Beispiele aus der Praxis

Der BJR stellt Ihnen hier eines der vielen guten Beispiele vor, bei denen ein Jugendverband oder -verein mit Schule kooperiert.

Helfen lernen hilft!

Persönlichkeitsentwicklung mit dem Aufhänger "Erste Hilfe"

  • Partner

    Träger
    Malteser Jugend

    Schule(n)
    Sonderpäd. Förderzentrum St. Zeno in Bad Reichenhall
    Carl-Orff-Grundschule in Erding
    Grundschule Fraunberg bei Erding


  • Rahmen

    Art der Zusammenarbeit
    Aus- und Fortbildung der Schulsanis durch die Malteser, Gruppenstunden der Malteser Jugend, Beratung von Schulen und Schüler/innen bei vielen Fragen rund um Erste Hilfe, Berufseinstiege oder persönliche Entwicklung durch unsere Gruppenleitungen vor Ort (bei Bedarf auch durch das Diözesanreferat Jugend)

    Zeit
    regelmäßige Treffen der Gruppen an der Schule zur Aus- und Fortbildung, Besuch und Unterstützen von Veranstaltung wie Sportfesten oder Schulsani-Praxistagen, Besuche in den Malteserhäusern, Fortbildungen außerhaus

    Art der Schule
    Sonderpädagogisches Förderzentrum und Grundschulen

    Zielgruppe
    Kinder und Jugendliche an Grund- und Förderschulen in Erding und Bad Reichenhall

    Beteiligte Fachkräfte
    Erste Hilfe-Ausbilder, Jugendgruppenleitungen, ehren- und hauptamtliche Mitglieder des Diözesanjugendführungskreises

    Finanzierung
    aus Mittel des BJR, Malteser bzw Malteser Jugend gehen in Vorleistung, evtl. symbolische Beiträge der Teilnehmer/innen wenn es um größere Veranstaltungen u.ä. geht

    Organisation der Zusammenarbeit
    individuelle Absprachen zwischen den Schulen und der Malteser Jugend, je nach Bedarf und Wünschen der Teilnehmer/innen

  • Ziele

    Es sollen zwei Ziele erreicht werden:

    1. Den Kindern und Jugendlichen soll es ermöglicht werden, eine spannende Aufgabe zu übernehmen, die ihnen Erfolgserlebnisse verschafft und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung fördert. Die Team-, Kooperations- und Selbstorganisationsfähigkeit und vor allem das Selbstvertrauen werden zunehmen.
    2. Die Malteser Jugend möchte sich den Kindern und Jugendlichen als attraktiver helfender Jugendverband vorstellen. Wir hoffen, mit den Methoden unserer Jugendarbeit ein paar Teilnehmer/innen von "Helfen lernen hilft" dauerhaft für unseren Verband gewinnen und für das Ehrenamt begeistern zu können.

  • Methoden

    Der Umgang und die Zusammenarbeit im Team sind für das Funktionieren dieses Projekts von enormer Bedeutung. Daher wird in allen Unterrichtseinheiten auf ein faires und abwechslungsreiches Miteinander geachtet. Um eine praxisnahe Vermittlung der Inhalte gewährleisten zu können, fließen zahlreiche Fallbeispiele in die Ausbildung mit ein. Den Schulsanis werden Kompetenzen wie Strukturierungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Teamwork im Fairplay vermittelt. Sie werden in der Gemeinschaft ausgebildet und tun ihren Dienst genauso gemeinschaftlich.
    Ganz konkret kann alles vom Lehrgespräch über die Fishbowl bis hin zum Großgruppenspiel dabei sein.

  • Partizipation

    Die Kinder und Jugendlichen können sich entscheiden, ob sie am Programm teilnehmen möchten. Dazu gibt es entweder eine offene Ausschreibung an der Schule oder einen vorherigen Infotag dazu. In der Ausbildung können die Schüler/innen mitentscheiden, welche Ausbildungsinhalte vermittelt werden sollen und wann. Diese Absprache erfolgt direkt mit dem/der Ausbilder/in. Bei Fortbildungen u. ä. können sie direkt ihre Wünsche äußern und sich bei der Vor- und Nachbereitung einbringen. Es gilt der Gedanke der Flexibilität im Sinne der Teilnehmer/innen.

Kurzbeschreibung

Ziel ist, die Persönlichkeit zu fördern, indem die Teilnehmer/innen sich selbst durch ihre Hilfe für Mitschüler/innen als positiv wirkendes Mitglied der Gemeinschaft der Schule empfinden. Insgesamt werden ca. 100 Schüler/innen in zwei Schuljahren zu Malteser Schulsanitäter/innen ausgebildet. Das bedeutet eine an die Anforderungen und Interessen der Kinder bzw. Jugendlichen angepasste  Qualifikation in Erster Hilfe als Grundlage. Es folgen Erweiterungen des medizinischen Wissens um Themen wie Blutdruckmessen oder die Versorgung von speziellen Krankheitsbildern. Die Auswahl der Themen entscheidet jede Gruppe individuell gemeinsam mit ihrem/ihrer Ausbilder/in. Dabei wird stark auf eine praxisnahe Vermittlung der Inhalte geachtet. Außerdem werden einige Stunden ausschließlich für Teambuilding-Übungen genutzt.

Erfahrungen

Die Schüler/innen erfahren einen großen Zuwachs an sozialen Kompetenzen, wie uns Lehrkräfte und Schulleitungen auch im Laufe der Jahre immer wieder bestätigen. Besonders das Selbstbewusstsein ("ich kann was!") und die Kooperationsfähigkeit im Team ("ich kann das - am besten mit Dir gemeinsam!") steigern sich!
Speziell bei Mittel- und Förderschülern erleichtert das Zertifikat "Malteser Schulsanitäter/in" den Berufseinstieg. Schließlich benötigen Betriebe eine/n Ersthelfer/in und unsere Schulsanis sind dazu hervorragend vorqualifiziert.

Träger

Das Beispiel aus den Jahren 2016 - 2018 stammt von: Malteser Jugend in der Erzdiözese München und Freising

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