen Ausstellungen im Museum der Stadt Warschau und im POLIN Museum bekannt machen.

Während des zweiten Seminars in Minsk, Belarus arbeiten wir zur Geschichte des Holocaust   in Belarus und zur Erinnerung an die Opfer. Belarus, so wie die meisten Länder der ehemaligen Sowjetunion, durchläuft nach wie vor einen schwierigen Prozess vom Bruch mit der Tradition der sowjetischen Geschichtsschreibung bis hin zur Reflexion und Einbeziehung seiner Vergangenheit sowohl in den europäischen als auch globalen Kontext. Charakteristische Beispiele für die Wahrung der historischen Erinnerung und seinen allmählichen Wandlungsprozess sind die Gedenkstätten Minsker Ghetto und Maly Trascjanec, die in Europa immer noch als Orte der Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden wenig bekannt sind.

In Deutschland wollen wir uns intensiv mit der Täterseite auseinandersetzen. In Nürnberg werden wir das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände besuchen und uns darüber hinaus mit Nürnberg im Nationalsozialismus beschäftigen. Die Nürnberger Prozesse und die Verfolgung von Kriegsverbrechern bilden den Programmschwerpunkt.

Teilnahmebedingungen

  • Anmeldungen von Teilnehmenden, die sich an allen drei Veranstaltungen beteiligen, werden bevorzugt.
  • Teilnehmende aus Bayern werden bevorzugt berücksichtigt.
  • gute Englischkenntnisse erforderlich, Kenntnis einer weiteren Programmsprache (Polnisch, Belarussisch, Deutsch) hilfreich, aber nicht erforderlich.
  • Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erfolgt eine Einverständniserklärung, dass mögliche Bild-, Ton- und Filmaufnahmen, die im Rahmen der gesamten Veranstaltung realisiert werden, von der IJBS und ihren Partnern gespeichert und für nicht kommerzielle Zwecke veröffentlicht werden dürfen.

Sprachen: polnisch, deutsch, belarussisch, englisch (mit Simultanübersetzung)

Alter: bis 26 Jahre

Teilnahmegebühr: 100,00 Euro (pro Seminarteil). Die Anreise nach Oświęcim und Minsk erfolgt gemeinsam, Fahrtkosten werden übernommen. Eine Fahrtkostenerstattung innerhalb von Deutschland (beim Seminarteil in Nürnberg) ist leider nicht möglich.

Enthalten sind Unterkunft, Verpflegung und Programmkosten.

Anmeldeschluss ist der 31.08.2019!

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