Beispiele aus der Praxis

Der BJR stellt Ihnen hier eines der vielen guten Beispiele vor, bei denen ein Jugendverband oder -verein mit Schule kooperiert.

Juleica-Schulung

Ausbildung von Jugendlichen, welche sich in den verschiedenen Arbeitsfeldern der ejott (Jugendverband, Schule, Gemeinwesenarbeit und Kirchengemeinden) ehrenamtlich engagieren oder engagieren wollen.

  • Partner

    Träger
    Evangelische Jugend im Dekanat Coburg - ejott

    Schule(n)
    Heiligkreuz Mittelschule Coburg
    Realschule Coburg I
    Realschule Neustadt b. Coburg
    Gymnasium Ernestinum Coburg
    Gymnasium Alexandrinum Coburg
    Gymnasium Casimirianum Coburg

  • Rahmen

    Art der Zusammenarbeit
    Langfristige Kooperation

    Zeit
    Außerhalb des Unterrichts
    In der ferienfreien Zeit

    Art der Schule
    Hauptschule
    Realschule
    Gymnasium

    Zielgruppe
    Jugendliche, die sich ehrenamtlich in verschiedenen Arbeitsfeldern der ejott engagieren oder engagieren wollen.

    Beteiligte Fachkräfte
    Jugendreferenten/-innen der ejott (Erzieher/-innen, Sozialpädagogen/-innen, Diakone/-innen)

    Finanzierung
    Durch Teilnehmerbeiträge, Spenden und die Förderung aus dem Fachprogramm schulbezogene Jugendarbeit.

    Organisation der Zusammenarbeit
    Die ejott ist als Jugendverband schon seit vielen Jahren Partner von zwölf Schulen in Stadt und Landkreis Coburg im Bereich der offenen Ganztagesschule (OGS), der gebundenen Ganztagesklasse. Als Jugendverband bauen wir in den Schulen Ehrenamtssysteme auf, in denen sich ältere Jugendliche im Bereich der OGS (Freizeitgestaltung, Hausaufgabenbetreuung) und bei Angeboten in den Ferien engagieren. Diese Jugendlichen werden, gemeinsam mit Jugendlichen aus den anderen Arbeitsfeldern, zu ehrenamtlichen Mitarbeitern/-innen ausgebildet, um ihr Ehrenamt entsprechend qualifiziert ausüben zu können. Ehrenamtlichkeit und ehrenamtliches Engagement sowie die Ausbildung der Ehrenamtlichen sind zentrale Bestandteile der mit den Schulleitungen erarbeiteten Konzepte und von diesen gewollt und gefördert (Freistellung vom Unterricht, finanzielle Unterstützung der Ehrenamtlichen durch Elternbeiräte).

  • Ziele
    • Vermittlung von Grundwissen für die Jugendarbeit (z.B. Gruppenphasen und Leitungsstile, Rechtsfragen, Prävention sexueller Gewalt)
    • Kennenlernen von vielen verschiedenen Methoden (Kreatives, Spiele, Sportliches usw.) durch Workshops und praktische Übungen
    • Qualifizierung und Motivierung für das Ehrenamt in der Jugendarbeit
    • Erwerb und Steigerung von sozialen Kompetenzen

  • Methoden
    • Arbeiten im Plenum
    • selbstorganisiertes Erarbeiten von Inhalten und Präsentation im Plenum
    • Kleingruppenarbeit
    • Workshops zur Vertiefung des Erlernten durch praktische Übungen in Kombination mit dem Kennenlernen verschiedener Methoden der Jugendarbeit
  • Partizipation
    • Durch tägliche Reflexion des Programms in Kleingruppen haben die Schüler/-innen und Schüler die Möglichkeit, ihre Vorstellungen oder Wünsche einzubringen, Kritik und Lob zu äußern. Dies wird von den Fachkräften aufgenommen und wenn irgend möglich gleich umgesetzt.
    • Durch eine abschließende Reflexion am Ende der Maßnahme können die Jugendlichen weiter zur Verbesserung der Maßnahme beitragen.

Kurzbeschreibung
Jugendleiterschulung für Jugendliche aus Mittel- und Realschulen, Gymnasien, Kirchengemeinden, der offenen Jugendarbeit, aus der Freizeiten-Arbeit usw. über fünf Tage auf JULEICA Standard.

Erfahrungen

  • Die Erfahrungen sind durchweg positiv. Neben dem Vermitteln von für die Jugendarbeit relevantem Wissen sind vor allem die „beiläufig“ erzielten Effekte von großem Wert. Jugendliche aus Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien fahren gemeinsam mit einem Ziel fünf Tage lang in ein Gruppenhaus. Dies sind Jugendliche, welche in ihrem alltäglichen Leben kaum Berührungspunkte haben. Sie kommen aus verschiedenen Milieus und verschiedenen Bildungswelten. Jugendliche lernen sich mit ihren Stärken und Schwächen sehr intensiv kennen, und so manche Meinung z.B. über „die Mittelschüler“ oder „die Gymnasiasten“ wurde positiv verändert. Weiter sind hier Christen verschiedener Konfessionen, Muslime, Atheisten und hin und wieder auch Buddhisten zusammen. Respekt, Toleranz und Akzeptanz dem Anderen gegenüber werden eingeübt. So z.B. beim Tischgebet, das wir als Christlicher Jugendverband pflegen und bei dem die muslimischen Jugendlichen nicht mitbeten aber solang ruhig sind. Auch die täglichen Abendandachten und Tagesabschlüsse werden von den verschiedenen Jugendlichen besucht. Teilweise aus Überzeugung, teilweise aus Neugierde, aber immer in gegenseitiger Achtung.
  • Es gelingt auch Jugendliche dafür zu gewinnen sich in einem der anderen Arbeitsfelder zu engagieren. So beteiligen sich z.B. Ehrenamtliche aus dem Arbeitsfeld ejott an Schulen am Kindersamba im Rahmen des Coburger Sambafestivals, das eine Veranstaltung der klassischen Jugendverbandsarbeit ist. So können Jugendliche über die Grenzen von Arbeitsfeldern hinweg die Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements kennen lernen und sich beteiligen.

Träger
Das Beispiel aus dem Jahr 2013 stammt von: Evangelische Jugend im Dekanat Coburg - ejott