Beispiele aus der Praxis

Der BJR stellt Ihnen hier eines der vielen guten Beispiele vor, bei denen Maßnahmen schulbezogener Jugendarbeit an Jugendbildungsstätten angeboten werden.

Schulung von Klassensprecher_innen

Klassensprecher_innen (und Schülersprecher_innen) werden auf ihre Aufgabe als "Führungspersonen" in der Klasse/Schule (und Gesellschaft) mit Mitteln der Jugendarbeit vorbereitet.

  • Partner

    Träger
    Jugendbildungsstätte Windberg

    Schule(n)
    Realschule Vilsbiburg

  • Rahmen

    Art der Zusammenarbeit
    Vor- und Nachbereitung über pers. Treffen, Telefonkontakte und E-Mails

    Zeit
    Seminar über 2 - 3 Tage; 1. Tag mittags bis 3. Tag mittags, inkl. Übernachtung; i. d. R. in den Monaten September bis Dezember

    Art der Schule
    Realschulen, Gymnasien, Wirtschaftsschulen (selten Mittelschulen)

    Zielgruppe
    Klassensprecher_innen und Schülersprecher_innen;
    hier: 49 Klassensprecher_innen, 7 .- 10. Klasse

    Beteiligte Fachkräfte
    Jugendbildungsreferent_innen der Jugendbildungsstätte Windberg, qualifizierte Student_innen, Lehrer_innen

    Finanzierung
    Teilnehmer-Beitrag pro Person von Eltern bzw. Schule; Rest über die Förderung durch das Fachprogramm Schulbezogene Jugendarbeit (BJR)

    Organisation der Zusammenarbeit
    Gemeinsame Treffen an der Schule, in der Jugendbildungsstätte (Jubi) und über Email- und Telefonkontakt: Die Schulen buchen für ihre Klassensprecher_innen die Seminare in der Jubi Windberg; die Jubi Windberg stellt sicher, dass zum gebuchten Zeitraum genügend qualifizierte Referent_innen zur Verfügung stehen und diese die Maßnahme durchführen; die begleitenden Lehrer_innen (meist die gewählten Vertrauenslehrer_innen) begleiten die Maßnahme in Absprache mit den Referent_innen; u. a. stellen sie die Aufsicht in der Nacht sicher.

  • Ziele

    Einführung und Training für eine realistische Selbstwahrnehmung, sowie praktische Erfahrungen in Moderation und Präsentation vor Gruppen; Austausch, Hintergrundwissen und praktische Übungen zum Verhalten bei Konflikten in den Klassen und Gruppen; Austausch und Kennenlernen der schulinternen und schulübergreifenden Schüler_innenvertretungsarbeit mit Hintergrundinformationen - Partizipation an der Schulentwicklung allgemein; Kennenlernen und erstes Erproben von Auflockerungsspielen im Hinblick auf den Einsatz gemäß dem aktuellen Gruppenprozess; Kennenlernen von unterstützenden Strukturen in der regionalen Jugendarbeit; Soziales Lernen allgemein.

  • Methoden

    Setzen stiller Impulse, Differenzierung zwischen persönlicher, schulischer und gesellschaftlicher/politischer Ebene, Zitatanalyse, Kooperationsübungen in Verbindung mit Reflexion, Einzelarbeit, Kleingruppenarbeit, Plenum

  • Partizipation

    Schulbesuch ca. 2 - 3 Wochen vor der Veranstaltung; Einbeziehung der Teilnehmer_innen, Einbeziehung der SMV, Einbeziehung der Lehrkräfte, sowohl im Schulbesuch als auch bei der Veranstaltung selbst; die Ergebnisse des Schulbesuchs (Erwartungen, Wünsche der Schülerinnen) werden im Rahmen des Gesamtkonzeptes bei der Durchführung der Schulung berücksichtigt (Reflexionen mit Teilnehmer_innen und Gespräche mit Schülersprecher_innen im Verlauf des Seminars).

Kurzbeschreibung

Den freiwillig teilnehmenden Vertreter_innen der Schüler_innen werden vorrangig im Learning by Doing folgende Inhalte nahe gebracht: Fähigkeit zur gegenseitigen Hilfestellung (Kooperationskompetenz), Auftreten und Sprechen vor Gruppen (Rhetorik), Kenntnisse in der Dynamik von Gruppen, Verhandlungsgeschick mit „Vorgesetzten“ (Schulleitung), Fähigkeit zur konstruktiven Konfliktlösung, Präsentationsfähigkeit, Projektplanung

Erfahrungen

Diese Art der Zusammenarbeit wird seit vielen Jahren mit verschiedenen Schulen durchgeführt; die Erfahrungen sind durchwegs sehr positiv; Arbeitgeber berichten, dass Auszubildende mit Jugendarbeitserfahrung sozial kompetenter reagieren, sowohl mit Kolleg_innen als auch in Richtung Führungsverantwortung

Träger
Das Beispiel aus dem Jahr 2017 stammt von: Jugendbildungsstätte Windberg

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