Beispiele aus der Praxis

Der BJR stellt Ihnen hier eines der vielen guten Beispiele vor, bei denen ein Jugendverband oder -verein mit Schule kooperiert.

Was hat Essen mit dem Klimaschutz zu tun?

Klimaschutz in Zusammenhang mit Einkaufsverhalten, Transportwegen und Müllaufkommen

  • Partner

    Träger
    KjG Diözesanverband Würzburg

    Schule(n)
    Hauptschule Margetshöchheim

  • Rahmen

    Art der Zusammenarbeit
    Einmaliges Einzelprojekt

    Zeit
    Während des Unterrichts

    Art der Schule
    Hauptschule

    Zielgruppe
    Klassenstufe 4 - 9

    Beteiligte Fachkräfte
    1 Diplompädagoge, Mitarbeiter der Jugend-Umweltstation KjG-Haus,
    1 Stud. Dipl. Päd., Mitarbeiterin der Jugend-Umweltstation KjG-Haus.

    Finanzierung
    BJR, Jugend-Umweltstation KjG-Haus

    Organisation der Zusammenarbeit
    Im Vorfeld drei Treffen, Telefon- und E-Mail Kontakt. Durch die Besprechungen konnte die Durchführung der Schulprojektwoche umfassend geplant werden. Der E-Mail- Kontakt belief sich darauf, dass die Projektleiter den Lehrern einen Ablaufplan zukommen ließen.

  • Ziele
    • Kennenlernen und Verstehen des Systems „Treibhauseffekt“
    • Überblick Zusammenhang CO2-Ausstoß und Ernährung
    • Nachvollziehen des Transportweges an einem Beispielprodukt
    • Kennenlernen der Auswahlmöglichkeiten beim Einkauf: Regional, Biologisch, Fair
    • Feststellen des Müllaufkommens verschiedener Produkte, Kennenlernen von Alternativen
  • Methoden
    • Vortrag (Plakatserie StmUG)
    • Unterrichtsgespräch (Sammlung der Frühstücksprodukte)
    • Kleingruppenarbeit (Warenkorb, Reise des Erdbeerjoghurts)
    • Kreatives Arbeiten (Basteln von Müllmonstern)
  • Partizipation

    Die Schüler wurden in die Vorbereitung der Projektwoche nicht mit einbezogen. An den einzelnen Tagen aber waren die Schüler in vollem Umfang am Tagesplan und an der Durchführung der Maßnahmen beteiligt. Sie führten die Gruppenarbeiten selbstständig mit begleitender Hilfe durch die Projektleiter und Lehrer durch.

Kurzbeschreibung

  • Die Schulprojektwoche mit dem Thema „Was hat Ernährung mit dem Klimaschutz zu tun“ fand vom 27.10.08 bis 31.10.08 an der Hauptschule Margetshöchheim statt. Projektzeit war an jedem Tag die Unterrichtszeit von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr. Für die Durchführung der Projektwoche wurden drei Klassenzimmer bereitgestellt, in denen die drei Stationen „Die Reise eines Erdbeerjoghurts“, „Warenkorb“ und „Verpackung“ von den Schülern durchlaufen wurden.
  • Die Schüler der Klassenstufe vier bis neun setzten sich damit auseinander, was das Essen mit dem Klimaschutz zu tun hat. An einem Schultag führten je zwei Klassen das Projekt durch. Ziel an jedem Tag war, dass die Schüler Handlungsmöglichkeiten beim Einkaufen von Lebensmitteln und bei ihrer Ernährung entwickelten, um das Klima zu schützen.

Erfahrungen

  • Die Erfahrungen mit dem Schulleiter und den Lehrern waren durchweg positiv. Sowohl der Schulleiter als auch die Lehrer unterstützten die Projektleiter bei der Durchführung der Projektwoche. Ein Lehrer übernahm eine Station in der gesamten Projektwoche. Die Zusammenarbeit mit diesem Lehrer verlief vorbildlich.
  • Die Reaktionen der Schüler waren nach den Projekttagen vor allem Interesse am Thema. Einige Schüler brachten ein breites Vorwissen über den Klimawandel mit, da das Thema in jeder Klassenstufe in der Schulwoche vor der Schulprojektwoche behandelt wurde. Dadurch, dass die Schüler in den Stationen mitdachten und praktische Tätigkeiten (Müllfiguren basteln, Länder auf der Weltkarte suchen) ausführten, wurde es ihnen nicht langweilig und das Interesse war geweckt. Die größte Schwierigkeit während der Schulprojektwoche war, in der sechsten Schulstunde den Abschluss durchzuführen. Durch sehr unruhige Schüler, vor allem in den unteren Klassenstufen, wurde deutlich, dass die Konzentration am Ende eines Schultages stark nachgelassen hatte.
  • Die Schulprojektwoche war ein voller Erfolg. Sowohl der zeitliche Rahmen von einem Schultag für einen Projekttag war nötig und völlig ausreichend. Durch die Gruppengröße, die sich meist zwischen sieben und 10 Schülern bewegte, konnten die Aufgaben in den Stationen gut durchgeführt und die gesetzten Ziele erreicht werden. Durch die Rahmenbedingungen, wie Klassenräume, Zeiteinteilung, Klassengröße und Gruppenleiter, konnte das Konzept für die Schulprojektwoche sehr gut umgesetzt werden. Die unmittelbare positive Rückmeldung von den Lehren zeigt weiterhin den Erfolg des Schulprojekts.

Träger

Das Beispiel aus dem Jahr 2008 stammt von: KjG Diözesanverband Würzburg

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