19.09.2019 - (10.00 - 17.00 Uhr)
Regensburg (marinaforum)

Sport und extreme Rechte

Sport ist der Ort des Gemeinsamen, der Vielfalt und des Miteinanders. Er bietet aber auch die Plattform für menschenfeindliche Vereinnahmungen, Äußerungen und Handlungen. Dieses Spannungsfeld wird im Rahmen des Fachtags ausführlich thematisiert.

Der Fachtag thematisiert für unterschiedliche Sportarten und Akteur_innen diese Erscheinungsformen sowie die Potentiale und Chancen, die der Sport als Identifikationsfläche, als Ort des Gemeinsamen und des Experimentierfeldes demokratischer Prozesse und eines vielfältigen Miteinanders bietet. Aus diesem Grund veranstaltet die Landeskoordinierungsstelle Demokratie leben! Bayern gegen Rechtsextremismus in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Regensburg, der Bayerischen Sportjugend und dem Bayerischen Fußball-Verband die Fachtagung „Sport und extreme Rechte“ am 19.09.2019 in Regensburg, zu der wir Sie hiermit herzlich einladen möchten!

Programm:

10:00 Uhr    Ankommen und Anmeldung

10:15 Uhr    Begrüßung und Kurzvorstellung. Nicola Hieke

10:30 Uhr    Sport als Identifikationsraum. Herausforderungen und Chancen im Umgang mit extrem rechten Erscheinungen im Sport. Nina Reip

12:00 Uhr    Hooligans - Über die Professionalisierung der Gewalt. Robert Claus

13.00 Uhr    Mittagspause

13.45 Uhr    Best Practice-Slot

  • Fanprojekte und Faninitiativen aus München, Nürnberg, Fürth und Regensburg
  • Kurt Landauer Stiftung
  • Bananenflankenliga e.V.
  • Roller Derby Regensburg
  • Buntkicktgut - Interkulturelle Straßenfußball-Liga München

14.45 Uhr    Kaffeepause

15.00 Uhr    Workshopphase 1 +2 (je 45 Min.)

Stefan Bruskowski
Zwischen Gewalt und Engagement - Phänomene von Fussballfankultur

Julia Eder, Jan König und Sebastian Lipp
Kampfsport und rechtsextreme Vereinnahmung

Marcus Urban
Sport braucht Vielfalt!: Das bundesweite Diversity-Kooperationsnetzwerk

16.30 Uhr    Abschlussdiskussion im Plenum

17.00 Uhr    Veranstaltungsende

Referent_innen

Nina Reip arbeitet in der Geschäftsstelle „Netzwerk Sport & Politik für Fairness, Respekt und Menschenwürde“ der DSJ im DOSB und forscht zu Deradikalisierung und Prävention im Sport.

Robert Claus arbeitet bei der „Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit“ (KoFaS gGmbH) in Hannover. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den Themen Fankulturen, Hooliganismus, Extreme Rechte und Männlichkeiten. 2017 veröffentlichte er „Hooligans - Eine Welt zwischen Fußball, Gewalt und Politik“.

Stefan Bruskowski von cultures interactive e.V. ist studierter Erwachsenen- und Jugendbildner und hat langjährige Erfahrung in der jugendkulturellen politischen Bildungsarbeit zur Rechtsextremismusprävention. Daneben ist er aktiver Stadiengänger und Beobachter der Fanszenen

Julia Eder arbeitet bei der Mobilen Beratung Bayern gegen Rechtsextremismus, ist begeisterte Anhängerin des SSV Jahn Regensburg und Beobachterin der bayerischen Fanszene.

Jan König vom RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg. Er beschräftigt sich u.a. mit dem Thema Kampfsport und der Gefahr rechtsextremer Vereinnahmung.

Sebastian Lipp arbeitet seit vielen Jahren als Journalist zur extremen rechten in Süddeutschland und ist Mitbegründer des Portals Allgäu rechtsaußen, das die Szene im Allgäu und angrenzenden Regionen genau unter die Lupe nimmt.

Marcus Urban ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und Vorstand des Vereins für Vielfalt in Sport und Gesellschaft und Mitgründer des Expertennetzwerkes „Fußball für Vielfalt“, einem Projekt der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.

Anmeldung

Für organisatorische Fragen wenden Sie sich bitte an info@lks-bayern.de

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