Beispiele aus der Praxis

Der BJR stellt Ihnen hier eines der vielen guten Beispiele vor, bei denen ein Jugendring selbst durch eine Maßnahme der schulbezogenen Jugendarbeit mit Schulen kooperiert.

Vom Fastfood zum Slowfood

Kochprojekt für Schüler der 5. und 6. Klassen der Mittelschule Fürstätt

  • Partner

    Träger
    Schülercafé Fürstätt des Stadtjugendrings Rosenheim

    Schule(n)
    Mittelschule Fürstätt

  • Rahmen

    Art der Zusammenarbeit
    Langfristige Kooperation

    Zeit
    Außerhalb des Unterrichts

    Art der Schule
    Hauptschule

    Zielgruppe
    10-15 Mädchen und Jungs der 5. und 6. Klassen der Mittelschule Fürstätt aus verschiedenen Herkunftsländern

    Beteiligte Fachkräfte
    Zwei Sozialpädagogen, Mitarbeiter des Stadtjugendrings Rosenheim zuständig für Schülercafé Fürstätt und Jugendtreff Energy

    Finanzierung
    Zuschuss durch den BJR und durch die Stadtteilversammlung

    Organisation der Zusammenarbeit

    • Absprache mit Schulleitung und Schulsozialarbeiter, welche Klassen einbezogen werden
    • Schulsozialarbeiter verteilen unsere Flyer, sprechen explizit Kinder mit Auffälligkeiten an und versuchen diese zu motivieren mitzumachen
    • Schulleitung und Schulsozialarbeit erkundigen sich wie das Projekt läuft
    • Schulleitung und Schulsozialarbeit schauen vorbei, zeigen Interesse an dem was Kinder machen
    • Schulleitung und Schulsozialarbeit kommen zu mind. einem Essen
  • Ziele
    • Teilnehmer/-innen haben Grundkenntnisse in der Küche über Lebensmittel und ihre Verarbeitung
    • Teilnehmer/-innen sind selbstständiger beim Kochen
    • Schüler/-innen haben angemessenes Verhalten am Tisch gelernt
    • Teilnehmer/-innen empfinden gemeinsames Essen am Tisch angenehmer als „schnelles Essen“ vor dem Fernseher
    • Schüler/-innen bringen Ideen in ihren Familien ein
    • Jedes Kind hat ein Gericht aus seinem Herkunftsland eingebracht und gekocht
    • Verbessertes Sozialverhalten
    • Teilnehmer/-innen haben mehr Geduld, etwas bis zum Ende durchzuziehen
  • Methoden
    • Gruppengespräche und Gruppenarbeit
    • Anleitung und Vorzeigen beim Kochen (Lernen am Modell)
  • Partizipation
    • Die Schüler/-innen durften bei der Essensauswahl mitbestimmen. Dies funktionierte gut.
    • Nach und nach durften und konnten sie immer selbständiger kochen und die Abläufe wie Tischdecken oder Tischabräumen individuell und selbständig verteilen.

Kurzbeschreibung

  • Von Oktober 2010 bis Juli 2011 fand jeden Dienstag in der ferienfreien Zeit von 14:00 –16:00 Uhr die Kochgruppe in den Räumen des Stadtjugendrings Rosenheim im Schülercafè Fürstätt statt.
  • Es wurde bei jedem Treffen gekocht oder gebacken, gemeinsam gegessen und aufgeräumt und ein/e Schüler/-in schrieb das aktuelle Rezept ab
  • Jede/-r Teilnehmer/-in durfte sich eine eigene Kochschürze bemalen und diese dann am Ende, zusammen mit einem selbstgestalteten Kochbuch der Pädagogen, mit nach Hause nehmen.
  • Anfangs bekamen die Schüler/-innen noch sehr viel Anleitung, welche sich zum Ende des Kurses reduzierte, um die Selbstständigkeit der Schüler/-innen zu fördern.

Erfahrungen

  • Es war sehr auffällig, dass die Jungs mehr Action wollten, dadurch unruhiger, lauter und weniger bei der Sache waren als die Mädchen. Dies wurde dadurch gelöst, dass wir den Teilnehmern/-innen in den Wartepausen die Möglichkeit gaben sich auszutoben.
  • Da die Mädchen mit mehr Interesse bei der Sache waren, bekamen sie häufiger die anspruchsvolleren Tätigkeiten.
  • Eine gerechte Aufteilung der ungeliebten Aufgaben (z. B. Tische abwischen) zu finden war eher schwierig. Ebenso die Jungs beim gemeinsamen Essen soweit zu beruhigen, dass man anständige Tischgespräche führen und auch auf die Tischsitten eingehen konnte
  • Den Schüler/-innen hat es allen sehr viel Spaß gemacht und einige besuchen auch den „Folgekurs“.

Träger

Das Beispiel aus dem Jahr 2010 stammt von: Stadtjugendring Rosenheim Schülercafe Fürstätt

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