Internationaler Jugendaustausch

Programm zur Förderung von Maßnahmen der internationalen Jugendarbeit aus Mitteln des Kinder- und Jugendplan des Bundes.

  • Was?

    Aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP) werden – für bestimmte Länder - außerschulische Begegnungen auf Gegenseitigkeit zwischen inländischen Jugendgruppen und ihren ausländischen Partnergruppen in Deutschland und im Partnerland gefördert.
    Ferner soll der Erfahrungsaustausch von Fachkräften der Jugendarbeit sowie die Zusammenarbeit der Träger der Kinder- und Jugendhilfe über die nationalen Grenzen hinaus ermöglicht werden.

    Gefördert werden:

    • Begegnungsmaßnahmen junger Menschen
    • Internationale Maßnahmen mit Fachkräften der Jugendhilfe
    • Sondermaßnahmen der internationalen Jugendarbeit

    Beim Bayerischen Jugendring (BJR) können Zuwendungen zu den in Deutschland entstehenden Aufenthalts- und Programmkosten und bei Maßnahmen im Ausland zu den Reisekosten der inländischen Teilnehmenden in das Partnerland beantragt werden. Qualitative und pädagogische Aufwendungen bei Maßnahmen im Ausland können über Zuschläge gefördert werden. Vergleichbare Aufwendungen bei Maßnahmen in Deutschland werden über den Tagessatz abgegolten.

  • Für Wen?

    Über den BJR können Träger der Jugendhilfe Anträge einreichen, die keiner Zentralstelle auf Bundesebene zugerechnet werden können, also insbesondere die Kreis-, Stadt- und Bezirksjugendringe, Jugendgemeinschaften und die kommunale Jugendarbeit in Bayern.
    Die Förderung durch den KJP unterscheidet – je nach Land - zwischen Sondermaßnahmen und Länderzuweisung:

    • I. Sondermaßnahmen der internationalen Jugendarbeit mit jungen Menschen oder mit Fachkräften (bilaterale Sonderprogramme) - (Nr. III 3.4.1.3 i. V. m. Nr. III 3.4.1.1 bzw. 3.4.1.2 der Richtlinien KJP).
    • II. Länderzuweisung - Maßnahmen der internationalen Jugendarbeit mit jungen Menschen oder mit Fachkräften. Förderung in Anlehnung an Nr. III 3.4.3 der Richtlinien KJP („Längerfristige Förderung der internationalen Jugendarbeit bundeszentraler Träger“)
  • Wie?

    In der Regel erfolgt der Zuschuss in Form der Teilfinanzierung nach Festbeträgen.
    Die Anträge sind – je nach Land und Zuordnung als Sondermaßnahme bzw. Länderzuweisung - zu folgenden Terminen und nach Formblatt - getrennt nach Inlands- und Auslandsbegegnung grundsätzlich zum 1. September des Vorjahres zu stellen:

    • Spätestens zum 1. September des Vorjahres – Sondermaßnahmen nach I. für folgende Länder:
      Israel, Russland, Tschechische Republik.
    • Spätestens zum 1. Oktober des Vorjahres – Sondermaßnahmen nach I. für folgende Länder:
      China, Griechenland bis zur Arbeitsaufnahme des geplanten Jugendwerkes.
    • Spätestens zum 1. November des Vorjahres – Länderzuweisung nach II.:
      Ägypten, Belarus, Belgien, Estland, Finnland, Großbritannien, Italien, Kasachstan, Lettland, Litauen, Marokko, Mongolei, Niederlande, Palästina, Portugal, SOE (Südosteuropäische Länder wie Albanien, Nachfolgestaaten Jugoslawien, Bulgarien und Rumänien), sonstige NUS (Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Kirgistan, Moldau, Tadschikistan, Usbekistan), Slowakei, Spanien, Türkei, Tunesien, Ukraine, Ungarn, USA, multilaterale Maßnahmen (gemäß Schreiben vom 20.12.2000, AZ. 507-2441), sowie für die jugendpolitische Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern (JPE) (gemäß Schreiben vom 2.6.2014, AZ 504-2192/000).

    Nachtermin für Sondermaßnahmen nach I. und Länderzuweisung nach II.:

    • Spätestens zum 1. Juni des Veranstaltungsjahres:
      Antragsfrist zur Förderung aus Rücklaufmitteln für noch nicht begonnene Vorhaben.

Die Zuwendung für die Aufenthalts- und Programmkosten bei Inlandsmaßnahmen und die Zuwendung zu den Fahrtkosten für Auslandsmaßnahmen richtet sich nach den Festbeträgen gemäß Anlage 2 der KJP-Richtlinien.

Besonderheit:

  • Türkei: europäischer und außereuropäischer Landesteil -> 12 Eurocent/km
  • Israel: Flug-/Fahrtkostenpauschale gemäß gesonderter Vereinbarungen mehr...
  • Russland: Flug-/Fahrtkostenpauschale gemäß gesonderter Vereinbarungen mehr...

Weitere Informationen

Nachweis International:

Anerkannte Träger der Jugendhilfe, die internationale Jugendprojekte durchführen, können sowohl Teilnahme-, als auch Engagementnachweise erstellen. Diese „Nachweise International“ dokumentieren und bescheinigen die Teilnahme, das Engagement und die Kompetenzen von Jugendlichen in internationalen Projekten und tragen so zur Weiterentwicklung und Qualitätssteigerung der internationalen Jugendarbeit bei mehr...

Hinweise des BMFSFJ

Projekte des musikalischen Austausches sind ausschließlich über die betreffenden Zentralstellen zu den von diesen festgesetzten Antragsterminen zu beantragen mehr...

Die Teilnahme von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern öffentlicher Träger (z. B. Landesministerien, Landesjugendamt, Kreis- u. Stadtjugendamt) ist nicht zuwendungsfähig. (wenn sie in dieser Funktion teilnehmen)

Es besteht kein Anspruch auf Fahrtkostenerstattung, wenn z. B. privat oder dienstlich beschaffte Fahrkarten (Netz- oder Zeitkarten, Jobtickets) bzw. Fahrausweise für schwerbehinderte Menschen (§ 145 SGB IX) nicht genutzt werden. Es gibt keinen Anspruch auf anteilige Erstattung dienstlich genutzter privater Fahrausweise (Tz. 4.2.4 BRKGVwV).