Beispiele aus der Praxis

Der BJR stellt Ihnen hier eines der vielen guten Beispiele vor, bei denen ein Jugendring selbst durch eine Maßnahme der schulbezogenen Jugendarbeit mit Schulen kooperiert.

RAUS - gemeinsam Natur erleben

Naturprojekt für Schüler/-innen der 5. und 6. Klassen des Sonderpädagogischen Förderzentrums der Theresia-Haselmayr-Schule in Dillingen a. d. Donau

  • Partner

    Träger
    Kreisjugendring Dillingen a. d. Donau

    Schule(n)
    Theresia-Haselmayr-Schule Dillingen a. d. Donau, Sonderpädagogische Schule

  • Rahmen

    Art der Zusammenarbeit
    Einmaliges Einzelprojekt

    Zeit
    Während und außerhalb des Unterrichts

    Art der Schule
    Förderschule

    Zielgruppe
    Die 5. und 6. Klasse des Sonderpädagogischen Förderzentrums der Theresia-Haselmayr-Schule in Dillingen a.d.Donau.

    Beteiligte Fachkräfte
    Eine pädagogische Mitarbeiterin, eine Studentin der Sozialen Arbeit, zwei Klassenleiter/-innen, eine freiwillige Mitarbeiterin

    Finanzierung

    • 60 % Fachprogramm schulbezogene Jugendarbeit des BJR zur Umsetzung des Kinder- und Jugendprogramms der Bayerischen Staatsregierung
    • 40 % weitere bzw. Eigenmittel

    Organisation der Zusammenarbeit

    Die Klassenlehrer/-innen waren am Vorbereitungstreffen außerhalb der Unterrichtszeit beteiligt und schrieben eigens für die Aktion einen Elternbrief, in dem das Projekt vorgestellt wurde.

    Während einer 45 Minuten langen Unterrichtseinheit wurden gemeinsam mit den Schülern/-innen der Aufenthalt geplant und Ideen für den Ablauf gesammelt.

  • Ziele

    Die Teilnehmer/-innen verbrachten 2 Tage mit Übernachtung auf dem Zeltlagerplatz am Michelsberg. Ziel des Projektes war es, den Jugendlichen alternative Freizeitmöglichkeiten anzubieten, bei denen sie auch an verschiedene Methoden der Jugendarbeit herangeführt werden.

  • Methoden

    Die zwei Tage standen unter dem Motto "RAUS - gemeinsam Natur erleben",  welche bei einem gemeinsamen Treffen mit den Lehrkräften inhaltlich geplant wurde. Bereits im Vorfeld wurde besprochen, dass Aktionen wie Nachtwanderung, Spiele und Essen gemeinsam mit den Schülern/-innen vor Ort besprochen werden.

  • Partizipation

    Bei einem Teffen in der Theresia-Haselmayr-Schule am 2. Juni 2016 wurde das Thema gemeinsam mit dem Lehrer Herrn Christoph besprochen. Herr Christoph plante die Vorstellung des Projektes in eine Unterrichtsstunde ein, um so gemeinsam mit den Jugendlichen die Inhalte zu besprechen und abzustimmen.

    Ausgehend von dieser Sammlung wurden dann die Workshops geplant. Hierbei wurde auch thematisiert, dass es auch Angebote geben muss, welche den unterschiedlichen Bedürfnissen von Jungen und Mädchen entsprechen sollen. Motive der Bastel- und Schnitzangebote wurden für Mädchen und Jungen ausgewählt.

Kurzbeschreibung

Die 5. und 6. Klasse des Sonderpädagogischen Förderzentrums der Theresia-Haselmayr-Schule in Dillingen a. d. Donau verbrachte 2 Tage mit Übernachtung auf dem Zeltlagerplatz am Michelsberg. Ziel des Projektes war es, den Jugendlichen alternative Freizeitmöglichkeiten anzubieten, bei denen sie auch an verschiedene Methoden der Jugendarbeit herangeführt werden.


Auf dem Zeltplatz angekommen wurden zunächst ein paar Spiele durchgeführt, damit sich die Klassen untereinander kennenlernen sowie die Jugendlichen die Mitarbeiter/-innen des Kreisjugendrings . Das Gelände wurde gemeinsam abgelaufen, um so die Grenzen gemeinsam festzulegen, in denen sich die Jugendlichen frei bewegen können.

Die zwei Tage standen unter dem Motto "RAUS - gemeinsam Natur erleben",  welche bei einem gemeinsamen Treffen mit den Lehrkräften inhaltlich geplant wurde. Bereits im Vorfeld wurde besprochen, dass Aktionen wie Nachtwanderung, Spiele und Essen gemeinsam mit den ~Schülern/-innen vor Ort besprochen wird.


Vom 21. - 22.06.2016 wurde das Projekt durchgeführt. Die Schüler/-innen wurden morgens an der Schule von einem Busunternehmen abgeholt und nach Thalheim/Fronhofen gebracht. Nach einem gemeinsamen Beginn stand den Kindern viel Zeit zum Freispiel zur Verfügung. Workshops, welche sich an den Interessen der Jugendlichen orientieren und zum gewählten Motto passen, ergänzten das vom Wald bereits vorhandene "Naturprogramm".

Neben thematischen Workshops, z. B. Bootbau, Pfeil und Bogen usw., wurden auch Elemente (z. B. eine Nachtwanderung) durchgeführt, die zum klassischen Repertoire der Jugendarbeit - z. B. auf Zeltlagern - gehören.

Das Essen wurde von den Jugendlichen gemeinsam zubereitet, was für eine gemütliche Atmosphäre in der Gruppe sorgte. Beim gemeinsamen Grillen fanden Unterhaltungen unter den Schülern/-innen statt, welche sich auf die umliegende Natur bezogen. Diese Beobachtung zeigt, dass dieses Projekt sehr gut bei Jugendlichen ankommt. Aufgaben wie Holz sammeln, Abwaschen und Kochen wurden unter den Jugendlichen aufgeteilt und teilweise unter Anleitung erledigt.

Nachmittags hat sich ein Teil der Gruppe zum Dammbauen entschieden, der andere Teil bastelte Boote (Floß). Die Schüler/-innen ließen die Boote später auch zu Wasser und sie waren stolz, dass keines unterging. Für das Grillen am Abend wurden gemeinsam Grillstöcke geschnitzt und verziert. Die Jugendlichen zeigten viel Geduld und Kreativität in ihrer Arbeit. Das gemeinsama Anzünden des Lagerfeuers sorgte dafür, dass sich einige Schüler/-innen dafür verantwortlich gefühlt haben. Sie kümmerten sich um Holz und auch darum, dass es für niemanden gefährlich wird. Den Abschluss des Tages fanden die Klassen nach der gemeinsamen Nachtwanderung mit Taschenlampen um den Michelsberg.

Der nächste Morgen begann mit einem gemeinsamen Frühstück, bei dem der geplante Ablauf besprochen wurde. Dabei wurden Spiele, Workshops und die Abfahrt festgelegt. Am späten Vormittag wurde eine Reflexionsrunde mit einem Spiel eingeleitet. Die Schüler/-innen konnten die Zeit auf dem Zeltplatz in ihren eigenen Worten wiedergeben und so das Projekt nochmal verinnerlichen. Um 12:00 Uhr wurden die Klassen mit ihren Lehrkräften von einem Busunternehmen abgeholt und zur Schule zurück gefahren.

Träger

Das Beispiel aus dem Jahr 2016 stammt von: Kreisjugendring Dillingen a. d. Donau

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