15.10.2018 - 20.10.2018
München und Dachau

Erinnerungskulturen zum 2. Weltkrieg und dem Holocaust: Deutschland

Nach dem Ende des Kalten Krieges und der Öffnung der Archive im Rahmen der europäischen Erinnerungsgemeinschaften verstärken sich die Asymmetrien und Grenzen. Wie kann man sie überwinden und aus der geteilten europäischen Erinnerung die integrierende und gemeinsame Erinnerungskultur bilden? Vielleicht ist die Antwort auf die Frage ein „dialogisches Erinnern“, das sich auf die mehrfache Koppelung der Erinnerungskonstrukte bezieht und ihrer Befreiung von den einheitlichen Schemen, die auf der Basis der nationalen Grenzen gebaut wurden (Aleida Assman).

In Deutschland wollen wir uns in der ehemaligen „Hauptstadt der Bewegung“ intensiv mit der Täterseite beschäftigen und auch auf die frühe Verfolgung von Andersdenkenden am Beispiel der Gedenkstätte Dachau eingehen. In Dachau und im nahegelegenen Hebertshausen geht es auch um die Schicksale weiterer Opfergruppen, zum Beispiel Sinti und Roma und sowjetischer Kriegsgefangenen. Die Auseinandersetzung wird weniger frontal, als interaktiv aussehen, gemeinsam soll überlegt werden, wie angemessenes Erinnern und Gedenken aussehen kann. 
 
Das Projekt endet mit einer Abschlusspublikation mit Beiträgen der Teilnehmenden, in der auf die im Projekt ausdiskutierten Fragen eingegangen wird. Das dreiteilige Projekt ist für die Teilnehmenden eine einzigartige Möglichkeit zur Begegnung und zum Kennenlernen als individuelle Personen sowie Vertreter_innen von drei Nationen und zur Diskussion über die gegenwärtigen Probleme und Herausforderungen derjenigen Länder und Gesellschaften, aus denen sie kommen. 
 
TEILNAHMEBEDINGUNGEN
• Anmeldungen von Teilnehmenden, die sich allen drei Veranstaltungen beteiligen, werden bevorzugt. 
• gute Englischkenntnisse erforderlich, Kenntnis einer weiteren Programmsprache (Polnisch, Belarussisch, Deutsch) hilfreich, aber nicht erforderlich
• Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erfolgt eine Einverständniserklärung, dass mögliche Bild-, Ton- und Filmaufnahmen, die im Rahmen der gesamten Veranstaltung realisiert werden, von der IJBS und ihren Partnern gespeichert und für nicht kommerzielle Zwecke veröffentlicht werden dürfen.  Eine endgültige Teilnahmebestätigung mit weiteren Informationen wird nach Anmeldeschluss verschickt.  Mit der Anmeldung werden die Teilnahmebedingungen anerkannt.

Die Teilnahmegebühr beträgt 100 Euro pro Modul.

Das erste Modul findet vom 10.12. - 16.12.17 in Polen und das zweite Modul vom 07.05. - 12.05.18 in Belarus statt.

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